#1

- admin -

Sydney,Australien

Nützliche Unternehmen oder Spaßbremsen für hochfliegende Zukunftspläne?

Beitrag von Gyges hierher verschoben:

Zitat von: gyges

... so grade noch mal an der Pleite vorbeigeschrammt aber trotzdem behält die USA die AAA - Bewertung ?

Könnte es sein, daß da mit zweierlei Maß gemessen wird ? Jedenfalls wundere ich mich immer wieder, wie es geht, daß man da irgendwo her wieder Geld locker machen kann, das vorher keiner gehabt hat. Kann man das verstehen ?

Hier mal ein Link zu einem Film, der einem vor Augen führt, welche Summe 14 Billionen Dollar sind.

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/USA-haben-14-Billionen-Dollar-Schulden-article3925456.html

Grüße von gyges

 


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »- admin -« (05.08.2011, 20:33)
#2

gyges

,Deutschland

So - jetzt gibt es doch noch "Spielverderber" - die  Ratingagentur Standard & Poor’s hat rechtzeitig zum Wochenende die Bewertung der USA herabgesetzt.

Was kommt jetzt ? Die Fachleute erwarten einen heißen Montag der im schlimmsten Fall zu einem Börsencrash führen kann.

Warten wir ´s ab wie sich die Dinge entwickeln und ob  mit den USA der erste Dominostein ins Fallen gerät. . . .

Ich sag mal, der Schweizer Franken steigt weiter. Wann wird er in Parität zum Euro stehen? Ein oder zwei Monate vielleicht noch.

#4

- admin -

Sydney,Australien

Für die Wall Street wird es keine Wiederholung der Einbrüche wie während der Finanzkrise 2008-9 geben. Das US-Finanzsystem steht heute deutlich stabiler da, als etwa Europa. Die EU hat Griechenland gerettet, ohne die fundamentalen Probleme der Überschuldung der meisten Staaten der Gemeinschaft zu lösen. So sitzt Italien auf einem Schuldenberg, der nicht durch eine derartige Rettungsaktion bewältigt werden kann. In den USA haben dagegen die staatlichen Stress-Tests und Rettungsaktionen für Banken gefruchtet.
Dennoch bleibt die hohe Staatsverschuldung eine langfristige Belastung auch für deren Volkswirtschaft. Am Ende dieser Tage ist dies aber keine katastrophale Krise, sondern ein «Schönheitswettbewerb», bei dem die USA gegenüber Europa und Japan bedeutend besser aussehen. Der Euro ist am Ende, vielleicht sollten sich die Europäer schon aus Gründen eines eventuell noch vorhandenen Überlebenswillens, darauf einstellen in Zukunft in Renminbi zu zahlen – Euroanleihen sind nicht mehr international handelbar.

Frá Angela de Montalbán

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

#5

- admin -

Sydney,Australien

 Der Franken steht schon hoch genug - weitere Aufkäufe durch Anleger könnten der Schweiz langfristig mehr schaden als nutzen - jedoch wird sich ein Anstieg aufgrund des Werteverfalls des Euro nicht stoppen lassen. Wer heute Nacht noch kaufen kann, könnte ein Geschäft machen. Im Laufe der Woche wird auch der Franken zu stark nachgefragt werden um noch gewinnbringend erworben zu werden.

Frá Angela de Montalbán

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »- admin -« (07.08.2011, 23:07)
#6

- admin -

Sydney,Australien

Präzedenzfall:  Standard & Poor's erstmals für irreführende Ratings verurteilt

Wegen irreführenden Bewertungen von Ratings von Finanzprodukten hat ein Bundesgericht in Australien die Ratingagentur Standard & Poor's am Montag zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt. Weltweit gab es noch kein solches Urteil. Die Bewertung der Papiere der Großbank ABN Amro mit der Bestnote AAA sei "irreführend und trügerisch" gewesen, erklärte ein australisches Bundesgericht in Sydney. Es verurteilte Standard & Poor's, ABN Amro sowie den Finanzdienstleister LGFS, der mehreren australischen Gemeinden solche Finanzprodukte verkauft hatte, zu einer Entschädigungszahlung von 30 Millionen australischen Dollar (24 Millionen Euro). (© REUTERS)      

 -   Ende 2006 hatten mehrere australische Kleinstädte, die vor allem vom Bergbau und der Landwirtschaft leben, die Finanzprodukte mit der Höchstnote AAA gekauft. Die Wertpapiere galten mit dieser Note als besonders sicher - darum investierten die Gemeinden damals zusammengerechnet 16 Millionen australische Dollar (12,8 Millionen Euro). Obwohl ihnen LGFS versichert hatte, dass das Verlustrisiko bei weniger als einem Prozent liege, verloren sie letztlich mehr als 90 Prozent ihres investierten Kapitals. Eine "halbwegs kompetente" Ratingagentur hätte diesen "grotesk komplizierten" Derivaten niemals die Höchstnote gegeben, argumentierte das Gericht laut Financial Times.

