#1
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manden

Gast

Erkenntnis

bedeutet , dass wir - die Menschheit - lernen müssen , wirklich harmonisch mit seiner Schöpfung - allen Mitmenschen und der Natur - zusammenzuleben .

Damit lieben wir unseren Schöpfer - durch den das "wahre" Leben (nach diesem flüchtigen Augenblick dieses Lebens) möglich ist .

 

#2

- admin -

Köln, Deutschland

Eine interessante Aussage. Könntest du uns deine Vorstellungen über dieses "wahre" Leben einmal versuchen näher zu bringen?

Frá Sumedha Gupta

Ritter des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

#3
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manden

Gast

Zitat von: - admin -

Eine interessante Aussage. Könntest du uns deine Vorstellungen über dieses "wahre" Leben einmal versuchen näher zu bringen?

Frá Sumedha Gupta

Ritter des Tempels

Hi Sumedha , über das "wahre"Leben selbst , kann ich eigentlich nichts aussagen - denn das weiss nur der "Schöpfer" des Universums ( den ich nicht "Gott"

nenne , da der Begriff "Gott" von den Religionen mit falschen Attributen belegt ist - nach meiner Erkenntnis ) .

Meine menschliche persönliche Vorstellung ist : ewig und völlig unvorstellbar und unvorstellbar besser als dieses Leben . Die Aussage beruht rein auf Vertrauen

zu unserem "Schöpfer"  -  wissen tue ich gar nichts  !

Es besteht lediglich die Hoffnung auf das "wahre" Leben - nicht mehr . Aber ein Funken Hoffnung darauf ist mehr als alles auf dieser Welt .

Und das "wahre" Leben kann nur der "Schöpfer" des Universums der Menschheit geben .  WER SONST  ?

Ich persönlich bin völlig sicher , dass der "Schöpfer" des Universums existiert , denn sonst wäre ja gar nichts da .

Leider ist diese Menschheit momentan weit weg vom richtigen Weg . 

 

 

 

#4

andreas

, Schweiz

Hallo manden,

Es ist ja nicht so, dass sich der Schöpfer uns völlig verschließt. Im Gegenteil, eigentlich ist - wie du richtig erkannt hast - sein Werk für uns täglich sichtbar. Ohne ihn gibt es tatsächlich nichts (oder genauer: nichts Brauchbares). Die Frage von Frà Sumedha ist eigentlich immer dieselbe: Was bringt einen Menschen dazu, sich gegen die allgemeinen religiösen/areligiösen Normen zu richten und sich derartige Gedanken zu machen, und auch, was war der Anstoß des Gedankens? Weiters geht es hier nicht um einen Seelen-Striptease sondern darum, dass man dir besser antworten kann, wenn deine Gedankengänge nachvollziehbar sind. Es könnte spannend werden zwingern


Für einen Klugen genügt ein Wort; doch den Dummkopf belehrst du, indem du eine Tonscherbe an die andere klebst. (Si-Sobek, Papyrus Ramesseum I.)

#5
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manden

Gast

Zitat von: andreas

Hallo manden,

Es ist ja nicht so, dass sich der Schöpfer uns völlig verschließt. Im Gegenteil, eigentlich ist - wie du richtig erkannt hast - sein Werk für uns täglich sichtbar. Ohne ihn gibt es tatsächlich nichts (oder genauer: nichts Brauchbares). Die Frage von Frà Sumedha ist eigentlich immer dieselbe: Was bringt einen Menschen dazu, sich gegen die allgemeinen religiösen/areligiösen Normen zu richten und sich derartige Gedanken zu machen, und auch, was war der Anstoß des Gedankens? Weiters geht es hier nicht um einen Seelen-Striptease sondern darum, dass man dir besser antworten kann, wenn deine Gedankengänge nachvollziehbar sind. Es könnte spannend werden zwingern

Hi Andreas , ich beantworte jede Frage , die ich beantworten kann .

Ich bin mit ca. 30 aus der ev. Kirche ausgetreten , weil ich mit der Kirche nicht mehr einverstanden war und heute bin ich es noch viel weniger .

Die Lehre der Kirche und auch die der Bibel ist grösstenteils falsch - noch etwas mehr die anderen Religionen .

