#1
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Unbekannt

Gelöscht

Es ereignen sich in der heutigen Welt Gräueltaten welche geeignet sind selbst erfahrene ältere Mitmenschen zu schockieren. Der IS wütet und er erzeugt durch seine Taten viel Leid und Schrecken. Eine Gewalt enormen Ausmasses sind die Folgen dieser Aktivitäten. Vor kurzem hat Russland seinen Truppeneinsatz angekündigt, natürlich nicht ohne Hintergedanken, Stichwort Assad. Auch Frankreich will sich nun beteiligen im Kampf gegen die Islamisten. Der Tempel schrieb der 3. Weltkrieg sei derzeit im Gange. Doch in welche Richtung wird sich die jetzige Lage entwickeln? Herrscht nicht eine Einigkeit und Geschlossenheit der Länder gegen das Böse (den IS)?

Dieser Krieg wird sich doch nicht in unsere Gefilde ausbreiten? Und was mich persönlich beschäftigt, werden Europa und speziell Deutschland in die künftigen Attentate hineingerissen?

Über eine Stellungnahme des Tempels würde ich mich freuen.

#2

Dennis

Biere, Deutschland

Hallo Jamie

ich wollte heute ebenso ein Thema eröffnen, was sich mit deinem ähnelt.

Ich kenne mich nicht so gut mit den derzeitigen Auseinandersetzungen aus(wer gegen wen), und es ist mir ehrlich gesagt auch egal. Denn Krieg, egal ob erster, zweiter, dritter, vierter und so weiter, existiert schon immer, nur wird er durch "technische Errungenschaften" immer weiter in eine Richtung geschoben, die das Ausmaß einer Weltzerstörung annimmt.

Der Mensch an sich, egal ob Russe, Deutscher, Franzose und so weiter, kommt mir so vor, als ob er sich nicht bewusst ist...was er tut! Eigentlich ist es immer nur ein ein- oder gegenlenken der derzeitigen oder jeweiligen Situation...denn der eine will dies und der andere das.
Ich weiß auch nicht, oder kann es nicht einschätzen, wieso man so viel Krieg und Leid verbreitet, nur um Macht und Geld zu haben um sich dann darauf zu hocken und über alle hinweg schauen will. Aber das ist das was die Templer immer sagen...menschlich, engstirnig, gierig.

In welche Richtung sich dies noch alles entwickelt, kann man, denke ich, sehr gut abschätzen...bis gar nicht. Denn nimmt man die Völkerwanderung hinzu, wo sich viele "verschiedene Ansichten von Leben" vermischen, und einfach mal die derzeitigen Medienberichte aber auch selbst erfahrene Situationen berücksichtigt, kann man sich schon gut ausmalen wo das hinführen könnte...Jeder gegen Jeden.

Einigkeit und Geschlossenheit der Länder??? Gegen das Böse??
Dazu müsstest du das komplette Denken der Menschen in eine völlig andere Richtung bringen. Wofür kämpfen diese Menschen? Welches Bild wird den jeweiligen Menschen in ihren Heimaten "aufgespielt"?
Wir Deutschen werden von vielen anderen als Nazis bezeichnet, obwohl heutzutage niemand mehr wirklich weiß, was damals geschehen ist oder warum wir heutigen Menschen, obwohl wir mit damaligen Zeiten nichts mehr zu tun haben, immer noch in diese Schiene geschoben werden. Es wird aber immer wieder aus der tiefsten Ecke heraus geholt und die anfällige nachrückende Jugend, die sehr wenig mit ihrer Lebenszeit auf Erden anzufangen wissen, dort hineingedrängt wird.

Zitat Jamie: Dieser Krieg wird sich doch nicht in unsere Gefilde ausbreiten? 

Definiere Krieg? Wo fängt Krieg an? Er ist seit Jahrhunderten unter uns, jeder stachelt den anderen auf, allein schon durch ungerechte Aufteilung von Gütern und Geld. Wo fängt Krieg an und wo hört er auf?

