#1

Dennis

Biere, Deutschland

Zitat Frá Maurice: Es ist an der Zeit, ein Weltbild zu formen, das neu zu denken auffordert, dass Ordnung und Struktur, Schönheit und Wahrheit, Gutes und Sinn eben nicht die geisterhaften Erfindungen eines Platon und seiner Nachfolger sind, sondern reale Aspekte der Wirklichkeit, die uns schon von den alten Ägyptern überliefert wurden, welche wir überall finden und erfahren können.

Es ist an der Zeit, einen Weg erneut zu beschreiten, den Menschen schon vor mehr als 4600 Jahren beschritten – zurück in die Zukunft einer bejahbaren Welt, die nicht von Sinnfinsternis überschattet und verstellt ist, sondern im hellen Licht des Sinns erstrahlt. Es ist an der Zeit dem Grauen in die Augen zu schauen und trotzdem das Leben zu bejahen.

 

Die Frage, ob es für den in der Jetztzeit lebenden Menschen noch eine Umkehr gibt, will ich jetzt hier außen vor lassen.
Welche Schritte wären nötig, um eine Abgewöhnung des Liebgewonnenen (z.B. Weltbild- oder Wohlstandsgedanke) zu erzielen, die zu einer Umgewöhnung an das Natürliche führen (z.B. Verhalten). Welcher Grundgedanke müsste eingepflanzt oder welches Gesellschaftssystem eingeführt werden?
Was wäre ein Anreiz, das Leben wieder als lebenswert zu betrachten…außer ein Leben „danach“? Standpunkt Jetztzeit!

Oder „keimt“ das Gute von selbst heraus? Entwickelt es sich „naturgemäß zurück“ um sich nicht selbst zu schaden?


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Dennis« (01.04.2019, 19:59)
#2

Jamie

, Schweiz

Zitat Frá Maurice:

"Es ist an der Zeit, einen Weg erneut zu beschreiten, den Menschen schon vor mehr als 4600 Jahren beschritten"...

 

Warum steht in dem Zitat von Frá Maurice, dass Menschen erst vor 4600 Jahren den Weg der Lehre des EINEN gegangen seien? Die Uralten Schriften, sprich Das Buch der Weisheit des Djehuti sind/ist doch laut dem Tempel 6600 Jahre alt. Da fehlen immerhin 2000 Jahre...


„Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern“ (Blaise Pascal)

#3

Dennis

Biere, Deutschland

Warum steht in dem Zitat von Frá Maurice, dass Menschen erst vor 4600 Jahren den Weg der Lehre des EINEN gegangen seien? Die Uralten Schriften, sprich Das Buch der Weisheit des Djehuti sind/ist doch laut dem Tempel 6600 Jahre alt. Da fehlen immerhin 2000 Jahre...

Er schrieb nicht das diese den Weg der Lehre gegangen sind.
Ich denke es hat etwas mit Sesshaftigkeit zu tun und der daraus wachsenden Population. Ein "Umdenken" war erforderlich. So eben wie heutzutage ein Umdenken mehr als erforderlich ist...

...die Bereitschaft, dem Planeten zu helfen, ist gewiss vorhanden, aber nicht von denen die über "den Planeten" richten.

Vor 5000 Jahren mag dies noch recht übersichtlich gewesen sein und ein ein- oder gegenlenken, erklären oder verdeutlichen noch einfacher von der Hand ging. Doch heutige Massen von einem "Zwang" zu lösen, erscheint einfach nur unmöglich...


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#4

Jamie

, Schweiz

Hat Dennis mit seiner Antwort recht? Gerne würde ich hierzu eine Erklärung des Tempels erfahren.


„Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern“ (Blaise Pascal)

#5

andreas

, Schweiz

Ich glaub nicht. Ich denke eher, vor 4600 war die Reichseinigung. Das war der Mythos von Osiris und Seth mit der Zerstückelung, ihr wisst schon. Damit wurde Unter- und Oberägypten vereinigt und ab dann wurde der Weg der Maat beschritten. Das war vermutlich, was Frà Maurice meinte.


Für einen Klugen genügt ein Wort; doch den Dummkopf belehrst du, indem du eine Tonscherbe an die andere klebst. (Si-Sobek, Papyrus Ramesseum I.)

#6

Dennis

Biere, Deutschland

Denkst Du das eine "Reichseinigung" keine "populären" Probleme mit sich bringt? Das was daraus entsteht ist nichts von Dauer...wie hier ein Mythos um Osiris...hier geht es um die Art, wie das Leben gelebt wurde und im Besonderen gelebt werden sollte. Und ich bin mir sicher, das die Lehre des Einen und somit der Weg der Maa´t schon viel früher beschritten wurde...bevor Osiris die Atmosphäre des menschlichen Bewusstseins durchbrach.

Das Gesellschaftsbild der Alten Ägypter ist ausschlaggebend für die Aussage und weniger zeitlich eingerahmte Volksgeschichten die heutzutage geistig nicht mehr erfasst werden können und zu dem führen als was wir sie kennen...Mythen.


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Dennis« (05.07.2019, 20:38)
#7

andreas

, Schweiz

Sicher wurde die Maat schon vorher eingehalten. Dann kam die Reichsteilung wo sie eben nicht mehr eingehalten wurde. Und dann kam die Wiedervereinigung und danach wurde die Maat dauerhaft eingehalten. 

Ob diese Reichseinigung irgendwelche Probleme mit sich brachte, steht auf einem anderen Papier und ist hier irrelevant.


Für einen Klugen genügt ein Wort; doch den Dummkopf belehrst du, indem du eine Tonscherbe an die andere klebst. (Si-Sobek, Papyrus Ramesseum I.)

#8

Dennis

Biere, Deutschland

Ob diese Reichseinigung irgendwelche Probleme mit sich brachte, steht auf einem anderen Papier und ist hier irrelevant.

 Und genau das ist es eben nicht. Zeit ist relativ, oder wie der Tempel es ausdrückt...Zeit ist bedeutungslos.
Reiche und Kulturen teilen sich, finden wieder zusammen oder bekämpfen sich, wer dann dabei an der Spitze den Speer schwingt ist nicht von Bedeutung...aber die Art und Weise im Umgang mit dem Speer zeigt auf woraus wir lernen können. Alles andere wäre Götzendienst...und somit nicht im Sinne der Maa´t.


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Dennis« (07.07.2019, 00:02)
#9

- admin -

Köln, Deutschland

Zeit ist bedeutungslos - wenn man den kosmischen Aspekt als Grundlage des Ereignishorizontes heranzieht. Aber sollten wir, gefangen in den Zwängen und alles überrollenden Ereignissen der Jetztzeit, so tief in den Horizont der Unendlichkeit blicken? Betrachten wir Ägypten, betrachten wir den ersten Staat und betrachten wir die Ereigniszwänge politischer Fehlentscheidungen, die bis heute und gerade heute, für uns alle in vergleichbarer Weise, sich zu wiederholen scheinen. Müssen wir hier erkennen, dass der Mensch unbelehrbar immer den gleichen Fehlern seiner unzulänglichen Entwicklungsstufe der Evolution folgt?

 

Frá Sidonie de Chevreuse

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »- admin -« (10.07.2019, 21:36)
#10

Jamie

, Schweiz

Aber damit ist noch immer nicht die Frage geklärt, warum der Tempel hier von 4600 Jahren ausgeht und nicht von 6600 Jahren, also dem Zeitraum in welchem Das Buch der Weisheit des Djehuti bereits längst existierte und die Ägypter belehrte.

 


„Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern“ (Blaise Pascal)

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