Es ist so. Das bisschen Energie der Seele fällt in einem Hirn, dass beim Denken einen Haufen Energie abgibt nicht auf.

 Ich kann mir schon denken wie du das meinst, doch bezweifle ich, das es mit solch einfachen Worten zu erklären ist.

SOL demiurg

 Ich hab das so erklärt, wie es ein Templer mir erklärt hat, respektive wie ich es in Erinnerung habe. Jamies Frage, wie denn die Seele aussehen mag, hab ich den Templern ja auch mal gestellt.

Unsere Nanotechnologie ist mittlerweile extrem fortschrittlich, kann enorm viel Informationen in kleinste Maschinen verpacken. Wir dürfen doch davon ausgehen, dass der Schöpfer des Universums noch eins drauf packen kann, sprich die Seele noch enorm viel kleiner verpacken kann. Natürlich weiß ich auch nicht, wie die Seele "technisch" funktioniert und organisiert ist. Ich fürchte ich würd´s nicht begreifen, wenn man mir es erklären würde. Deshalb kann ich hier keine weiteren Informationen geben.

#12

Frá Maurice

Toronto, Kanada

Ist solche Fragestellung überhaupt tunlich, ist diese wirklich sachbezogen oder realistisch durchdacht. Aber manchmal fügt das Leben solchen Fragen neue Erkenntnisse und neue Ansätze zum Nachdenken hinzu. Als ich letzten Sonntag durch den Parc de Sceaux spazierte, kamen acht Jugendliche - deutlich an ihrem Äußeren und Benehmen als europäische Neubürger zu erkennen - provozierend agierend auf mich zu. Einer stellte unvermittelt die Frage: "He, Mönch, Kafir, hat deine Seele die gleiche Farbe wie deine Kutte oder eher die blutrote Farbe deines Abzeichens am linken Oberarm?", ein anderer fragte: "Seit wann tragen die Leute vom Roten Kreuz Priesterkleidung?". Nachdem ich zunächst einmal tief Luft geholt hatte, antwortete ich ihnen, dass ich weder ein Mönch noch ein Priester sei und schon gar kein Vertreter des Roten Kreuzes. Das wollten diese Burschen nicht einfach so hinnehmen und versuchten nachzuhaken. So versuchte ich ihnen zu erklären, dass ich ein Diener Gottes sei, jedoch kein Diener der Kirche, Habit und Mantel seien ein Zeichen der Zugehörigkeit zu einem Orden, die Farben der Tracht sehr Bedacht gewählt, von Männern, die sich, von den Normalos der Zeitepoche ihrer Zuwendung zu Gott, deutlich abheben wollten. Ist nicht die Summe aller Farben des Regenbogens weiß? Es ist auch die Farbe von Schnee und Eis, „schneeweiße Haare“ bedeuten nicht nur, dass jemand in die Jahre gekommen ist, ein weißes Haupt steht für Weisheit, Erfahrung und Respekt. Diese Farbe bezeichnet Menschen die keinerlei Schuld auf sich geladen haben und ohne jeglichen negativen Hintergedanken in ihrer Umwelt agieren. Weisheit, Erfolg, Frieden, Offenheit, Reinlichkeit, und Gewissen zeichnen solche Menschen aus. Aber diese Kluft wird deutlich geprägt von einem roten Tatzenkreuz, nicht rot wie das Blut, sondern rot wie das Feuer, welches nicht nur die Kraft, die Liebe, die Wärme und die Leidenschaft in der frei gewählten Lebensaufgabe ausdrückt, sondern genauso den unumstößlichen Willen und die feste Überzeugung zum Hass, dem Krieg, der Aggression und dem Blutvergießen gegenüber allen und allem, was die Aufgabe des Ordens bedrohen könnte. Sollte meine Seele in diesem Blickfeld tatsächlich weiß sein? Sicher nicht, denn die Farbe Weiß ist die Farbe der Gesamtheit von allem Sein, mir jedoch als Individuum und damit auch meiner Seele, kommt die Farbe Grün wohl am nächsten, sie ist die Farbe der Evolution, des Lebens. Als Farbe der jährlichen Erneuerung und des Triumphs des Frühlings über den kalten Winter symbolisiert sie die Hoffnung die das Leben trägt und ... die Unsterblichkeit. 

Inzwischen hatten sich drei weitere Brüder zu mir gesellt. Die Jugendlichen schauten nachdenklich und verwirrt zu Boden und trollten sich wortlos in Richtung zur Straße.

