#1
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Bruder Pio

Gast

Es ist nicht mehr zu übersehen, dass über der EU die Pleitegeier kreisen. Diese Pleitegeier kommen über Europa aus Griechenland, Irland, Portugal, womöglich demnächst auch aus Spanien, und Bulgarien und Rumänien werden damit auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.Die zuständigen Politiker haben die Finanzkatasprophe nicht zu ertragen , nein, es wird alles auf dem Steuerzahler abgewälzt.Das ganze System der Pleitenkarschierung ist ein schlagender  Beweis, welche Fehlkonstruktion die EU ist.Arg wird es erst richtig, wenn die Schuldnerstaten nicht zurückzahlen können oder wollen.Der Euro hinkt auf sehr wackeligen Beinen.Die Politiker mögen wohl die öffentliche Misere schönreden, täuschen können uns diese Damen und Herren trotzdem nicht mehr.Merkel erklärt folgendes, man fasse sich auf dem Kopf,aeg.hammer.gifdie Irland Hilfe diene zur Stabilisierung des Euro, während sie gleichzeitig die ersten empfindlichen Kursverluste hinnehmen muss.Hochverschuldete Staaten werden zudem noch geschröpft.Der Bürger bleibt auf der Strecke.Das finde ich sehr wichtig zu sagen.Die tun mir leid.

Bin kein Experte, aber der EU Moloch begibt sich immer mehr auf Glatteis. Wer hilft bitte uns, wenn wir am Ende sind? Die Politiker?

Wenn es soweit ist, dann ist die EU bankrott.

Wer stemmt sich den Abgrund und den finanziellen Chaos entgegen? Wo ist der rettende Anker?

 

 

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#2

- admin -

Sydney, Australien

 

Bevor wir näher auf Bruder Pio`s Beitrag eingehen hier einige Schlagzeilen namhafter Medien der letzten zwei Tage. Was können wir aus diesen Veröffentlichungen wirklich an Information nutzen?

Sind die Politiker und die von diesen abhängigen Institute wirklich so dreist, dass inzwischen ohne jeden Skrupel bewusste Fehlinformationen verbreitet werden, oder ist die breite Masse inzwischen derart Bildungsfremd aufgezogen und erzogen, dass sie die allgemeine, gesteuerte Volksverdummung nicht mehr registrieren können. Erleben die Notverordnungen der Weimarer-Republik ein unerwartetes Comeback? Was sollte der zukunftsorientierte Bürger daraus an Konsequenzen ableiten?

Arbeitskosten gesunken wie noch nie!“

„Inflation auf Höchststand seit 2 Jahren.“

„Agrarexporte auf Höchststand.“

„Auftragseinbruch in der deutschen Industrie um 4,6 %.“

„Heizölpreise steigen um 13 %.“

„Stromkosten werden um bis zu 10 % steigen.“

„Verbraucherpreise auf niedrigstem Stand seit 2008.“

Brüderle hebt Konjunkturprognose an.“

„Das Weihnachtsgeschäft boomt. Die Kassen klingeln.“

„Verbraucher im Kaufrausch. Weihnachtsausgaben deutlich erhöht gegenüber Vorjahr.“

„Finanzminister der EU und IWF beraten über europäische Schuldenkrise.“

„Brüderle fordert Banken auf die Kreditbewilligung zu erhöhen, die Bewilligung zu beschleunigen und freizügiger zu entscheiden.“

„Bundesschatzbriefe nicht mehr in gewünschter Höhe auf dem Finanzmarkt absetzbar. Kreditnachfrage des Bundes nicht zu befriedigen.“

„EU-Finanzminister beraten über Auflage von „Europa-Schatzbriefen.“

Frá Alain Maria de Rochefort

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

#3

Dennis

Biere, Deutschland

Zitat: Sind die Politiker und die von diesen abhängigen Institute wirklich so dreist, dass inzwischen ohne jeden Skrupel bewusste Fehlinformationen verbreitet werden, oder ist die breite Masse inzwischen derart Bildungsfremd aufgezogen und erzogen, dass sie die allgemeine, gesteuerte Volksverdummung nicht mehr registrieren können.

Zu den Politikern würde ich sagen, auch nach so langer Zeit des Artikels, das sie dreist sind aber auch selbst bildungsfremd, was auch gleichzeitig auf das Volk zutrifft. Und nicht nur hier in Deutschland oder der EU, sondern eben über den kompletten Globus.