Ich denke, es hört sich jetzt vielleicht etwas fremd an, das jeder der nicht in den bombardierten Gebieten lebt und sich noch als normal lebender Mensch bezeichnen kann, dieses auch ausleben sollte, das er nicht in solchen Gebieten lebt.
Der "Krieg" wird doch erst dann zum Krieg, wenn er sich in einem selbst ausbreitet. Die Zeit genießen, die man noch in "Sicherheit" hat und erst dann reagieren, wenn es einem selbst betrifft.
Was hat denn das ganze "humanistische Helfen" der Weltbevölkerung gebracht? Man hat doch schon genug eigene Probleme mit dem, was aus dem politischen Handeln heraus entsteht.

Man kann die Welt nicht retten.
Egal ob man Atombomben baut oder selbstfahrende Mähdrescher...das Denken muss sich ändern..."eine Kugel, für Jeden und Alles"!!


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."


Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal bearbeitet, zuletzt von »Dennis« (11.09.2015, 19:20)
#3

Frá Arkesh

Udaipur, Indien

Dieses sehr umfassende Thema müssen wir in mehreren Einzelthemen behandeln. Um zu starke Zersplitterungen auf Nebenkriegsschauplätze zu vermeiden, sollte hier der Ausgangspunkt der Beginn des Syrien-Krieges sein. Die in Europa sehr beliebte Rückführung der Ausgangslage auf den letzten Irak-Krieg wird vom Tempel aufgrund besserer Informationslage nicht vertreten werden können. Deshalb empfehlen wir zunächst noch einmal unsere hier eingebrachten Beiträge zu Syrien zu reflektieren.

#4

Dennis

Biere, Deutschland

Kann ein Admin die wichtigsten Artikel heraus suchen und hier als Link einstellen? Bei so vielen Themen liest man nur kreuz und quer und kommt auf keinen Nenner, vor allem da mich Politik noch nie so wirklich interessierte.
Oder ein kleiner Text mit den wichtigsten Informationen für Laien?

Wikipedia über den Syrien Krieg: Der Bürgerkrieg in Syrien ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen Truppen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und den Kämpfern verschiedener Oppositionsgruppen. Auslöser des Bürgerkriegs war ein friedlicher Protest im Zuge des Arabischen Frühlings Anfang 2011, der zum bewaffneten Konflikt eskaliert ist. Eine wachsende Einflussnahme von Interessengruppen aus dem Ausland gewann mit der anhaltenden Auseinandersetzung an Bedeutung und neben dem Zustrom von Geld und Waffen kämpften auch immer mehr ausländische Freiwillige und Söldner in Syrien. Die ursprüngliche Motivation der Opposition, die Demokratisierung Syriens zu erreichen, spielt seitdem nur noch eine geringe Rolle – der Kampf verschiedener Organisationen aus religiösen und ethnischen Gründen trat in den Vordergrund. Im vierten Kriegsjahr entwickelte sich der Konflikt durch direkte Einmischung der USA und der Russischen Föderation dann weiter zu einem Konflikt mit geostrategischen Dimensionen.

Das eine Auseinandersetzung eskalieren kann, sollte jedem bewusst sein. So wie ich das aus dem kurzen Text entnehmen kann, hat eine Interessengruppe Einfluss darauf genommen. Vorher oder Währenddessen?

Dann ist das eigentliche Ziel aus den Augen verloren gegangen und es soll um religiöse und ethnische Gründe gehen. Aber sind nicht auch diese Gründe nur Mittel zum Zweck?

Was ist ein Konflikt mit geostrategischen Dimensionen?
Land und Wirtschaftsflächen?

Wissen die Kämpfenden überhaupt für was sie kämpfen? Für Land und Partei? Für Glauben und Religion? Für Geld und Macht?
Kämpft hier nicht Jeder gegen Jeden?

