#1

andreas

, Schweiz

Gutes Neues Jahr, allerseits!

Das Jahr 2020 hat gleich mal mit einem Paukenschlag begonnen. 

Die Amerikaner haben den iranischen General Soleimani, per Drohnenangriff zu seinem Allahgott geschickt. Die Reaktion aus Teheran kam erwartet prompt, in Form von lautstarken Drohungen. Man kann aber erwarten, dass da noch etwas Konkreteres kommt, also ein Racheakt. Aber die Mühlen der Mullahs mahlen zuweilen etwas behäbig.

Inzwischen trendet bei Twitter der Hashtag #WWIII top, denn die Millennials, die den Kalten Krieg nur von Hören-Sagen kennen, geraten bekanntlich sehr leicht in Panik und befürchten bereits den Dritten Weltkrieg. Wir etwas lebenserfahreneren Herrschaften lehnen uns erstmal zurück und machen eine Tüte Chips auf.

Die "Experten" (für mich zuweilen ein Schimpfwort) malen düstere Szenarien und meinen, das hätte der böse Donald mal besser unterlassen.

Ich schreibe das alles natürlich nicht ohne Hintergedanken und wünsche mir eine Einschätzung des Tempels zur Lage USA vs Iran. 

 

 


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »andreas« (03.01.2020, 21:51)
#2

Frá Danhui

Singapore, Singapur

#3

Frá Danhui

Singapore, Singapur

 

 

Qāsem Soleimānī war ein herausragender Soldat und Stratege, der dem iranischen Revolutionsführer in völliger Loyalität zur Seite stand. Er hatte sich bereits früh den Unterwanderungsaktivitäten des Iran auf Seiten des Großayatollah angeschlossen und erhielt so Zugang zu den obersten Kreisen nach der Machtübernahme durch Ruhollah Chomeini. Er entwarf die Strategie zur Errichtung eines iranischen Großreiches auf der Basis der Strategie der fatimidischen Revolution um die Mitte des neunten Jahrhunderts. Diese Strategie wurde von ihm den Möglichkeiten der Jetztzeit angepasst – nicht allein wirtschaftlich und technisch, sondern vor allem in der abstoßenden, unmenschlichen Rücksichtslosigkeit, Brutalität und Blutrünstigkeit politischer Fanatisten. Es war nicht sehr schwer der Blutspur seines Lebens auf den Fersen zu bleiben. Er nutzte die Möglichkeiten der Quds-Brigaden und deren Unterstützungskräfte zum Aufbau eines weltweiten Unterwanderungsorganismus, dessen Ausmaß das der allgemein verdächtigen Nachrichtendienste der Großmächte bei weitem in den Schatten stellt und rüstete diesen mit den modernsten IT-Möglichkeiten der Jetztzeit aus. Hierbei erhielt er rege Unterstützung durch russische und chinesische Kräfte, denen der fanatische Hass des Revolutionsführers auf die USA äußerst hilfreich in der Verfolgung eigener Interessen ist. Der menschenverachtende Terrorismus, der derzeit von islamischen Kräften und Bewegungen in die Welt getragen wird, hat in den meisten Fällen seinen Ursprung in Aktivitäten von Einheiten und Kräften dieses Massenmörders, der im Auftrag der Mullahs Leid und Unheil über die Menschheit brachte. Er war ein Feind nicht nur der der westlichen Zivilisation. Er stand für den auch in Deutschland selbst politisch vertretenen und verbreiteten, unerträglichen Gedanken, dass Massenmörder sicherer und unantastbarer leben, ja selbst als Gesprächs- und Verhandlungspartner akzeptiert werden, je mehr Menschen sie mit staatlichem Rückhalt ermorden. Seine Blutspur führt in Nordafrika von Nigeria über Mali, Sudan, Uganda, Tschad, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Saudi-Arabien, Jemen, Bahrain, Kuweit, Irak, Syrien, Libanon bis in die Türkei, den Kaukasus, Afghanistan und Pakistan bis zu den Philippinen und kein europäisches Land war vor den Kräften seiner Spezialisten sicher. Die Massenmorde in Syrien, hier vor allem in Homs und Aleppo, wo blutrünstige islamische Milizen von Tür zu Tür gingen und Zivilisten exekutierten, gehen auf sein Konto. Die massiven Terroranschläge im Irak entsprangen seinen Vorstellungen und Ideen einer Zeitenwende zur Vorbereitung des neuen islamischen Universalreiches und der Einleitung der Rückkehr des Mahdi, welche vom Revolutionsführer Ali Chamenei bereits mehrfach angekündigt wurde.