Bei den Finanzprodukten handelte es sich um Kreditderivate namens "constant proportion debt obligations" (CPDO). Die Großbank ABN Amro, die heute der Royal Bank of Scotland gehört, entwickelte CPDO vor acht Jahren. Dabei handelt es sich im Grunde um Anleihen auf Indizes für Kreditderivate. Es ist ein kompliziertes Produkt, das durch hohe Rendite bei gleichzeitig großer Sicherheit lockte. Die einfachste Regel an den Finanzmärkten - hohe Rendite bedeutet eben auch hohes Risiko - schien mit diesen Papieren außer Kraft gesetzt zu sein. Die 13 klagenden Stadtverwaltungen hatten 2008 mehr als 90 Prozent ihrer Einlagen verloren. Die Richterin sprach ihnen gut 30 Millionen australische Dollar Entschädigung zu, um die Verluste sowie Zinszahlungen und Anwaltskosten auszugleichen.

Neben Standard & Poor's müssen auch die Investmentbank ABN Amro und der Finanzdienstleister LGFS für die Schadensersatzforderungen aufkommen. Ratingagenturen wie Standards & Poor's können sich nun nicht länger hinter einem Haftungsausschluss verstecken. "Das ist ein harter Schlag für die Ratingagenturen, die jahrelang von der Vergabe dieser Ratings profitierten, ohne sich jemals für diese Meinungen gegenüber den Investoren zu verantworten“, sagten die Rechtsanwältin Amanda Banton und der Anwalt Piper Alderman, die die australischen Gemeinden vertreten, der Financial Times.

Es ist zu erwarten, dass es nun ähnliche Gerichtsverfahren in Europa und Amerika geben wird. In Europa wurden nach den bei IMF Australia vorliegenden Unterlagen, ähnliche Finanzprodukte im Wert von zwei Milliarden australischen Dollar verkauft. Nach Informationen der Financial Times, , wird das Unternehmen IMF Australia, das die Sammelklage finanziert hatte, im Auftrag des Ordens die Aussicht ähnlicher Klagen in den Niederlanden und Großbritannien prüfen. Die Ratingagentur Standard & Poor's kündigte bereits an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

 

Frá Ines de Laurière

Ritter des Tempels

 

 


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

Was nützt eine Bonität von AAA wenn das Risiko trotzdem enorm ist? Vielleicht machen es sich diese Rating-Agenturen tatsächlich zu einfach. AAA klingt für irgendeinen Provinzgemeinderat doch sehr verlockend, man könnte glatt denken, er ist einem Betrüger aufgesessen.

#8

- admin -

Sydney,Australien

Nicht falsch interpretieren - die Bewertung wurde tatsächlich für diese Hochrisikopapiere vergeben! Hier sollten die Bürger Europas mal anfangen darüber zu reflektieren, wie schlecht vielleicht die Bewertungen für die eigenen Nationen (Staatsfinanzen) und erst recht die eigene Währung (Euro) lauten müssten, wenn diese neutral gewertet würden. Hier bleiben bei der öffentlichen, sensationspopulistischen Verzerrung erstaunlicherweise grundsätzlich die erheblich kritischeren Bewertungen der DAGONG außen vor! Wird in den westlichen Nationen ein Rad versucht weiter zu drehen, welches schon lange aus der Achse gebrochen ist? Hat man schon lange den Zeitpunkt versäumt, an dem die Notbremsen noch zu ziehen waren? Wir denken ernsthaft darüber nach einen Zug zum Entgleisen zu bringen, welcher schon lange außer Kontrolle geraten ist! Dem Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum sind die letzten auch nur noch ansatzweise glaubhaften Elemente ausgegangen.

Frá Ines de  Laurière

Ritter des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

Frá Ines, Ich habe weiter oben mein tiefes Misstrauen gegenüber Rating-Agenturen kund getan, leider wurde das auch von eurer Seite abgetan. Aber anscheindend hatte ich doch recht.

DAGONG geniesst leider den Status der völligen Unbekanntheit. Bei Wikipedia (deutsch und englisch) noch nicht mal 10 Zeilen.

Bitte warnt uns hier vor, wenn ihr eine Zugsentgleisung beabsichtigt. Es muss ja irgend einen Vorteil für uns geben, dass wir hier mitlesen. aeg.wink.gif

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