 

#13
Avatar

Unbekannt

Gelöscht

Hm...Frá Maurice ich weiss deinen Beitrag noch nicht recht zu deuten. War/ist meine Frage nur töricht? Ich weiss wie komisch sich das anhört, wenn nach einer genaueren Beschreibung der Seele gefragt wird. Aber ihr-die Templer seid die einzigen die kompetent und erfahren genug seid hier Licht in das Dunkel zu bringen.

Ihr wisst ich frage euch nicht aus Langeweile oder profanen Gründen. Mein Ziel ist das Wachsen und fortkommen des spirituellen Weges...ich kann nicht durch eigenes Forschen in der Lehre des EINEN Erkenntnis erlangen...aber gerade das Gesicht ist doch auch in der jetzigen Welt das individuelle Erscheinungsbild ein jeder Person. Ich kann mir ein Gesichtsloses Sein im Jenseits einfach nicht vorstellen. Ist meine Frage zu abwegig? :-(

 

 
#14

Reborn Illyrian

Himmelreich, Deutschland

@Fra Maurice,

die Farbe meiner Entscheidung wird auch das Rot des Feuers zu meiner persönlichen Hingabe zu Gott sein. Du hast "meine Seele" durch Deine wohlausgesuchten Schilderungen bewegt.

 

 


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Reborn Illyrian« (01.12.2019, 23:17)
#15

Frá Maurice

Toronto, Kanada

Die Antwort von Andreas drückt in ihrer aussagekräftigen Kürze genau das aus, was man sich unter dem Aspekt der alleinigen Betrachtung aus den Möglichkeiten des Sapiens darunter vorstellen könnte und sollte. Am Einfachsten versuchen wir die Sache einmal tatsächlich aus der Sicht der Physiker zu erschließen, bevor wir uns zu den tiefer dringenden Möglichkeiten der Transzendenz durchringen.

Zuvor möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass der Mensch zwar aus seinem Wesen heraus als absolut neugierig und wissensdurstig herüberkommt, wir jedoch nicht umhin können festzustellen, dass er sein erworbenes Wissen selten wirklich sinnvoll zu nutzen geeignet erscheint, oder er in der Lage wäre die Tragweite des erworbenen Wissens und die daraus erwachsenden Möglichkeiten in ihrer ganzen Wirklichkeit zu erfassen oder vorausplanend zu kalkulieren. Nicht alles was man an Wissen erwerben kann dient wirklich dem eigenen Fortkommen oder dem eigentlichen Sinn des Lebens – zu tief vorzudringen in Wissen welches dem Menschen nicht wirklich zukommt, birgt am Ende immer den Tod.

Die Menschen haben die Ordnung des "Göttlichen" und der Ma´at verworfen. Das von Djehuti überlieferte, ausgewogene, gerechte Gesellschaftssystem zerbrach durch die fehlende Ordnung und Harmonie und der Kampf zwischen Gut und Böse, der niemals wieder zur völligen Herstellung der Harmonie und der Regentschaft des "Göttlichen" führen kann, bestimmt das Leben. So erfolgte in der Frühzeit die Rede Gottes an Thot, welche das Ende voraus sah und die Neuordnung auf eine ferne, für Menschen nicht mehr wesentliche Zeitspanne festlegte. Eine neue Welt in der nicht mehr Gott allein seinen Kampf um Harmonie zu führen hat – die Hoffnung der Lebenden auf eine bessere Welt: „Ich aber werde alles, was ich schuf, zerstören. Die Erde, das Universum und alles Seiende werden wieder als Ur-Ozean erscheinen, als Wasserflut wie in ihrem Anfangszustand. Ich bin das, was übrig bleibt, zusammen mit Djehuti, nachdem ich mich wieder in eine Schlange verwandelt habe, die kein Mensch kennt, die kein Gott sieht.

Aber bleiben wir bei der Physik:

Die Urexistenz Gottes und die Seele allem Seienden ist reine Energie. Energie von einer Kraft und Wirkmächtigkeit, die sich den Vorstellungsmöglichkeiten des Menschen entzieht. Selbst die moderne Physik bestätigt hier: Energie, das ist das essenzielle Phänomen hinter den Kräften des Universums.