Sein gewaltsames und überfälliges Ende setzt nicht dem globalen Terrorismus ein Ende, aber trotzdem geht eine kraftvolle Botschaft von seinem Tod aus: der amtierende US-Präsident Donald Trump hat Grenzen deutlich gemacht, die nicht weiter überschritten werden sollten.

Diese Fanatisten mögen Schwächere und Verzweifelte quälen, foltern, drangsalieren, terrorisieren können, aber sie können sich ihres Lebens nicht mehr sicher sein, sondern sich höchstens in Löchern verkriechen und hoffen, dass man sie nicht finden wird. Und wenn sie behaupten, sie würden den Tod nicht fürchten, dann lügen diese Schlächter – sie sind Feiglinge, die den westlichen Lebensstil, das süße, verschwenderisch korrupte Leben des ungebremsten Konsums lieben. Noch mögen sie als Helden und Vorbilder Verwendung finden – aber die Maske wird ihnen vom Gesicht gerissen und ganze Systeme werden fallen.

 

 

 


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Danhui« (05.01.2020, 14:48)
#4

andreas

, Schweiz

Soleimani war also das, was man gemeinhin als "Monster" oder vielleicht auch "Schlächter" bezeichnet. Beides passt. 

Vielen Dank für euren Bericht!

 

#5

Frá Danhui

Singapore, Singapur

Wer sich das staatlich inszenierte Schautrauern in den iranischen Städten genauer betrachtet, wird schnell nachdenklich werden und über gewisse Ungereimtheiten nachzudenken beginnen. Spontane und ehrliche Trauer sieht anders aus: Woher kommen die vielen Bilder des Generals in hochauflösender Hochglanzoptik, die vielen Bilder des US-Präsidenten und die vielen US-Banner? Sind die Massenerschießungen jugendlicher Demonstranten durch die Unterstützungs-Einheiten des Generals in den letzten Wochen vergessen? 1.632 Tote und mehre tausend Verschleppte und Inhaftierte, einfach aus dem Gedächtnis der Massen verdrängt? Wir sehen das neutral betrachtet deutlich kritischer. Wo aber steht Deutschland, wo Europa? Die Sprache der Medien klärt uns da in peinlich berührender bis deutliche Distanz erzwingender Art und Weise auf: Wie sonst sollten wir Nachrichtensprecher auslegen, die eine überraschende Meldung derart verlesen mussten: "Frau Merkel reist mit Herrn Maas zu Herrn Putin nach Moskau während Trump weiter droht!" - Wie bitte? Abgesehen von der fragwürdigen Reise - muss "Frau" Merkel dort zum Rapport oder um Erlaubnis nachsuchen, was sie jetzt unternehmen oder veranlassen soll? Dann die nächste Überraschungsmeldung. Deutschland evakuiert seine Soldaten aus dem Krisengebiet - die NATO zieht nach und verlegt Teileinheiten in sichere Gebiete! Meldete man nicht noch gestern, dass die Iraker die Amerikaner zum Abzug aufforderten, während Deutschland seine Vereinbarungen gegenüber der irakischen Regierung zu erfüllen gedenke. Nur zwei Beispiele deutlich erkennbarer Pressefreiheit und politischer Unabhängigkeit? Wir beobachten diese Art der öffentlichen Informationspolitik seit einigen Jahren - und der Tempel ist nicht erfreut. 

Putin sendet vor dem Treffen mit Merkel eine deutliche Nachricht an den Westen: Er trifft sich mit seinem Schlächter-Genossen und Freund Assad um die weitere Vorgehensweise zur Endlösung der Idlib-Frage festzulegen und deutlich zu machen, dass er Assad weiter stützen wird, auch wenn iranische Einheiten (davon existieren inzwischen 120.000 Mann in Syrien) von dort aus Verbündete der Vereinigten Staaten angreifen werden.

Wo aber steht Deutschland, wo Europa? Militärisch sind diese ein Wurm, politisch gelten deren Diplomaten inzwischen als heuerbare Hofnarren zur Belustigung von Vertretern nicht gesinnungskonformer Staaten. Diese neue Form der Nahostkrise könnte Europa endgültig zerbrechen, wenn, ja wenn man nicht endlich zeigt, dass man noch in der Lage ist, sich mit den Realitäten des Weltgeschehens auseinanderzusetzen.


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »andreas« (07.01.2020, 23:05)

Schauen wir auf die Nachrichten der letzten Tage so findet man den Tempel zutiefst betroffen. Wie weit entfernt sich die Wirklichkeit noch von der Wahrheit? Muss Deutschland und Europa mit aller "Gewalt" in den Bannkreis der Schurkenstaaten hinein manövriert werden?