Was ist dieses syrische Fleckchen Erde für Andere wert? Bodenschätze? Platz?


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#5

Frá Arkesh

Udaipur, Indien

Aus gegebenem weltpolitischen Anlass nehmen wir diese Themen wieder auf - dies insbesondere deshalb, weil zu erwarten ist, dass diese Region schon bald noch mehr in das Interesse der Weltöffentlichkeit rücken wird. 

Was ist Syrien wert? Eine Frage, welche sicher nicht allein aus den populistisch wirksam aufgemachten Gesichtspunkten der Weltpresse zu betrachten ist. Für den Tempel gilt dies umso mehr, war doch dieses Gebiet lange Zeit mehr als nur von bedeutender Wichtigkeit für die Politik der Templer im Mittelalter. Über Jahrzehnte bestanden teilweise mehr als nur freundschaftliche Beziehungen zu den Emiren dieses Gebietes und es liefen ernsthafte Gespräche über die Neuorientierung des Glaubens für die Bevölkerung der Emirate und die Konversion der Emire zu den Glaubensvorstellungen des Tempels. In der Zeit der mongolischen Eroberungszüge in Persien und dem Kalifat, verkauften die Emire von Damaskus, Hamah, Homs, Bosra-Hauran, Tortosa, Baniyas, Latakia, Idlib und Aleppo die Emirate an den Orden. Die Kaufverträge wurden unter Vermittlung von Feldherr General Kitbuqa durch Khan Hülegü bestätigt und dem Tempel "auf ewig zu Eigen" unter den Schutz des Khans gestellt. Diese Verträge wurden durch den Ilkhan Arghun erneut bestätigt und weitere Gebietsabtretungen für den Fall an den Tempel in Aussicht gestellt, dass dieser sich mit einem verstärkten westlichen Heer an der Befreiung Ägyptens beteiligen würde. Die Nachfolgestreitigkeiten der Khan-Dynastien führten zu Entwicklungen in Europa, welche letztendlich in der Verfolgung der Templer durch den französischen König endeten. 

Wir empfehlen hier zunächst diesen Link: http://comm.pcmthdietempelherren.org/forum/politik-der-vernunft/syrien-ein-land-auf-dem-weg-zur-freiheit-_148

 Syrien


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Arkesh« (13.10.2015, 18:55)
#6

Frá David

Tel Aviv, Israel

Ist es wirklich so schwer, die Wahrheit zu erkennen

Diktatoren und Tyrannen – Macht in den Händen pseudo-elitärer Krimineller

Wenn Diktatoren von Krieg und Vernichtung sprechen, wird ihnen selten geglaubt. Stattdessen deutet man ihre Aussagen allzu gerne um. Dabei muss stets mit dem Ausbruch von Wahnsinn gerechnet werden. Am schwierigsten sei es, just das zu erkennen, was sich unmittelbar vor der eigenen Nasenspitze befindet, schrieb einst der große George Orwell. Gerade Intellektuelle litten häufig an Realitätsblindheit, unter anderem deshalb, weil sie die Fähigkeit besäßen, zwei Dinge gleichzeitig zu denken, die logisch nicht miteinander in Einklang zu bringen sind. "Wir sind alle fähig, Sachen zu glauben, von denen wir wissen, dass sie unwahr sind", schrieb Orwell, "und wenn man uns endlich beweist, dass wir im Unrecht waren, können wir die Fakten schamlos so lange hindrehen, bis sie zeigen, dass wir doch Recht hatten. Dieser Prozess lässt sich auf intellektuelle Weise endlos durchhalten – der einzige Test besteht darin, dass ein falscher Glaube früher oder später mit der harten Wirklichkeit zusammenzustoßen pflegt, für gewöhnlich auf einem Schlachtfeld."

Dieser Befund ist heute so richtig, wie er es kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war. Hier sind vier rhetorische Figuren, die es zurzeit oft schwierig, manchmal sogar unmöglich machen, die Realität vor der eigenen Nasenspitze zu sehen.

