#1

Dennis

Biere, Deutschland

Gibt es eine Theorie die besagt, erklärt, beschreibt, erläutert oder einen Ansatz enthält der aufzeigt, wie sich eine Wiedergeburt im Detail abspielen soll? Denn man braucht ja jedwede Information aus dem "alten Leben" um im neuen Leben erkennen zu können das man sich erstens, im "neuen Leben" befindet und zweitens, aus dem alten Leben kommt.

Mir stellt sich die Frage bei solch einer Überlegung, das man ja wieder als Mensch ins neue Leben schreiten muss um dies alles überhaupt erkennen zu können, rein schon von den Sinneswahrnehmungen. Doch wenn man überlegt...

...als Neugeborenes in diese Welt zu kommen...mit all dem Wissen aus dem alten Leben...wäre das nicht eine enorme Qual...für das kleine, niedliche, lärmende und glitschige neue Leben?


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Dennis« (13.05.2017, 22:23)
#2

andreas

, Schweiz

Es gibt keine Wiedergeburt! DieTempler werden sicher erklären können, wie die Idee der Wiedergeburt in die Welt kam. Deshalb nur kurz. Wenn du tot bist, wirst du nicht nochmals als Kamel geboren oder sowas, und auch nicht als Mensch.


Für einen Klugen genügt ein Wort; doch den Dummkopf belehrst du, indem du eine Tonscherbe an die andere klebst. (Si-Sobek, Papyrus Ramesseum I.)

#3

Frá Maurice

Toronto, Kanada

Eigentlich sollte eine solche Frage bereits aus unseren Texten beantwortet sein. Deshalb wird es wohl als erforderlich zu erachten sein, dieses Thema erneut und umfassend zu behandeln. Aber aus dem Blickwinkel welcher Religion oder Ideologie sollte man hier herangehen? Eine umfassende Antwort im Sinne der Lehre würde zwangsläufig als Beleidigung, mangelndes Feingefühl oder fehlende Toleranz gegenüber den vielfältigen religiösen Gefühlen zu bewerten sein, welche sich den Menschen aus den überall verbreiteten und gepflegten Irrlehren in die diversen kulturellen Gedächtnisse indoktriniert haben. Dem Großteil der Menschen sind Wahrheiten in diesem Zusammenhang nicht nur lästig und unerwünscht, sie werden regelrecht krankhaft aus dem Leben verdrängt.

#4

Jamie

, Schweiz

#5

Dennis

Biere, Deutschland

Es gibt keine Wiedergeburt! Deshalb nur kurz. Wenn du tot bist, wirst du nicht nochmals als Kamel geboren oder sowas, und auch nicht als Mensch.

 Woher weißt du das so genau?

@Jamie...Danke, ich hatte mir diesen Beitrag schon vorher gelesen.

Frá Maurice...im Sinne der Lehre hört sich gut an, mir schwirren viele Gedanken durch den Kopf sodass ein -ordnen schwierig erscheint. Ein Gedanke nach dem anderen stellt sich mir in den Weg, was selbst das antworten erschwert!


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#6

andreas

, Schweiz

 Woher weißt du das so genau?

 

Dreimal raten! 😉

Das Konzept Widergeburt der Wiedergeburt ist Quälerei. Niemandem sollte so etwas angetan werden.

Der Allherr mutet uns das glücklichweise nicht zu, er ist kein Sadist.


Für einen Klugen genügt ein Wort; doch den Dummkopf belehrst du, indem du eine Tonscherbe an die andere klebst. (Si-Sobek, Papyrus Ramesseum I.)


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »andreas« (16.05.2017, 20:09)
#7

Dennis

Biere, Deutschland

 Woher weißt du das so genau?

 

Das Konzept Widergeburt der Wiedergeburt ist Quälerei. Niemandem sollte so etwas angetan werden.

 Ja, das denke ich auch! Eine "Geburt" immer wieder neu zu erleben...und dann auch noch mit dem Wissen um dieses neue Leben...kann nur Qual bedeuten wenn man als Fötus schon weiß das man weiß wer man war usw.!

Die "paradiesiche Idee" (u.a. die Wiedergeburt) ist dadurch anders zu betrachten. Ich bin gespannt wie der Tempel darauf antwortet, denn bei mir streut sich das Gedankengut gerade in alle Richtungen.