Wenn Wahrheit Menschen beleidigt, dann ist es unsere Aufgabe als Wissenschaftler sie zu beleidigen. [Satoshi Kanazawa]

#7

Frá Danhui

Singapore, Singapur

Der Tempel hat sich in der weiteren Bewertung und mit weiteren Veröffentlichungen deutlich zu den Ereignissen im Iran zurückgehalten. Aber es ist an der Zeit hier erneut auf das Missverhältnis zwischen Wirklichkeit und Wahrheit noch deutlicher hinzuweisen. Nicht nur die westliche Presse zeigt hier eine auffällige Neigung sich pro Iran zu äußern oder zumindest gewisse Wahrheiten so zu relativieren, das nicht der Eindruck auch nur vermutet werden könnte , es wäre daran gelegen die Mullahs zu verärgern. Diesen fragwürdigen Taktiken scheint man gerade in Deutschland auch seitens der Politik zu folgen. Hier bedient man sich geschickter Strategien, welche geeignet scheinen die Öffentlichkeit in genau der Richtung zu indoktrinieren, die man politisch als Weg vorschreiben möchte. Betrachten wir doch einmal Pressefotos dreier Mitspieler der politischen Schaubühne der aktuellen Ereignisse: Donald Trump - immer mit unvorteilhaftem, negativem, anwiderndem bis abstoßendem Gesichtsausdruck; Hassan Ruhani, neben seinem religiösen Job als Anstifter zum Massenmorden und Volksverhetzen, auch als Präsident des Iran vorgeschoben - immer mit dem freundlichen, väterlich lächelnden Gesicht der Güte und des Wohlwollens; Wladimir Putin - Präsident von eigenen Gnaden, selbstherrlicher Oligarch mit offensichtlich pathologischem Hang zu Lüge und Narzissmus - grundsätzlich leicht verschmitzt, überlegen und wissend im Bild erfasst. Was versuchen die Medien hier? Mit der nichtssagenden Floskel Pressefreiheit können wir uns hier nicht zufrieden geben. 

Die schlechten Erfahrungen der Tempel-Legaten in und um den Syrien-Konflikt führten dazu, dass sich zu politischen Debatten nur sehr begrenzt geäußert wird. Aber manchmal ist es erforderlich, Anstöße zu geben, die sich durchaus nicht allein in Worten, sondern auch in Taten äußern können. Selbst der Verbreitung von medienwirksamen Informationen im WorldWideNet steht man nicht mehr unbedingt negativ gegenüber, zeigen sich doch gerade im Hinblick auf den Abschuss der ukrainischen Boeing zwingende Erfordernisse zur Belebung von erforderlichen Aufklärungsergebnissen. Die zunächst versuchte Vertuschung, die nur fragmentarisch fortschreitende Bereitschaft zur Veröffentlichung von Schuldanerkenntnis und Ereignis Ursache und Ablauf, sind deutliche Anzeichen der beabsichtigten Verschleierung der Fakten. Die Tatsache, dass unbestreitbar und nachweislich zwei Raketen von zwei verschiedenen Fahrzeugen und zeitlich versetzt abgeschossen wurden, sind Beweis genug, dass von einem Versehen nicht mehr gesprochen werden kann. In eine solche Aktion sind mehrere Offiziere involviert - der nicht ausreichende Wirkungsgrad der ersten Rakete wurde korrigiert - warum? Was steckt wirklich hinter diesem Vorfall?


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »andreas« (15.01.2020, 16:54)
#8

andreas

, Schweiz

Ein Video eines US Nachrichtenmagazins zeigt, dass es offenbar tatsächlich zwei Raketen waren, die abgefeuert wurden. Die erste explodierte offenbar im Nichts, während die Explosion der zweiten Rakete das Flugzeug in einen Feuerball verwandelte. 

Video zeigt zwei Raketen - nicht eine

#9

Frá Danhui

Singapore, Singapur

Der Tempel hat Kräfte vor Ort und ist über die Geschehnisse genauestens informiert. Es erscheint jedoch zunehmend angeraten gewisses Wissen und Erkenntnisse sehr vorsichtig an die Öffentlichkeit zu tragen und die Art und den Ort der Veröffentlichung genauestens abzuwägen. Das Schicksal Frá Konstantins darf sich nicht erneut auf andere fortsetzen lassen. Vertrauensvorschuss in politische Vertreter oder Akteure ist in der Jetztzeit mit Gefahren für die Wertevorstellungen menschlicher Gesellschaften verbunden.

#10

andreas

, Schweiz

Ihr sprecht, wie so oft, in Rätseln.

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