#11

Dennis

Biere, Deutschland

Erst wollte ich folgendes schreiben: Man sollte das Tier im Menschen sehen und dem Tier erklären was ein Mensch ist.

Mit der Fehleinschätzung sind Sie bei mir zu vorschnell gewesen Frá Sidonie. Doch ist mir bewusst das mir jede Menge Wissen fehlt. Der Grundgedanke zu meiner obigen Aussage beruhte auf ähnlicher Grundlage Ihrer Aussage: „Kein Volk willensfreien Agierens, sondern ein hochorganisierter Staat, mit Arbeitsteilung und vorbildlicher sozialer Struktur.“

So etwas setzte ich voraus. Doch muss dieses Wissen auf irgendeiner Art und Weise zustande gekommen sein. Und das geht entweder durch Beobachtungen und Erfahrungen über einen sehr langen Zeitraum oder durch extern eingebrachtes Wissen.


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#12

- admin -

Köln, Deutschland

Der Mensch ist auch nur ein Tier - nicht mehr und nicht weniger. Sollten wir in diesen Worten eine Fragestellung vermuten, so ist diese Antwort in unseren Texten bereits vorgegeben: Djehuti!

 

Frá Claude de Certeau

Komtur des Tempels

 


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

#13

Dennis

Biere, Deutschland

Das Wesen Djehutis zu ergründen ist eine eigene Aufgabe für sich. Er lehrte Horus und bei jedem wiederkehrenden Besuch konnte er die Auswirkung seiner Einwirkung an den "Äffchen" sehen und spüren. Was war ihm gelegen, die Lehre den Menschen zu vermitteln? Obwohl mir hierbei der Gedanke einfließt, den ich im Thread über die Herren der Ewigkeit erarbeitete (zweckdienlich aus der Evolution heraus entnommen). Dieses Volk war ja nicht durch Mauern geschützt die physische wie psychische Einwirkungen fern hielten. Der Glaube oder - das Wissen um die Wahrheit - musste gefestigt gewesen sein...nicht angreifbar. Zumindest eine zeitlang...

Auf jeden Fall steckt da ein bisschen mehr dahinter als Ibisköpfige Menschenkörper.


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Dennis« (14.07.2019, 23:42)
#14

- admin -

Köln, Deutschland

Das Wesen Djehutis zu ergründen ist eine eigene Aufgabe für sich. Er lehrte Horus und bei jedem wiederkehrenden Besuch konnte er die Auswirkung seiner Einwirkung an den "Äffchen" sehen und spüren. Was war ihm gelegen, die Lehre den Menschen zu vermitteln? 

Auf jeden Fall steckt da ein bisschen mehr dahinter als Ibisköpfige Menschenkörper.

 Die Geschichte und das Wesen der Menschen ist geprägt von einer großen Neugier - einem Streben und Drang nach Wissen. Wissen, zu dessen Verwendung oder Anwendung diese sich dann doch zumeist nicht in der Lage sehen, oder sie dieses allein zur Verfolgung niederer Interessen einsetzen. Thot versuchte diese Neugier im Rahmen der Erfordernisse und Ansprüche der Zeit zu befriedigen und in Bahnen zu lenken, die dem evolutionären Fortkommen der Menschen dienlich sein konnten. Der Weg des Wissens wurde gegründet auf die Entstehung des Kosmos - das Erwachen Atums - der Urknall - Isfet - das Streben Gottes zur Errichtung der Ma´at, der alles durchdringenden Harmonie, die den ganzen Kosmos in seinen gesetzmäßigen Bahnen hält, welche Thot dem Menschen zur Grundlage seiner Gesellschaftsbilder zu machen suchte. Thot war der Lehrer des Osiris und des Horus, durch deren Herrschaft die Lehre in beiden Ländern Verbreitung und Anerkennung fand. Die Stiftung einer Idee, eines Sinnes, war die Grundlage zur Schaffung einer Situation, die als Basis einer positiven Gesellschaftsentwicklung dienen konnte.

Jean-Marie de Hauteclocque

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

#15

Dennis

Biere, Deutschland

Die Stiftung einer Idee, eines Sinnes, war die Grundlage zur Schaffung einer Situation, die als Basis einer positiven Gesellschaftsentwicklung dienen konnte.

Jean-Marie de Hauteclocque

Komtur des Tempels

 Dann war es nie für die gesamte Spezies gedacht. Welchen Nutzen aber zieht er daraus?