 


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#8

Jamie

, Schweiz

#9

Jamie

, Schweiz

#10

Jamie

, Schweiz

Zitat des Tempels aus dem Thema "Bewusstsein":

 

"Wenn du den Buddha oder die von ihm erdachte Form einer Erlösung als Vorbild oder erstrebenswert erachtest, dann müsstest du seinen Gedankenvorstellungen von einer ewigen Wiedergeburt Glauben schenken. Aber Glauben bedeutet bekannter weise „Nichtwissen“. In der buddhistischen Meditation strebt man durch das Üben reiner Aufmerksamkeit danach, die Schleier der Gewohnheit abzustreifen, die den Menschen die Sinne vernebeln. Nur durch Verfeinerung der Aufmerksamkeit könne man Einsicht in die Wirklichkeit erlangen, ist die buddhistische Sichtweise. Der Geist zensiert sich damit selbst und beginnt in einer Schattenwelt zu leben. Das Ideal des Erwachens bedeutet für den Buddhismus die Verbindungen zur Evolutionsgeschichte des Menschen zu kappen – das Leben der übrigen Tiere einen ewigen Schlaf, nur der Mensch könne sich, durch den buddhistischen Weg, daraus erheben und sich aus dem Weg des ewigen Leidens befreien. Es ist also nichts mehr als eine weitere, sinnfreie und nutzlose Erlösungsdoktrin. Die Idee, der Mensch könne sich aus seiner tierhaften „Verblendung“ lösen, ist die größte aller Illusionen. Schechina besteht darauf sich aus dem Sapienstier weiterentwickelt zu haben – wohin? Erkennen die Menschen noch immer nicht, dass ihre Ahnentafel nur in verschwindend geringem Ausmaß aus Sapienstieren besteht. In den Genen dieser Tiere sind alle Spuren und Abdrücke noch vorhanden, die auf bedeutend ältere Welten zurückweisen. Buddha versprach Befreiung von etwas, dass jedem doch so vertraut ist – Leiden. Auch die späteren jüdischen Sekten, aus denen sich das heutige Christentum rekrutierte, versuchten solch einen Weg. Sie brachten und vertieften die Vorstellungen von Schuld und Sühne. Ohne diese irrige Annahme ist das ganze christliche Erlösungsversprechen bedeutungslos. Es gibt keine Erbsünde und keine göttliche Erbsenzählerei von vorgeblichen oder tatsächlichen Reglementierungen, die nicht einmal unter Menschen selbst einheitliche Wertung erfahren. Wer dem Irrweg der Erlösung folgt, der begibt sich selbst in die Sklaverei lebenseinschränkender Vorstellungen. Buddha behauptete im Nirvana endet alles Leiden. Warum also sollte man alle Anstrengung darauf richten? Diesen Weg geht ein jeder ohne besondere Anstrengung, wenn die Dinge ihren natürlichen Lauf nehmen. Der Tod bringt jedem den Frieden, den der Mensch laut der Verheißung Buddhas nach den Mühen vieler Leben finden werde. Da aber der Glaube an Seelenwanderung keinerlei Berechtigung an Wahrheit vorzuweisen hat, sollte der Mensch sich genau überlegen, wie er denn etwas ein Ende zu setzen gedenkt, dass nur in seinen Vorstellungen Existenz erlangen kann. Möchte er sein Leben beenden, dieser einzig winzigen Dauer – darum lohnt sich die ganze Anstrengung nicht, sich ihr zu entziehen. Man stelle sich vor eine Kuh oder ein Schwein würde, um der edlen achtfachen Selbsterleuchtung willen, ihren Körper ablegen. Selbst der Einfältigste würde fühlen, dass diese vierfüßigen Säuger falsch gerechnet hätten. Von was soll der Mensch erlöst werden – welches Leiden beenden, wenn ihn doch die Vernunft dazu zwingen müsste, dass er davon auszugehen hat, dass ihm kein weiteres Leben zur Verfügung steht? Das was Buddha suchte, ist jedem ständig zum greifen nahe. Warum also sollte jemand, wenn ihm die Erlösung sicher ist, sich selbst die Freude am Leben versagen?"


„Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern“ (Blaise Pascal)

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