Am schönsten ließe sich diese Figur in der Zeit studieren, als Ahmadinedschad iranischer Präsident war. Nachdem er in einer Rede geäußert hatte, es sei das Ziel der "Islamischen Republik Iran ", Israel von der Landkarte zu radieren, meldeten sich sofort viele der selbsternannten Nahostexperten zu Wort, die beweisen konnten, dass Ahmadinedschad gar nicht wirklich von der Vernichtung Israels gesprochen habe. Der persische Originaltext lege vielmehr die Übersetzung nahe: "Das zionistische Besatzungsregime muss aus den Seiten der Zeit gestrichen werden", und das bedeute lediglich, dass Ahmadinedschad eine Volksabstimmung in Israel und den Palästinensergebieten über die Frage befürworte, ob in dieser Region ein jüdischer Staat existieren soll.

Mittlerweile nutzt die "Islamische Republik Iran" das Geld, das ihr jetzt nach dem Ende der Sanktionen zur Verfügung steht, vor allem dazu, um munter konventionell aufzurüsten und den Auslandsgeheimdienst um ein mehrfaches auszubauen. Bei dieser Gelegenheit hat das iranische Regime vor kurzem zwei neue Raketen testen lassen – beide mit der Aufschrift: "Israel muss von der Landkarte radiert werden." Damit der zionistische Erzfeind die Drohung auch nur ja versteht, war die Drohung zweisprachig abgefasst – Farsi und Hebräisch. Und die hebräische Fassung lässt an der Intention der "Islamischen Republik Iran" nun keinen Zweifel mehr zu. Wer in dem derzeitigen Präsidenten einen Präsentanten einer prowestlich orientierten Politik vermutet, der dürfte bald eines besseren belehrt werden. Der Iran treibt massive Pläne zur Ausweitung seiner Macht und seines Einflusses voran. Syrien und Jemen sind nur Ereignisse, deren Hintergründe kaum zur Oberfläche durchscheinen. Derzeit arbeitet man gemeinsam mit Russland daran den Westen so massiv zu destabilisieren, dass es in der islamischen Welt wie das persönliche Eingreifen Gottes wirken könnte, wenn der Iran dem Westen die Verantwortung für den gesamten islamischen Raum abnimmt.

Wiederum stammt das deutlichste Beispiel aus dem Nahen Osten: Manche Kommentatoren behaupteten, am Aufstieg der "Islamischen Republik" sei in Wahrheit George W. Bush schuld, weil er mit dem Sturz Saddam Husseins den religiösen Fanatikern das Terrain bereitet habe. Dieses Scheinargument unterstellt, im Zweistromland und in Syrien gebe es keine bewussten Akteure – gerade so, als hätte es nach dem Sturz des Diktators nur die eine, einzige Wahl gegeben, ein sunnitischer (oder schiitischer) Extremist zu werden.

Leben im Nahen Osten aber nicht auch ein paar erwachsene Menschen, die sich anders hätten entscheiden können? Selbstverständlich ist die Frage legitim, ob der Irakkrieg eine kluge Idee war, trotzdem gilt es festzuhalten: Am Aufstieg der Terrormiliz Islamischer Staat sind zunächst einmal seine Unterstützer schuld. Diese jedoch sollte man nicht dort suchen wohin die westlichen Medien, gezielt unterwandert und richtungsinstruiert, den Blick des Westens zwingen wollen. Der islamische Staat „sunnitischer Prägung“ ist ein Kind der schiitisch islamischen Republik. Ein politischer Schachzug von besonderer Größe und auch Bedeutung, aber nur einer von vielen in der näheren Vergangenheit in dem der Westen der Aggressionspolitik der Mullahs auf den Leim ging.