Energie ist keineswegs ein nur begrenzt verfügbares Gut, es verbraucht sich auch nicht in einem geschlossenen System (wie z.B. dem Universum), es kann immer nur in eine der möglichen Energieformen umgewandelt werden, welche durch die kosmischen Energiegesetze bestimmt sind. Es gibt also tatsächlich keinen Grund für eine Energiekrise, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist nur allzu menschlich, weil der Mensch sich hier unfähig erweist, neben den wirtschaftlichen Interessen derjenigen, die über sie verfügen, über die enge (unrealistische) Betrachtungsweise dieses Themas hinauszudenken. Energie ist im Überfluss vorhanden. Es ist nicht nur die sprichwörtliche Kraft Gottes, die Macht des unendlichen Seins, welche das Universum schuf und kontrolliert. Sie ist, nur in umgewandelter Form, in allem vorhanden, was ins Sein gekommen ist.

Neben der Physik gibt es aber in der Lebenswelt der Menschen auch noch andere Perspektiven, Energie zu betrachten. Für die traditionelle Chinesische Medizin ist das Qi die Lebensenergie. Im Hinduismus wird es Prana genannt. Es gibt dort eine lange Tradition von Theorien, diese Energie zu nutzen und zu fördern. Bei allen diesen Versuchen Energie zu erklären, bleibt die Wahrheit aber im Scheitern der menschlichen Möglichkeiten verborgen.

Wir müssen also das Thema Energie noch mal etwas anders betrachten, aus Sicht einer Physik, die sich mit Metaphysik verbindet. Spätestens seit Einstein wissen wir, dass auch Masse nur formhafte Energie ist (E=mc²). Jeder Körper, egal ob aus Stein, aus Holz oder aus einem anderen Material, also auch unser menschlicher Körper ist umgewandelte Energie.

 

Vom Ursprung her betrachtet, ist somit alles Energie und Energie ist, aus der Betrachtungsweise der modernen Physik, Schwingung. Alles, was daraus entstanden ist und noch entsteht, ist demzufolge auch Energie. Energie geht nie verloren. Sie wurde und wird in vielfältiger Weise umgewandelt, moduliert, getrennt und wieder verbunden, nimmt Form an und wird wieder formlos. All diese Umwandlungsprozesse sind ein kreativer Akt. Die kreative Energie die dies alles „veranlasst“ stammt ebenfalls aus dem Ursprung, diese ist in verschiedener Weise in allem enthalten, was ist. Wir können das in allem was lebt beobachten und auch in scheinbar unbelebten Phänomenen, wie Wind und Wasser. Selbst unser Planet Erde hat diese kreative Kraft, wir erkennen es an den Erdbewegungen, vulkanischer oder kältebedingter Aktivität. Das ganze Universum zeigt sich so als Schöpfung und Schöpfer zugleich.

 Jede Energie erzeugt ein Feld, wie wir es von der Elektrizität kennen. Felder verschiedener Quellen beeinflussen sich. Sie stehen also in Beziehung, in Verbindung miteinander. Es ist ein Feld, oder ein energetisches Netz, das alles miteinander verbindet. Es besteht sogar die Möglichkeit von Kommunikation zwischen den energetischen Quellen durch dieses Feld. Diese Kommunikation findet, wie sonst auch, wechselseitig zwischen Sender und Empfänger statt. Sie funktioniert nur – heißt: „wird verstanden“ - wenn Sender- und Empfängerfrequenz übereinstimmen. Bei Resonanz gibt es, entsprechend der Polarität, Anziehung oder Abstoßung, Verstärkung oder Abschwächung. Auch Gedanken und Gefühle sind Träger von Energie und damit Sender und Empfänger, auch wenn sie nicht ausgesprochen oder artikuliert werden. Es sind diese Schwingungen, die von unserer Seele ausgelöst und aufgenommen werden. Es sind diese Schwingungen göttlicher, in allem Sein vorhandener Energie, welche die Verbindung der menschlichen Seele zu ihrem Pendant im Jenseits (BA, KA, Ach Kausalität) aufrechterhält.

Hier nun müssen wir endgültig in das Feld der Metaphysik wechseln – oder besser ausgedrückt, Physik und Metaphysik noch näher zusammenbringen. Dies wird dann erforderlich, wenn man die Betrachtung der Welt, des Universums, von ihrer Entstehung her bis zu ihrem Vergehen, nur aus dem Blickwinkel eines Menschen verstehen kann.

 

 

 


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Maurice« (22.04.2017, 19:19)
#16
Avatar

Unbekannt

Gelöscht

Frá Maurice ein sehr ausführlicher und für mich äusserst ansprechender Text welchen du da verfasst hast. Er zeigt auch die Kompetenz der Templermitglieder auf, Verbindungen von Physik und der Lehre des EINEN herzustellen.

Ein Einblick in diese Materie, sprich der Energie ist faszinierend und erleuchtend zugleich. Meine Vorstellung eines individuellen Gesichtes der Seele nach dem Tod war wohl zu naiv, (nett ausgedrückt) gedacht.