Wir haben uns, ich und meine Freundin, in letzter Zeit gefragt, warum so viele ihrer Arbeitskollegen einfach so Kredite kriegen für Haus und Hof bekommen, was die obige Aussage zu den Kreditbewilligungen unterstützt. Hier haben wir auch mitbekommen, das man Kredite wenn man sie online beantragt schneller und häufiger bewilligt werden als die die man im direkten Bankgespräch erhält.

Das die Preise für sämtliche Güter steigen ist wohl auch sichtbar, da dieses jedes Jahr "angeglichen" wird...aber woran?

Ich denke nicht das es einen rettender Anker geben wird, eher wird der eine den anderen übernehmen und durch seine Vorgaben ersetzen. So wie es eben die EU mit anderen Staaten getan hat. Spinne ich ein bisschen weiter wird es auch hier in Deutschland auf den Straßen unangenehmer werden.

Ich finde es auch immer wieder komisch, das gerade zu Weihnachten das Geschäft boomt. Es wird gekauft ohne Sinn und Verstand und die Werbetrommel wird dabei auch kräftig gedreht sodass die Geschäfte selbst an Sonn- und Feiertagen geöffnet sind. Und dann wundern sich die Menschen, warum die Verkäufer so griesgnasselig sind.

Ich betrachte die Welt zur Zeit mit anderen Augen, was nicht immer einfach ist, aber ich bemerke Tag für Tag, das wir nur Materielle Dinge achten und in einen Kauf"rausch" verfallen...ist das die Ersatzdroge für Glück?


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Dennis« (24.01.2016, 13:17)
#4

Frá Arkesh

Udaipur, Indien

Mario Draghi gefährdet das Eigentum der Bürger Mittel- und Nordeuropas durch fahrlässige Währungspolitik!

Die EZB hat den Zins auf Null und damit die Prinzipien des Marktes außer Kraft gesetzt. Risiko ist kostenlos, Sparen ist sinnlos. Mario Draghi steht an einer Grenze: Der nächste Schritt wäre fatal. 

EZB-Chef Mario Draghi hat das getan, was für Ökonomen eigentlich das Eingeständnis völliger Hilflosigkeit in den Fragen der Konsolidierung der Währung ist: Der Leitzins im Euroraum beträgt ab sofort 0,0 Prozent. Das ist im wahrsten Sinne beispiellos in Europa.Wem bisher noch nicht bewusst war, dass wir uns in einer ökonomischen Ausnahmesituation befinden, der dürfte spätestens jetzt aufschrecken. Denn die Geldinstitute des Euroraums können sich ab sofort Geld bei der Notenbank pumpen, ohne dafür auch nur einen Cent zahlen zu müssen. Die EZB hat im Wesentlichen drei Maßnahmen beschlossen: Sie senkt den Leitzins auf 0 Prozent. Gleichzeitig erhöht sie den monatlichen Betrag für den Kauf von Anleihen bankrottgefährdeter Staaten von 60 auf 80 Milliarden Euro. Außerdem verpflichtet sie Banken, künftig 0,4 Prozent Strafzinsen auf Einlagen zu zahlen. Dieser Satz lag bislang bei 0,3 Prozent.

Diese Entscheidung der EZB wird vom Wirtschaftsrat des Tempels scharf kritisiert. Tatsächlich hat sich die EZB dazu entschlossen den konkursgefährdeten Banken Südeuropas Langfristkredite zu einem negativen Zins von 0,4 Prozent zu geben. Das beweist einmal mehr, dass sie eine fiskalische Umverteilungspolitik zur Rettung von Zombiebanken und konkursreifen Staaten betreibt. Diese Umverteilungspolitik ist tatsächlich keine Geldpolitik, und tatsächlich fällt es der EZB immer schwerer, sie als eine solche zu verkaufen. Hier wagt sich die EZB immer weiter über die Grenzen ihres Mandats hinaus und betreibt massive Umverteilungspolitik zu Lasten der noch „wohlhabenden“ Mittel- und Nordeuropäer.  