Meine einfache Erkenntnis habe ich nach 6 Jahren intensiver Suche in Religionen und dieser Welt (Naturwissenschaft , Geschichte) gefunden .

 

#6

- admin -

Köln, Deutschland

Ohne jeden Zweifel kann jeder bildungsfähige und wissenshungrige Mensch auf diesem Wege (mandens Suche) zu Erkenntnissen finden, welche ihn dem Wege der Wahrheit sehr nahe zu bringen geeignet sind. Immer wieder in den vergangenen Jahrtausenden, stießen selbst die uns als besonders weise und hochgebildet überlieferten philosophischen Größen verschiedener Kulturkreise auf den Hintergrund, der jeglicher Religion als Basis einer sich dann verselbständigenden Entwicklung diente. Ganze Jahrhunderte gerieten in einen regelrechten Bann der Überlieferungen des Ur-Weisen Djehuti, welcher von den Griechen als Thot oder Hermes Trismegistos benannt wurde, von dem ausgehend sich die Weisheit und die Wahrheit des Einen über die Zeiten und Völker  verbreitete. Solon, Pythgoras, Herodot, Hekataios und Diodor berichten bereits davon, dass der Ursprung aller Religion in Ägypten liegt und alle Weisheit sich auf Thot gründet. Große Kirchengelehrte gestanden in ihren Schriften, nicht ohne immer wieder geäußerte Zweifel an der eigenen Lehre, das es die Ägypter waren, die den wirklichen "Logos" und die heiligste Wahrheit bewahrten. Solche Hinweise finden wir  bereits bei Origenes, Clemens von Alexandria und anderen und erkennen eine literarische Fortführung durchgehend bis zu Spinoza, dessen Lehre und Ethik  wohl als "ägyptisch" zu bezeichnen wäre. Hier könnten wir noch viele bekannte Namen einreihen und insbesondere in der Zeit der Aufklärung einen regelrechten Run auf "das Ägyptische" erkennen. Der Schriftsatz des Jamblich an Abammon konnte die Fantasie der Philosophie nicht ruhen lassen: "In den Tiefen der Tempel der 'Isis  findet man, umgeben von Pfeilern aus Lampen, jede dieser verehrungswürdigen Stelen, von denen ich jetzt reden will, welche beschriftet sind in hieroglyphischen Zeichen mit den Urgeheimnissen der Menschheit und der ägyptischen Weisheit. (...) Von diesen Pfeilern und den dort bewahrten heiligen Büchern leitet sich alle Philosophie und Wissenschaft der Welt her." Warum aber haben das Christentum und später der Islam versucht alle diese Spuren zu vertilgen und dem Angesicht der Menschen zu entreißen?

Geheim an Verwandlungen, funkelnd an Erscheinungsformen,

wundertätiger Schöpfer, reich an Gestalten!

Alle Götter der Menschen rühmen sich seiner,

um sich mit seiner Schönheit so zu erhöhen,

wie er göttlich ist.

Er ist der Große in Heliopolis,

Atum, der aus dem Nun hervorkam, um die Geschichte zu leiten.

Einzig ist er der EINE der sich verborgen hält,

der sich selbst vor den Göttern der Menschen verhüllt,

so dass man sein Wesen nicht kennt,

er ist ferner als der Himmel, tiefer als die Unterwelt,

niemand kennt seine wahre Gestalt,

sein Bild wird nicht entfaltet in den Schriftrollen,

man lehrt nicht über ihn außerhalb des Tempels.

Er ist zu geheimnisvoll, um seine Hoheit zu enthüllen,

er ist zu groß, um ihn zu erforschen,

zu stark um ihn zu erkennen.

Er der selbst seinen Namen verbirgt wie sein Geheimnis,

blickt er doch auf die Menschen

und keiner ist, den er nicht kennt

und hört auf Millionen von Millionen von ihnen,

ohne dass es eines Lautes bedarf.

(Tempelinschrift Heliopolis-Stele)

 

Frá Sumedha Gupta

Ritter des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

#7
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Unbekannt

Gelöscht

Hi Sumedha , der ägyptische Schöpfergott Atum ist meiner "Schöpfer" - erkenntnis näher als der christliche Gott .