Meine Fragen wurden zufriedenstellend beantwortet. Ich werde deinen Text, lieber Frá Maurice, auf jeden Fall meinem Textband hinzufügen! Vielen vielen Dank für die daraus entstandenen Einsichten.

#17

Frá Maurice

Toronto, Kanada

Auch Gedanken und Gefühle sind Träger von Energie und damit Sender und Empfänger, auch wenn sie nicht ausgesprochen oder artikuliert werden. Es sind diese Schwingungen, die von unserer Seele ausgelöst und aufgenommen werden. Es sind diese Schwingungen göttlicher, in allem Sein vorhandener Energie, welche die Verbindung der menschlichen Seele zu ihrem Pendant im Jenseits (BA, KA, Ach Kausalität) aufrechterhält.

Frá Maurice

Nachdem eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Usern mir per Mail ein nur laienhaftes Verständnis von Physik unterstellten und meine Fähigkeiten, hier einen Bezug zur Seele erkennen zu wollen, als religiöses Überreagieren und Fantasieren zu bewerten gedachten, sehe ich mich gehalten, noch einmal zur Physik Bezug zu nehmen und zwar zur Quantenphysik:

Die Quantentheorie ist ein Oberbegriff aller physikalischen Theorien, die sich mit Quantisierung oder Quantelung beschäftigen. Quantelung ist die Eigenschaft, dass ganz verschiedene physikalische Größen (Energie, Drehimpuls, Ladung) Vielfaches eines kleinsten (diskreten) Betrages sind, dem Quant. Die Quantentheorie kann man in die Quantenmechanik, als Erweiterung der klassischen Mechanik, und die Quantenfeldtheorien einteilen, die die Quantisierung von Kraftfeldern zum Gegenstand haben.

Im Zusammenhang mit der BA - KA - Ach Kausalität sollte uns hier nur die Betrachtung der Quantenphysik im Bezug zur Teilchenver-schränkung interessieren. 

 Zwei Teilchen, deren Schicksal so eng miteinander verknüpft ist, dass sie sich auch bei Millionen von Lichtjahren Entfernung voneinander noch im gleichen Moment verändern – das hat selbst Einstein so erschreckt, dass er von einer "spukhaften Fernwirkung" sprach. Tatsächlich lassen sich zwei (und auch mehr) Teilchen so präparieren ("verschränken"), dass jede Änderung an dem einen Augenblicklich auch das andere beeinflusst.

„Augenblicklich“ heißt dabei wirklich „sofort“. Es vergeht keine Zeit. Tatsächlich wurde hier bereits in vielen Experimenten nachgemessen. Demnach müssten die verschränkten Teilchen mit mindestens 10.000-facher Lichtgeschwindigkeit Informationen austauschen. Dass die Forscher nicht auf „unendliche“ Geschwindigkeit kamen, liegt an der Experimentiergenauigkeit, die zum jetzigen Zeitpunkt der technischen Entwicklung praktisch begrenzt ist. "Quanten-Kommunikatoren", die Verständigung über das gesamte Universum ermöglichen, geistern schon jetzt in vielen Physiker-Hirnen. Hier kommt die BA - KA - Ach Kausalität zum Vorschein - nur fehlt es dem Menschen evolutionsbedingt an der nötigen Größe dies wissenschaftlich, physikalisch nachzuweisen. Hier behindert sie Einsteins Relativitätstheorie: Sie besagt, dass Kommunikation maximal mit Lichtgeschwindigkeit möglich ist. Das Problem besteht darin, dass der Informationsgehalt einer solchen Sendung dann gleich Null ist. Denn welchen Wert die verschränkten Teilchen annehmen, das ist leider zum jetzigen Zeitpunkt blanker Zufall. Es sei denn, der Sender teilt dem Empfänger auf anderem Weg mit, was bei ihm passiert ist – aber dann ist doch wieder die Lichtgeschwindigkeit die Grenze....? Aber sicher wird sich auch diese Problematik irgendwann mit den humanen Unzulänglichkeiten assozieren und ausräumen lassen. Oder sollte die angeblich determinierte Gottgleichheit des Sapiens doch erhebliche Differenzen und Schwachstellen aufweisen?