Die Staaten, die seit Jahren über ihre Verhältnisse gelebt und abgewirtschaftet haben werden jetzt dafür sogar noch belohnt. Träumer mögen da ans Schlaraffenland denken. Für Realisten ist es dagegen ein schrilles Warnsignal. Schließlich ist der Zins definitionsgemäß der Preis, der für die Überlassung fremden Kapitals zu zahlen ist. Er signalisiert damit die Knappheit und den Wert dieses Gutes. Fällt dieser Preis auf Null, ist das Gut faktisch wertlos. Ökonomisch betrachtet bedeutet dies tatsächlich einen ungeheuren Betrug im internationalen Warenaustausch und eine vorweggenommene Enteignung der Bürger. Nur sind unsere Euro-Noten nach der Entscheidung der Zentralbanker tatsächlich nicht ohne Wert, solange dieses Zahlungsmittel noch Abnehmer, also Akzeptanz im Warenaustausch genießen kann . Aber die Gesetze des Marktes, wie sie Generationen von Wirtschaftsstudenten gelernt haben, sind außer Kraft gesetzt. Wer Geld ohne Gegenleistung verleiht, verzichtet auf jeden Ausgleich für die Risiken, die er damit eingeht. Er fördert damit gegebenenfalls selbst abenteuerliche Investitionsentscheidungen. Und umgekehrt verliert das Sparen in einem solchen Umfeld jeden Sinn – zumindest in Form von Geldguthaben. Die alten Prinzipien, dass belohnt wird, wer Risiken übernimmt und Vorsorge trifft, werden damit infrage gestellt.

Natürlich weiß auch die Europäische Zentralbank um die enormen Risiken einer solchen Geldpolitik. Dass die Währungshüter ihren Kurs in Richtung monetärer Terra Incognita dennoch unbeirrt und sogar beschleunigt fortsetzen, zeugt von zunehmender Verzweiflung. Anlass dazu haben sie genug. Die von ihnen seit Jahren forcierte Niedrigzinspolitik hat sich bisher als weitestgehend wirkungslos erwiesen. Weder hat sich die Inflationsrate auch nur in Richtung der angezielten Zwei-Prozent-Marke bewegt, noch haben sich die Kreditvergabe oder das Wirtschaftswachstum im Euroraum nennenswert belebt. Ganz abgesehen davon, dass sich als unschöner Nebeneffekt die Kreditrisiken im Bankensektor deutlich erhöht haben und die Profitabilität der Geldhäuser massiv unter Druck geraten ist. Ein Erfolg hat sich also nur aus Sicht der Schuldenstaaten in Europa eingestellt, die ihre Reformbemühungen angesichts günstiger Refinanzierungsbedingungen weitestgehend einstellen konnten. Die Streitereien auf politischer Ebene um Refinanzierung und unsinniger Kreditgewährung erscheinen so als dramaturgisch wohl durchdachtes Schauspiel zur Besänftigung der öffentlichen Meinung.

Jetzt werden die Geldhähne – und zwar gleich an mehreren Stellen – noch weiter aufgedreht. Die EZB will damit ihre Handlungsfähigkeit demonstrieren und riskiert damit den weiteren rapiden Vertrauensverlust. Denn die Gefahr, dass es auch diesmal nicht zu einem richtungsändernden Impuls kommt, ist mehr als nur immens. Die schwachen Inflationserwartungen beruhen tatsächlich maßgeblich auf den niedrigen Energie- und Rohstoffpreisen. Diese sind von der EZB nicht zu beeinflussen. Auf diesem Feld agieren Kräfte, welche sich außerhalb politischer Beeinflussung bewegen und deren Akteure über die Dummheit der Währungshüter nur mitleidig lächeln können. Und die Erwartung, dass die zunehmend um ihre Ertragslage ringenden Banken ausgerechnet in einem für sie noch schlechteren Umfeld ihre Kreditvergabe massiv ausweiten, ist mehr als weltfremd.

Was wird dann kommen? Entweder die Einsicht, dass es so nicht geht. Die Notenbanker müssten dann bei einer geldpolitischen Kehrtwende allerdings das Risiko einer längerfristigen Anpassungskrise in den europäischen Volkswirtschaften mit längst fälligen Wachstumseinbrüchen und Massenarbeitslosigkeit in Kauf nehmen. Oder sie steuern weiter auf einen monetären Regimewechsel zu. Ein Showdown, bei dem ein konkretes Inflationsziel notfalls durch unlimitierte Geldschöpfung durchgesetzt oder die fortgesetzte weitreichende Übernahme von Staatsschulden durch die Notenbank umgesetzt wird. Das bisherige Finanz- und Währungssystem wäre dann nicht mehr das gleiche. Ein Zurück in die geldpolitische Normalität der vergangenen Jahrzehnte gibt es dann nicht mehr. Es läuft auf eine dermaßen weitreichende Enteignung aller Bürger hin, wie man sie bisher nur aus dem bolschewistischen Russland im vorigen Jahrhundert kennt.  

