Die islamistische Al-Nusra-Front, ein syrischer Verbund der ideologisch dem sunnitischen Al-Kaida-Netzwerk nahe steht, hat auf die Tötung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad eine Belohnung von 3 Millionen Euro (rund 3,3 Millionen Franken) ausgesetzt.

In einer gestern Abend verbreiteten Audioaufnahme erklärt der Al-Nusra-Chef Abu Mohammed al-Dschulani, diese Summe werde jedem gezahlt, der Assad töte, auch Mitgliedern der Präsidentenfamilie. «Wie lange noch wird das Blut der Muslime fließen für einen Mann, der die Macht liebt?», heißt es in der Aufnahme.

Zwei Millionen Euro bietet Dschulani für die Ermordung des libanesischen Hisbollah-Anführers Hassan Nasrallah, dessen Milizionäre in der Stärke von 9 Brigaden in Syrien auf Seiten der Regierungstruppen kämpfen. Das Geld werde auch an Angehörige von Nasrallahs Familie oder an Mitglieder seiner «schiitischen Sekte» ausgezahlt, erklärte der Al-Nusra-Chef unter Anspielung auf die vom Iran ausgebildete, finanzierte und kontrollierte schiitische Hizbollah.

Es ist eigentlich mehr als nur zu hinterfragen, warum dieser Massenmörder Assad, der für die bisher im Bürgerkrieg getöteten 328614 Bürger Syriens Verantwortung zu übernehmen hat, nicht längst durch UN-Maßnahmen verfolgt und zur Rechenschaft gezogen wurde. Sehen wir hier eines der vielen Anzeichen dafür, dass die USA nicht mehr in der Lage sind ihre Freunde und Verbündeten zu schützen und die allein ins Verderben führende Zunahme der Macht des von wirtschaftskriminellen Oligarchen dominierten russischen Staatsapparates?

Frá Arkesh Singh

Komtur des Tempels

13.10.2015 | 136283 Aufrufe