Auch für Donald Trump gelten solche medial wirksamen Spiele; auch hier kursiert ja das Argument, für seinen Aufstieg seien im Grunde die Republikaner und die Demokraten verantwortlich, weil sie sich zu wenig um die weiße amerikanische Mittelklasse gekümmert haben, die nun mit Recht sauer sei. Das mag so sein, trotzdem sollte man besser sagen: An Donald Trump ist vor allem Donald Trump schuld – und wer als erwachsener Mensch einem rassistischen Demagogen seine Stimme gibt (aus welchem Grund auch immer), der weiß, was er tut. Er wählt ihn nicht trotz, sondern wegen seines Rassismus.

Übrigens ist die hier beschriebene rhetorische Figur eine Ableitung des beliebten Klischees der üblichen Verschwörungsprediger mit kommunistisch/marxistischem Hintergrund "Hinter XYZ steckte eigentlich ABC". Beliebte Beispiele: "In den Glaubenskriegen des 17. Jahrhunderts ging es eigentlich um Macht und Geld"; "Im amerikanischen Bürgerkrieg ging es in Wahrheit um ökonomische Motive, nicht um die Sklaverei"; "Das Christentum/Der Islam/Der Liberalismus dient nur dazu, die Interessen der herrschenden Cliquen zu bemänteln". Solche Erklärungsmuster sind vornehmlich unter Marxisten, nicht allein von der vulgären Sorte, verbreitet, sie werden in jüngster Zeit aber auch gern von Konservativen hergezogen.

Ihr historischer Nutzwert ist zweifelhaft; und von Verschwörungstheorien sind solche Formeln nur die Breite eines Haares entfernt. Vor allem leugnen sie die Macht, die Ideen in der Geschichte haben: Selbstverständlich ging es in den Glaubenskriegen um die Frage, ob der Leib Christi im Abendmahl wirklich oder nur symbolisch zugegen ist, und ohne Zweifel war Abraham Lincoln von Anfang an ein entschiedener Feind der Sklaverei, auch wenn er das aus politischen Gründen in seiner "First Inaugural Address" wohlweislich verschwieg.

Derzeit von weltpolitischer Bedeutung und inzwischen von gefährlicher Prägnanz: Wladimir Putin wird die Ukraine nicht angreifen, weil er genug Probleme zu Hause hat und ihm an einem weiteren Konflikt mit dem Westen nicht gelegen sein kann. Oder: Baschar al-Assad wird keinen ethnisch-religiösen Bürgerkrieg anzetteln, um sich an der Macht zu halten, weil ihm klar sein muss, dass ein solcher Krieg das Ende Syriens bedeuten würde. Oder: Die Republikanische Partei wird nie und nimmer Donald Trump nominieren, weil sie sich ebenso gut einen Colt an die Schläfe halten und abdrücken könnte.

Hinter solchen Beschwichtigungsformeln steckt die Annahme, dass Menschen sich immer vernünftig verhalten – eine Annahme, die durch keinerlei historische Erfahrung gedeckt ist. Beinahe die ganze Geschichte des 20. Jahrhunderts wäre ein gewaltiges Rätsel, wenn wir davon ausgehen müssten, dass die Akteure sich dabei rational verhalten hätten: Es gibt keinen einsichtigen "Grund" für den Ersten Weltkrieg, die Massenmorde Lenins und Stalins, für den deutschen Völkermord an den Juden oder Mao Tse-tungs "großen Sprung nach vorn", bei dem Abermillionen (42 – 69 Millionen) Chinesen verhungerten. Wenn Politiker oder sonstige Führungskräfte vernünftig handeln, wenn sie sich und andere nicht ins Unglück stürzen, so ist das eine Errungenschaft, die gefeiert werden sollte. Es ist aber tatsächlich die Ausnahme, nicht die Regel.

Eines sollte man derzeit nicht aus den Augen verlieren: es muss immer mit dem Ausbruch von Wahnsinn gerechnet werden. Deswegen sollte man (auch verdeckten) Diktatoren glauben, wenn sie offen ihre Absichten erklären; und man sollte nicht nach komplizierten Begründungen suchen, wenn die Dinge auf der Hand liegen, der wache Verstand und die menschliche Vernunft es nahe legen.