 

 

#5

Dennis

Biere, Deutschland

Irgendwann, irgendwo hier im Forum hatte ich vor längerer Zeit angedeutet, das es zu Enteignungen des Eigentums kommen könnte. Dies verneinte der Tempel. Welche Enteignung für Bürger werden hier gemeint?

Wer hat hiervon einen Vorteil? Ich meine nicht die bankrotten Länder, sondern eher Hintermänner. Gibt es solche? Oder ist solch ein Geschehen die Auswirkung des prozentual-digrammischen Welt-Geld-Denkens?

3% stürzen ein Land in den Ruin und 0,3% eine EU? Ich finde das ganz schön lächerlich. Und diese Schlipsträger denken sie können Länder oder Kontinente beherrschen. Ich sollte wieder anfangen meine Arbeit in Materialen einzutauschen - Brot für Anstrich und Anstrich für Brot.

Aber mal ne Frage. Hat der Orden, als er das Bankwesen mit eingeführt hat, nicht selbst Geld ohne Zinsen verliehen?

Zur Zeit kann ich wirklich nur noch den Kopf schütteln.


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#6

Frá Arkesh

Udaipur, Indien

Zitat von: SOL demiurg

Irgendwann, irgendwo hier im Forum hatte ich vor längerer Zeit angedeutet, das es zu Enteignungen des Eigentums kommen könnte. Dies verneinte der Tempel. Welche Enteignung für Bürger werden hier gemeint?

Wer hat hiervon einen Vorteil? Ich meine nicht die bankrotten Länder, sondern eher Hintermänner. Gibt es solche? Oder ist solch ein Geschehen die Auswirkung des prozentual-digrammischen Welt-Geld-Denkens?

3% stürzen ein Land in den Ruin und 0,3% eine EU? Ich finde das ganz schön lächerlich. Und diese Schlipsträger denken sie können Länder oder Kontinente beherrschen. Ich sollte wieder anfangen meine Arbeit in Materialen einzutauschen - Brot für Anstrich und Anstrich für Brot.

Aber mal ne Frage. Hat der Orden, als er das Bankwesen mit eingeführt hat, nicht selbst Geld ohne Zinsen verliehen?

Zur Zeit kann ich wirklich nur noch den Kopf schütteln.

Zu den rot markierten Punkten bitten wir um nähere Informationen und Ausführungen. Deine Frage ist einfach zu beantworten: Der Orden hat niemals Geld verliehen ohne dafür Zinsen zu erheben. Der über Jahrzehnte festgelegte Zins betrug 3 %. In der Zeit nach dem WW 2 wurde dieser Zins auf 3 % über dem Zinssatz der Zentralbanken festgelegt - der Zentralbankzins lag "normalerweise" immer um 0,5 Prozentpunkte über der Höhe der tatsächlichen (bereinigten) Geldwertverluste eines Wirtschaftsjahres. Zins ist der Preis für die vorübergehende Nutzung fremden Geldes. 


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Arkesh« (11.03.2016, 20:51)
#7

Dennis

Biere, Deutschland

Guten Morgen Frá Arkesh

Zum ersten Absatz:

Vor knapp über einem Jahr, hier im Thread, schrieb ich: Aber im Moment sehe ich da weder das gebrauchte Geld noch die gebrauchte Zukunft dafür. Wie lange wird wohl mein Haus auf "Deutschlands Boden" stehen "dürfen", bevor es zwangsenteignet wird...für was auch immer.

Ist eine Vertreibung durch Angst- und Panikmache nicht ähnlich einer Zwangsenteignung?

Ich unterhielt mich gestern mit einem Arbeitskollegen der mich am Morgen auf den Leitzins ansprach. Dessen Nachbar arbeitet bei einer Bank und erklärte ihm vor längerer Zeit folgendes(für Laien): Dieser Minusbereich der Zinsen, also der Strafzins, wird den Banken abgezogen. Dies kann sich dann soweit ausweiten, das Sparguthaben von Bürgern ebenfalls in diesen Minusbereich fällt und es dem Sparer abgezogen wird. Es soll die Wirtschaft in dem Maße „angekurbelt“ werden, das der Bürger kaufen kaufen kaufen soll obwohl der Markt, oder hier der Bürger, übersättigt ist.

