#1
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Jamie« (05.05.2011, 17:15)

Ein altes Templersprichwort lautet: "Wenn du jemals auf der Straße dem Buddha begegnest, dann töte ihn!"

Auch eine philosophische Religion hat zum einen ihre Schwächen im Anspruch ihrer Lehre und zum anderen im Wesen ihrer Anhänger. Die Schwächen der Lehre sind im Buddhismus eindeutig in der Erwartungshaltung eines Strebens nach Erlösung vom Leiden manifestiert. Buddha suchte diese Erlösung in der Auslöschung seiner selbst. Er stellte die gewagte Behauptung auf, dass im Nirwana das Leiden endet. Er verheißt den Menschen also nicht mehr, als das was ihnen ohne besondere Anstrengung ohnehin zuteil wird, wenn die Dinge ihren natürlichen Gang gehen. Der Tod bringt jedem den Frieden, den man laut der Verheißung des Buddhas nach den ungezählten Mühen vieler Leben finden werde. Buddha suchte eine Entbindung aus dem Zyklus der Wiedergeburt. Solches aber macht nur Sinn, wenn man an die Seelenwanderung glaubt und danach drängt, diesem ein Ende zu setzen. Doch was sollen Menschen, die um die Einmaligkeit des Lebens wissen, danach begehren, diesem ein Ende zu setzen? Dieser einzigen und winzigen Dauer? Warum streben andere Tiere nicht nach dieser Erlösung vom Leiden? Hat es ihnen niemand gesagt, ihnen stünden weitere Leben bevor? Oder wissen diese einfach, ohne darüber nachdenken zu müssen, dass sie nicht noch einmal leben werden? Man stelle sich eine Kuh oder ein Schwein vor, die ihren Körper um einer edlen achtfachen Selbsterleuchtung willen ablegen. Auch der Einfältigste würde fühlen, dass diese Vierfüßler sich verrechnet haben müssen. Der Buddhismus strebt danach das Leben loszulassen. Der Buddha versprach seinen Anhängern die Freiheit vom Leiden, die daraus entsteht, dass man nicht noch einmal leben müsse. Wer aber erkannt hat, dass ihm kein weiteres Leben bevorsteht, für den ist das was der Buddha suchte, stets zum Greifen nah. Warum aber sollte man sich, wenn die Erlösung sicher ist, die Freude am Leben versagen?

Eine Schwäche aller Religionen der Jetztzeit ist darin zu sehen, dass man sich nicht scheut den „Toleranzweg“ zu beschreiten, um eventuellem Mitgliederschwund vorzubeugen oder aber einen breiteren Zuspruch zu erfahren. Wie sicher aber, wie aussichtsreich sind Wege, die der Toleranz anderen Geistesgutes  bedürfen? Hat Wahrheit einen Spielraum der in gewissen Toleranzen bewertet werden könnte? Toleranz ist eine Art von Vorauszahlung, die sich in den seltensten Fällen bezahlt macht. Möge jeder seinen Weg gehen, der ihm im Rahmen seiner Vernunft und Fähigkeit zur Einsicht als richtig erscheint. Nahezu jedem dieser Wege wohnt in der Regel etwas Wahrheit inne. Eine Vermischung von Teilwahrheiten  mag auch neue Gesichtspunkte eröffnen, jedoch ist solches kaum geeignet den Weg als solchen zu erkennen.


Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist noch nicht einmal vorbei (Ramses II.).


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Theodor« (12.04.2011, 13:05)
#3

andreas

, Schweiz

Das mag ja alles sein, Frá Theodor.

Aber der Text ist ein Schöpfungsmythos Ägyptens und ähnelt stark der biblischen 7-Tage-Schöpfung, wobei natürlich der ägyptische Text zuerst war. Und der Text belegt auch, dass nicht Moses die 7-Tage-Woche erfunden hat, sondern diese schon weit älter ist.

Danke Jamie, ich suchte einen solchen Text schon länger.

Leider gibt der Blogger keine Quelle an. Eine brauchbare deutsche Übersetzung wäre auch noch gut.