 


 - Wenn du ein Problem erkannt hast und nichts zur Lösung des Problems beiträgs wirst du selbst zum Problem -


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá David« (20.03.2016, 17:54)
#7
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Unbekannt

Gelöscht

Frá David hab Dank für den ausführlichen Text zu dem, wie ich finde derzeit wichtigen weltpolitischen Thema. Es wird tatsächlich viel falsch interpretiert, wenn nicht gar ganze Aussagen verzerrt und abgemildert. Momentan ist mancherorts zu lesen der IS wäre bald am Ende. Es handle sich nur noch um Monate. Nun muss ich von kompetenter Seite her erfahren: Ist an diesem Untergangsszenario des Islamischen Staates etwas dran? Ich befürchte hier ist mehr der Wunsch Vater des Gedankens...
#8

Dennis

Biere, Deutschland

 

Dem Orden der Tempelherren wurden viele Ländereien als Gabe oder zum Verkauf angeboten, vertraglich festgehalten und, nach Aussage, auf ewig bindend zu Eigen gegeben.

Diese Übergaben wurden mit Sicherheit vertraglich auf Papier festgehalten und haben somit einen berechtigten Wert. Ich nehme an, das der Templerorden auch heute noch Originale oder zumindest Kopien solcher Verträge besitzt.
Da diese Schenkungen über den kompletten Globus verteilt waren, kommen hier mit Sicherheit sehr viele Landstrecken zusammen, die dem Templerorden „gehören“. Rechtlich gesehen auch zu heutiger Zeit.

Da der Orden „offiziell“ zerschlagen wurde und in heutiger Zeit, unter dem normalen Volk, eher als e.V. angesehen wird oder gar nicht bekannt ist, wurden ihm diese Rechte abgesprochen oder einfach nur abgenommen und die jeweiligen Ländereien wurden „besetzt“.

Die Grundidee des Ordens war (und ist?) ein einheitliches Europa (eventuell globalen Ausmaßes) zu erschaffen, das nach innen wie nach außen eine Sicherheit für Land und Lebewesen bedeuten sollte. Der (barbarische) Mensch aber ist in seiner Daseinsform aber eher einnehmend als annehmend und fand und findet solche Ideen, da er dann selbst nicht mehr in dem Maße handeln könnte wie er es wolle, für sich selbst nicht annehmbar. Es fehlt an gerechter Vernunft im Hinblick oder Rückblick auf sehr altem Wissen und Fehlinterpretationen dieses. Aber auch durch das Wissen um dieses alte Wissen entstand im Laufe der Zeit anscheinend eine Hatz, den Templern dieses mit aller Gewalt abzunehmen.

Die Verträge über die Ländereien der Templer, die Rückgabe dieser Ländereien, scheinen solche Angst in den verantwortlichen Kreisen zu verbreiten, das Diesen alle Mittel recht sind dies zu verhindern. Die anderen Kreise die den Templerorden durch Medienverdummung der „Besatzer“ nur durch Bücher und Filme kennen, werden die Blickrichtungen vorgegeben oder vorgegaukelt.

Aber würden solche Verträge heute noch Wirkung haben? Würden sie anerkannt werden? Von wem?

Warum nicht, wenn heutzutage ein maschinell ausgefertigtes bedrucktes Blatt Papier, einer Maschine, einen rechtsgültigen Status erhält!


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#9

Frá David

Tel Aviv, Israel

 Bei mehreren Terroranschlägen am Dienstagmorgen, am Flughafen Brüssel Zaventem und in der Metro-Station Maelbeek von Brüssel sind nach belgischen Medien mindestens 34 Menschen getötet und mehr als 210 verletzt worden. Eine der Detonation ist von einem Selbstmordattentäter verursacht worden, der am Tatort aufgefunden wurde.Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde wieder auf die höchste Stufe angehoben. Der Flughafen Brüssel-Zaventem ist geschlossen, Flüge nach Brüssel werden umgeleitet. Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft Stib hat ebenfalls aus Sicherheitsgründen alle Metrostationen geschlossen. Auch Straßentunnel wurden gesperrt.