Zum dritten Absatz:

Diese Aussage bezog sich weniger auf korrekte Zahlen. Die Anleihe für Deutschland betrug 23% und ist nun bei 20% und der Leitzins wurde von 0,3% auf 0,0% gesenkt. Das war der Sinn der Zahlen. Was ich aber damit meinte war dieses prozentuale Zahlendenken!

Wir leben in einer digitalen Welt voller Zahlen und kryptischer Buchstabenfolgen. Auf Märkten wird nicht mehr mit Waren gehandelt die in der Auslage liegen, sondern mit hypotetischen Digitalwaren und expertisen Diagrammen die allesamt auf Sekundengenauheit vorberechnet werden obwohl dies realistisch gesehen gar nicht machbar ist.

Ein digitaler Wert von 0,3% kann ein System zum Einsturz bringen was aber von den 0,3% gar nicht abhängig sein müsste, eigentlich gar nicht ist. Es wird mit Waren gehandelt die zum Zeitpunkt des Handelns noch nicht existieren. Man schreibt Waren Werte zu, die diesen Wert nicht besitzen.

Zum zweiten Absatz:

Diese Warenwerte werden von Menschen bestimmt, die dadurch den kompletten globalen Markt bestimmen. Da geht es dann nicht um 100 Tonnen Weizen der theoretisch geerntet werden müsste um den gehandelten Warenwert zu erreichen, sondern nur um das theoretische Schätzen ob diese 100 Tonnen Weizen erreicht werden oder nicht. Dies dient aber nur dem, der mit dem Schätzen sein Geld verdient und nicht dem, der die geschätze Ware von den Äckern holen muss.

Die Hintermänner die ich meine sind diejenigen, denen es egal ist wie die 100 Tonnen Weizen zustande kommen, hauptsache die gehandelten digitalen 100 Tonnen Weizenaktien werden verkauft oder gehandelt.
Wer dann hier bis ins kleinste Detail durchsteigt, kann den Markt für seine eigenen Vorteile nutzen um ein sehr gutes kurzes Leben zu führen. Aber auch durch bestimmt gezieltes Handeln und „verhandeln“ den Markt lenken und somit die Wirtschaft und sogar durch diese Prognosen ein bestimmtes Ziel im Denken des Menschen heraufbeschwören.

Der Wert des Geldes:

Geld ist in unserer Gesellschaft mehr wert als der Weizen, obwohl der Weizen mehr Wert besitzt als das Geld.
Hier im Thread schrieb ich: Sollte man einen Buschmann Geld anbieten? Sollte man ihm erklären, das Geld Reichtum bedeutet?

Die Verteilung des Geldes hat eine Form angenommen, die nur demjenigen dient der Reichtum ausleben will. Es wird mit Geld um sich geworfen wie die Bonse zum Karneval in Köln.
Das süße Leben wird auf eine Art und Weise dargestellt, das nur durch Kampf zu gewinnen ist. Man erfindet Dinge, die das Auffangen des Geldes erleichtern um es dann wieder denjenigen zurückzugeben die es geworfen haben.

Es geht nicht immer nur um das Geld, sondern eher darum wie jeder am leichtesten durchs Leben lebt. Für diejenigen die Geld besitzen ist die Frage, wie diese das Geld halten und vermehren können, im Sinne von „das Geld muss arbeiten, muss sich vermehren“
Der Fokus ist nicht mehr auf das Überleben gerichtet, sonder auf das Über-Leben

Eine Union, eine Vereinigung, sollte doch die Aufgabe haben, das zumindest diese Union in einem Sinne zusammenarbeitet, das von oben nach unten und dadurch von unten nach oben das Leben insoweit geregelt ist, das in dieser Union das Leben lebenswert ist. Das nicht nur für den digitalen Warenhändler sondern auch für den realen Warenhändler. Solange sich aber eine Union untereinander nicht einig ist, ist sie auch keine Union und dadurch natürlich angreifbar.
Aber die Geschichte zeigt ja immer den gleichen Ablauf. Durch Reichtum entsteht Neid, aus Neid entsteht Hass, aus Hass entsteht Wut und aus Wut entsteht Reichtum.


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#8

Frá Arkesh

Udaipur, Indien

Was aber haben alle deine Einwände und Meinungen mit dem Thema Europa und Währungspolitik zu tun? Die Reichtum - Neid Diskussion ist sicher ein eigenes Thema, die dadurch angestoßene Umverteilungsdebatte möglichen Lösungsansätzen nicht ansatzweise förderlich. 