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#16

- admin -

Köln, Deutschland

 

 Dann war es nie für die gesamte Spezies gedacht. Welchen Nutzen aber zieht er daraus?

 Ist das nicht zu kurz gedacht? 

Menschen und Primaten sind neugierig und wissbegierig - sie lernen schnell und ahmen nach was andere vormachen. Gerade heute kann man in West- und Zentralafrika Bonobo- und Schimpansen-Sippen beobachten, die in der Nähe der immer dichter auf sie einwirkenden Menschensiedlungen leben, die nicht nur den Gebrauch von Werkzeugen imitieren, ausprobieren, sondern selbst primitive Werkzeuge herstellen und selbst - als nestbauende Baumbewohner – Hütten am Boden im Schutz von Bäumen errichten. Thot sah ganze Galaxien verglühen und hochstehende Kulturen untergehen – er erkannte das Potential und er ahnte die Entwicklung. Das früheste gesellschaftliche Streben des Sapiens war ein egoistisches nach Macht, Reichtum und Befriedigung seiner individuellen Bedürfnisse. Mit der kulturellen Entwicklung kam der allein dem Menschen innewohnende Trieb zur Durchsetzung seiner Interessen gegenüber der eigenen Art durch Kriegsführung. Gerade in der Steinzeit und dem zunehmenden sesshaft werden der Sippen, der beginnenden Viehzucht und dem Ackerbau, geriet Sapiens in große Gefahr seine Errungenschaften der sogenannten neolithischen Revolution durch die Eigeninteressen anderer zu verlieren und die Art in der Entwicklung zurückzuwerfen. Selbst die erste Staatsgründung konnte nur durch Krieg und massiven Durchsetzungswillen (der Ursprung des Seth – Horus Mythos) erzwungen werden. Die erste Reichseinigung erzwang Seth, den Frieden und die Struktur des Staates erzwang Horus, der das Wissen und die Erkenntnisse aus der Lehre Thot`s strikt umsetzte. – Welchen Selbstzweck sollte man dem „Meister“ unterstellen?

Jean-Marie de Hauteclocque

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »- admin -« (16.07.2019, 12:20)
#17

Dennis

Biere, Deutschland

...ich sehe hier nichts Besonderes drin. Und denke das ist gut.

Ich will dem Meister nichts unterstellen, ich will Djehuti nur "verstehen" lernen...denn er tat es nicht für sich. Da Atum ihn aber davor warnte...und Djehuti es trotzdessen tat...bin ich der Meinung, das selbst diese Handlung des Meisters ein "Schachzug Gottes" war, ist und sein wird. Ein fester Bestandteil des Seins...oder eben nicht verhandelbar.

Die Lehre, die aus Heliopolis heraus gelehrt wurde, ist heutzutage schwer zu verstehen, erst recht anzunehmen. Wir sind mit Zwängen belegt die unser Handeln und Tun in illusionären Bahnen lenkte, welche wir nur schwer verlassen können. Die spirituelle Hingabe der Alten, wie Assmann es ausdrückte: „Schon der Kontakt mit der Welt der Ägypter, von welcher Seite auch immer, lässt eine Frage verstummen: die nach dem Sein und der Wirklichkeit dieser Götter.“, haben wir nicht nur verloren sondern auch jeglicher Form der Ästhetik beraubt.

 


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Dennis« (16.07.2019, 23:38)
#18

Dennis

Biere, Deutschland

Ich hätte da mal eine kleine Zwischenfrage... Was bedeutet, im Sinne des Ordens, jemanden verklären? Was ist sozusagen ein Verklärter? 


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#19

- admin -

Köln, Deutschland

Ich hätte da mal eine kleine Zwischenfrage... Was bedeutet, im Sinne des Ordens, jemanden verklären? Was ist sozusagen ein Verklärter? 

 Die Stufe der Verklärung zu erreichen um den Weg ins Jenseits beschreiten zu können, ist hier im Sinne der Erreichung der Erleuchtung, der höchsten Stufe der Wahrheit, Klarheit und Weisheit zu verstehen. Mit den Worten Buddhas beschrieben, bedeutet es einfach: „Das Geheimnis des außerordentlichen Menschen ist in den meisten Fällen nichts als Konsequenz.“

 

Frá Hans v. Bredow

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

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