 

Der Text nochmals ohne Buddhismus-Stempel und optisch etwas ansprechender:

http://people.tribenetwork.com/djed/blog


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »andreas« (12.04.2011, 14:57)

Nicht alles was auf ägyptisch getuned ist, ist wirklich ein ägyptischer Mythos! Die sieben Tage Woche jedenfalls ist es nicht. Da der altägyptische Kalender ein Jahr mit 12 Monaten á 30 Tage zählte und am Schluss 5 Zusatztage, die Epagomenen anhängte, zählten die Wochen 10 Tage, von denen je nach Gau 1-3 Tage für religiöse Feiern waren - also Spiel, Spaß und Brot fürs Volk.

Der verlinkte Text ist eine Umdeutung der biblischen Genesis unter Verwendung von Mythen aus dem heliopolitanischen Atum-Mythos und stammt aus dem Sektierertum der Thelema-Bewegung (vergl. Liber AL vel Legis -  Nuit und Hadit (Heru)). Djehuti war bei der ersten Schöpfung noch nicht existent, ebenso Heru. wink

 


Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist noch nicht einmal vorbei (Ramses II.).


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Theodor« (12.04.2011, 16:07)
#5
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Um einem Missverständnis vorzubeugen muss ich anmerken, dass mein Link zu keiner Zeit ernst gemeint war. Wie der Titel dieses Themas schon aussagt, ist dieser Text als seltsam zu werten mit einer gewissen Komik. Jüdische Märchen mit ägyptischen zu verbinden-eine offensichtlichere Täuschung kann ich mir schwerlich vorstellen. Jedoch hätte ich es nicht für möglich gehalten in diesem Bezug ausgerechnet auf ATUM und Djehuti zu treffen. Aus diesem Grunde konnte ich es mir nicht verkneifen den Text hier zu präsentieren. Manchmal muss man Dinge mit eigenen Augen sehen um sie zu glauben.
Neu war mir auch, dass der Text in gewissen Kreisen ernsthaft aufgefasst wird. Ich ging von einem Spass eines einzelnen Users aus. :)



"Ein altes Templersprichwort lautet: "Wenn du jemals auf der Straße dem Buddha begegnest, dann töte ihn!"



Dies überrascht mich nun aber doch etwas. Es wurde einmal seitens des Tempels gesagt es gäbe auch Mitglieder welche dem Buddhismus angehören. Eine Kooperation innerhalb der Religionen empfinde ich nur dann als sinnvoll, wenn es um die Bemühungen eines toleranteren Miteinanders geht. Hingegen ist es wichtig auch dann nicht die rosarote Brille aufzusetzen. Denn es gibt in jeder Religion gefährliche Tendenzen-bei den einen mehr, den anderen weniger.
#6

- admin -

Köln, Deutschland

 

Du darfst es nicht fehlinterpretieren. Es ist keine Wertung der eigentlich friedfertigen Lehre des Buddhismus an sich - es ist die strikte Ablehnung einer Lebensverneinung durch diese Lehre. Jeder muss seinen Weg gehen - nur wer die Pfade des Lebens zum Weg der Erkenntnis erfährt, der kann auch die Weisheit erlangen, die Voraussetzung zum erfassen der Wahrheit ist. Buddha zählt zu den Erlösern, ohne dass ihm wirklich selbst aufging wovon er eigentlich wen erlösen sollte. Der Mensch hält sich für ein mit Bewusstsein und Willensfreiheit begabtes Wesen, ist aber in Wirklichkeit ein in Illusionen befangenes Tier. Er versucht fortwährend dem Bild, welches er von sich selbst hat zu entfliehen. Nahezu alle Religionen sind Versuche des Menschen, sich einer Freiheit zu entledigen, die er eigentlich nie besessen hat. Viele rechte und auch linke Ideologien der Neuzeit erfüllen inzwischen die gleiche Funktion und erreichten, dass Politik kaum ernster genommen wird als die Unterhaltungsbranche. Die Rolle der Menschheitsretterin hat der wissenschaftliche Humanismus übernommen. Vielleicht ist es nun an der Zeit, den Menschen klar zu machen, dass sie von gar nichts erlöst werden müssen, außer vom Joch der Erlösung. Der vollkommene Erlöser ist derjenige, der die Menschen von der Erlösung erlösen wird.

Es heißt zu leben, dem schönen Tag zu folgen.

Erfreue dein Herz solange du bist und sitze nicht im Zelt der Trübsal. Meditation dient der Stärkung des Geistes und nicht der Suche nach "dem" Ausweg aus dem Leben. Das aber ist es was man dem Buddha vorzuwerfen hat!

Frá Angela de Montalbán

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

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