#9

Dennis

Biere, Deutschland

Was aber haben alle deine Einwände und Meinungen mit dem Thema Europa und Währungspolitik zu tun?

Aus welchem Verhalten heraus entsteht denn Wärungspolitik? Warum muss denn, oder wird denn Währungspolitik gehalten? Doch nur daraus, wie man am Verhalten der momentanen Lage erkennt, das die Wenigen viel wollen und die Vielen wenig bekommen.

Das Augenmerk oder der Fokus ist nicht auf das Wesentliche gerichtet, sondern immer nur darauf wie man das eigene Leib und Wohl (meist von den wenigen Staatsoberhäuptern) aufrecht erhält.

Hier geht es doch nicht um das Volk das den Ertrag erarbeitet, sondern um Schlipsträger und Fachstudierte die mit theoretischem Wissen „angeblich“ Gutes für Alle wollen. (Hier kommt aber auch der Spruch mit dem Kamm zum tragen)

Ein Staatsoberhaupt hat doch keine Macht über den Waren- oder Währungsmarkt, sondern diejenigen die damit tagtäglich umgehen und aus diesen Reihen kommen dann „Informationen und Ratschläge“ auf die das Staatsoberhaupt reagieren kann, muss, soll oder darf.

Ich bezweifle das der Bauer auf dem Acker, dem der Lohn gebührt, weniger zur Politik beitragen könnte als jeder studierte und über Bücher wälzende (Fach)Theoretiker der das kleinste Korn unter die Lupe nimmt und es dafür benutzt um es ins Ausland schicken zu können um damit auch noch den letzten Rest des Geldes auspresst und sich dann hinstellt und sagt er habe „die Lösung“ für alle Probleme gefunden den Welthunger zu beseitigen. Und wo kommt das Korn an? In irgendeiner Wodkafabrik, da man damit mehr Geld machen kann.
Es fehlt an Zusammenarbeit, an Zusammen(ge)hörigkeit auf allen Ebenen.

Es werden milliarden an Geldern zusammengetrieben und in Projekte gesteckt, die immer nur dann ausgegeben werden, wenn die Kacke am dampfen ist. In den Zeiten wo es allen gut geht, werden solche Projekte nicht gestartet.

Europa (Union) existiert vielleicht auf dem Papier in irgendeinem Atlas, aber nicht in den Köpfen der Menschen. Hier in Deutschland wird noch immer in Ost und West aufgeteilt, was man allein an den Verdiensten der Bürger erkennt. Es existiert keine (Ver)Einigung unter dem Volk sondern nur in den Köpfen der politischen Kräfte, die immer nur dann wirklich aktiv werden wenn sie um ihre Stellung kämpfen müssen.

Aber was weiß ich schon...ich bin Tapezierer und habe den Kleister in der Hand, bin also nur ein Bauer im großen Spiel der Eitelkeiten.

PS: Hier gibt es mit Sicherheit mitlesende Gäste die mehr zu diesem Thema beitragen könnten, aber wie es so üblich ist wird hier geschwiegen, man könnte ja etwas falsches sagen oder nicht mehr das Ansehen bekommen, was man mit (geheimnisvollen) Schweigen und einem Lächeln erreicht. Oder ist die Angst schon so groß, das die Taschen nicht mehr nur mit Geld gefüllt sind?


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#10

Frá Arkesh

Udaipur, Indien

Du denkst völlig falsch und bist zu stark indoktriniert von politischen Thesen und Hetzparolen, welche mit dem Währungsproblem nur ganz peripher zu tun haben könnten. Hier geht es nicht um Kapital welches in Händen weniger zu Zwecken missbraucht werden könnte, die der Idee des Kapitals zuwider laufen könnten. Europa hat da ein ganz anderes Problem – es geht um Geld welches überhaupt nicht existiert, von dem man aber den Verbrauchern, ja selbst den Kapitalisten glauben machen will, das dadurch alle Probleme der Wirtschaft, der Finanzwelt und der Verbraucher ausgeräumt werden können. Nicht Kapitalisten haben hier die Spitze der Pyramide besetzt, sondern Politkasten aus wenigen nach Macht strebenden Figuren an der Spitze von Parteien, denen die Belange der vertretenen Völker völlig in den Eigeninteressen verloren gehen.


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Arkesh« (12.03.2016, 17:37)
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