 

 


Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Maurice« (25.04.2017, 08:24)
#18

Frá Maurice

Toronto, Kanada

Die Quantentheorie offenbart eine Reihe seltsam anmutender Prinzipien (Unschärfe, Wahrscheinlichkeitswelle, Dualität) und Phänomene (Energiequantelung, Quantenvakuum, Tunneleffekt, Superfluide, Casimir-Effekt), die unserer Alltagswelt und der Auffassung, die von klassischer Physik geprägt ist, völlig entrückt scheinen. Dennoch oder gerade deswegen ist sie sehr erfolgreich und im atomaren bzw. subatomaren Bereich die momentan einzige Theorie, die eine adäquate und experimentell verifizierbare Beschreibung liefert. Insofern darf man vom wissenschaftstheoretischen Standpunkt die Quantentheorie als eine Theorie bezeichnen, die sich vielfach bewährt hat. Die Schwierigkeiten der Quantentheorie stecken in ihrer Unanschaulichkeit, was ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen verlangt und darin, dass sie konzeptionell anders ist. Doch dadurch wird die allgemein auch unter Physikern geteilte Auffassung von dem, was Natur ist, revolutioniert!

Nun sicher kann man hier die Frage einwerfen, was dieses alles mit Gott zu tun habe oder mit der Existenz einer Seele. Dies wird gerade am Problem der hier aufgeworfenen Gegenargumente für seine Existenz deutlich. In ihnen geht es ja um die Frage, ob er ist. Gefragt ist hier das Sein Gottes. Dieses Sein als grenzenloses, alles einschließendes und damit einziges kennt der Mensch aber nicht – es entzieht sich seiner Möglichkeiten der erfassbaren und vorstellbaren Welt. Wissen wir aber nicht, was das Sein Gottes ist, können wir auch nicht fragen, ob er ist. Denn das menschliche Verständnis von „Sein“ geht dann an ihm vorbei. Aber das ist nun wieder ein anderes Thema und sollte hier nicht weiter verfolgt werden.

Betrachten wir es doch noch einmal aus dem Blickwinkel der Physik. In einem Feld der Quantentheorie, der Quantenfeldtheorie (QFT) geht es um folgendes: Die QFT untersucht systematisch jede der vier fundamentalen Naturkräfte (Elektromagnetismus, schwache Wechselwirkung, starke Wechselwirkung, Gravitation) und versucht diese zu vereinigen. Dabei besteht inzwischen allgemeiner Konsens darin, dass die Vereinheitlichung aller Wechselwirkungen zu einer Urkraft bei extrem hohen Temperaturen im frühen Universum, nur Sekundenbruchteile (etwa ein 40millionstel Sekunde) nach dem Urknall, vorgeherrscht haben muss. Dieser Zustand hoher Symmetrie zerfiel dann durch Symmetriebrechungen bis der aktuelle Zustand unserer Welt erreicht war. Mit der Evolutionstheorie von Werden und Vergehen, von Sein und Nichtsein ist dies nicht zu erklären. Welche Kraft, welche schöpferische Macht könnte sich hinter solchen Fähigkeiten verbergen? Solche Fragen beanspruchen nicht nur die dem Menschen zugesprochene Vernunft, sie erfordern auch ganz andere Einsichten in Vernunft, die wir aber nur gewinnen können, wenn wir sie auch sehen wollen.


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Maurice« (25.04.2017, 21:33)
#19

Reborn Illyrian

Himmelreich, Deutschland

Geehrter Fra Maurice,

es ist beschämend, dass einige User ausgerechnet Dir bzgl. phsyikalischen Wissens Unwissenheit vorwerfen. Wie viel Arroganz und Überheblichkeit kommen dabei nur zum Vorschein und Ausdruck. Dem Tempel und Euch Templern Unwissenheit vorzuwerfen ist wahrlich an Dummheit und Engstirnigkeit kaum zu überbieten. Ich habe Euch soviel an Erweiterung meines Bewusstseins zu verdanken. Nur ein Esel wirft Euch Unwissenheit vor! Aber der in Wirklichkeit zart beseitete Stolze ohne Wissen und Selbstreflexion muss Euch mit aller Wahrscheinlichkeit mit Ablehnung begegnen, in Wirklichkeit aber "ertrinkt" er im salzigen Meer seines Unwissens und seiner eigenen Bedeutungslosigkeit.

 


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Reborn Illyrian« (01.12.2019, 23:15)
#20
Avatar

Unbekannt

Gelöscht

Frá Maurice steht sicherlich über ungerechtfertigter, unbedachter Kritik. ;-)

Danke für die erweiterten Einblicke in die sehr interessante Thematik, Frá Maurice. Auch diese zwei Texte finden Eingang in mein Sammelwerk.

3870 Aufrufe | 24 Beiträge