Aber was die zugehörige Religion betrifft , wieder etwas weiter weg  - und damit meine ich die wesentlichen Aussagen von Jesus :

die Liebe zum "Schöpfer" ( den er nicht ganz richtig erkannt hat ) und die Liebe zum Mitmenschen ( wo er ein menschenunmögliches

Gebot (aus dem AT) genommen hat ) .

Mich würde in Stichpunkten interessieren , was Du glaubst  .  Meine Erkenntnis kennst Du bereits weitgehend . Danke .

 

 

#8

- admin -

Köln, Deutschland

Deine Aussage über "die Religion" des Atum verwundert uns nun doch - woher hast du Kenntnis über seine solche? Der Tempel spricht niemals über eine Religion des Atum - allein der Begriff ist so negativ konnotiert, dass der Gebrauch für diese Lehre absolute Abwertung suggerieren könnte. Aber genau das würde dem Streben des Tempels zuwiderlaufen. Alle Templer sind Anhänger der Lehre Atums und Glieder der Gemeinschaft der Meister des Tempels - der Orden ist eine Einrichtung dieser Gemeinschaft. Nicht dass dies Pflicht wäre - es ist die logische Folge die sich aus der Auseinandersetzung mit dieser Lehre ergibt. Die  rabbinische Lehre des Juden Jeshua, den die Griechen Jesus benannten ist zu deutlich anthropozentrisch orientiert -  hinter all dem Gesäusel von Liebe verbirgt sich ein Menschenbild welches den Sapiens auf Augenhöhe zu Gott zu bringen sucht.

Die Übertragung des Konzepts „auf Augenhöhe“ auf die Gottesbeziehung liegt natürlich nahe, zerstört aber den unendlichen Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf. Selbst wenn diese Konsequenz nicht unabwendbar war (also den Kirchenvätern und insbesondere Paulus keineswegs Böswilligkeit unterstellt werden soll), führte das Zusammenspiel mit anderen theologischen Tendenzen de facto doch zu einer Entgöttlichung und „Humanisierung“ Gottes.

Auch ist natürlich das der christlichen Lehre immanente persönliche Lebensziel > in den Himmel zu kommen <, als Heilsindividualismus zu verurteilen. Denn Heil, personal gedacht, ereignet sich als vollendetes Mensch-, das heißt Personsein, und damit nur innerweltlich, zwischenmenschlich und damit gesellschaftlich,  durch Dialog und Caritas. Folglich ist auch jegliches kontemplatives Leben “heilsindividualistisch” und abzulehnen.

Schließlich ist Wahrheit dann auch nicht mehr objektiv in der von Gott gegründeten Naturordnung zu finden – die Natur hat ja im christlich orientierten und manifestierten Personalismus überhaupt keinen Ort mehr – sondern eben im zwischenmenschlichen Austausch, dem Dialog, der selbst (und damit auch seine Regeln) plötzlich als das eigentlich Heilige erscheint.

Drastisch ausgedrückt handelt es sich dabei aber um nichts anderes als eine Vergötzung, eine Verabsolutierung von etwas Geschaffenen, einen Tanz um das Goldene Kalb – um Glaubensabfall.

Frá Sumedha Gupta

Ritter des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

#9

Jamie

, Schweiz

"Deine Aussage über "die Religion" des Atum verwundert uns nun doch - woher hast du Kenntnis über seine solche? Der Tempel spricht niemals über eine Religion des Atum - allein der Begriff ist so negativ konnotiert, dass der Gebrauch für diese Lehre absolute Abwertung suggerieren könnte."


Manden meint bestimmt die Pyramidentexte, bzw. die ägyptischen Totentexte. Er weiss noch nicht, dass der Tempel sich auf das Buch der Weisheit des Djehuti beruft. Vielleicht könnte man ihn da besser aufklären.

 

#10
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Unbekannt

Gelöscht

Hi  Sumedha , den Begriff Atum habe ich aus Deinem Beitrag - und dann im Internet näheres über den urägyptischen Schöpfergott

nachgelesen . Ich teile weitgehend , was Du über den christlichen Glauben äusserst .

Aber bitte mal einige einfache , klare Statements über deinen / euren Glauben .

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