Auch in Deutschland verschärft die Bundespolizei ihre Kontrollen am Flughafen in Frankfurt am Main. Der größte deutsche Airport richtet sich darauf ein, umgeleitete Maschinen aus der belgischen Hauptstadt aufzunehmen.

Die inzwischen spontan vom russischen Geheimdienst angebotene Hilfe zur Aufklärung und die Hinweise auf Täter aus Weißrussland, welche nach russischen Angaben erst kürzlich zum Islam konvertiert seien, sollten hier als geeignet aufgenommen werden, die ursächlichen Drahtzieher solchen Terrors zu erkennen.

 Der Tempel zeigt sich tief erschüttert von diesen Anschlägen auf eine europäische Hauptstadt. Ganz Europa trifft ein solch mörderischer Anschlag an den Grundfesten der Wertevorstellungen. Und es genügt hier längst nicht mehr, wie von den meisten Politikern überwiegend gespielt peinlich berührt, sich den Belgiern verbunden zu zeigen oder seine Betroffenheit und eigene Angst in floskelhaft geheucheltem Mitgefühl zu äußern. Europa steht heute am Beginn einer Wende, welche inzwischen als Übergang in den dramatischen gesellschaftlichen Verfall zu sehen und zu bewerten sein wird.
Diese Anschläge treffen eine zutiefst verunsicherte europäische Gesellschaft. Die Unheilvolle Paarung von politischen Fehlern und politischer Aktionismus auf dem Feld der Selbstüberschätzung und des Möglichkeitswahnes gebären ihre Kinder. Nicht Trauer heißt das Gebot der Stunde, sondern ernsthafte Auseinandersetzung mit dem grassierenden, erschreckenden Nichtwissen und Nichtkönnen der Politkasten. Der Terror wird Europa überrollen und die Werte christlichem Ursprunges oder christlicher Einfärbung, wie Humanität, Offenheit und Freiheit werden zunehmend unter Druck geraten und in Frage gestellt werden müssen. Jetzt braucht es einen handlungsfähigen Staat, eine hoheitliche Ordnung, welche auch in der Lage ist, die Menschen zu schützen. Es bedarf vor allem der politischen Einsicht, dass eine offene Gesellschaft wie sie von vielen Philosophen herbeigesehnt und herbeigeredet wurde, wie sie von den sozialsektiererischen politischen Parteien der Jetztzeit phrasenartig abgedroschen noch immer propagiert wird schon allein aufgrund der sogenannten Menschlichkeit der betroffenen Spezies nicht zu realisieren und derartige hochgepriesene Pläne endgültig als gescheitert zu betrachten sind.


 - Wenn du ein Problem erkannt hast und nichts zur Lösung des Problems beiträgs wirst du selbst zum Problem -


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá David« (22.03.2016, 20:29)
#10

Dennis

Biere, Deutschland

Zitat: Jetzt braucht es einen handlungsfähigen Staat, eine hoheitliche Ordnung, welche auch in der Lage ist, die Menschen zu schützen.

Wer und gegen wen? Welche hoheitliche Ordnung? Ist sich Europa untereinander nicht uneins? Muss wieder der große Freund/Feind Amerika ausrücken, die sich dann wieder als der Retter der Welt hinstellen (können)?

Ihr selbst sagt doch, das die politischen Staatstars nicht in der Lage sind hier auch nur den Grund herauszufiltern, der für dieses Chaos verantwortlich ist. Welche Auswirkungen hat ein "vorerst" Zusammenwirken vieler Staaten gegen den Terror und was wird nach der Terrorbekämpfung geschehen, die ja sowieso nie wirklich zu bekämpfen ist?


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

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