#81

Frá Maurice

Toronto, Kanada

Aber ist es genügend durchdacht? Du selbst bist nichts weiter als ein paar Atome des EINEN der alles ist. Eine Betrachtung von Allem was ist, ist dir also nur möglich wenn du selbst aus dir heraustrittst und dich an die Grenzen des Seins bewegst, um einen Blick dessen zu erhaschen, welches du hier zunächst zugrunde legen musstest um deine Aussage zu treffen. Es wäre ein reines Spiel mit den Möglichkeiten deines Denkens über das Sein.

#82
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Unbekannt

Gelöscht

Ich machte mir oft Gedanken zu meinen Fragen aus Beitrag Nr. 41. Aber ich komme absolut nicht voran. Jetzt sind mir doch schon so viele Texte bekannt und dennoch ist da wie eine Wand vor der jegliche Logik endet. Es lässt sich nichts ableiten und kein Hinweis zur Erklärung ist möglich.

Wahrscheinlich liegt es nur an mir, es objektiv zu beurteilen ist aus meiner Sicht wohl unmöglich...

#83

Dennis

Biere, Deutschland

Aber ist es genügend durchdacht?

 Ist dies überhaupt möglich?

Die letzten Wochen waren ein Gedankensturm der viele aufgeworfene Fragen und Antworten umherwirbelte. Er brachte neues, formte altes und verband sogar Altes mit Neuem so, dass das Alte in ein anderes Licht gerückt wurde.

Ich denke, egal welche Aussage man trifft, sie kann nie genügend durchdacht sein...wie auch!?


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#84

Frá Maurice

Toronto, Kanada

Gott suchen ist ein vergebliches Bemühen. Es ist ein Eingeständnis der Unfähigkeit Wahres und Wahrheit zu erkennen und zu erfassen. Gott ist immer zugegen. Warum also suchen? Es ist der Weg der Erkenntnis dem man folgen sollte. Natürlich ist es nicht jedem gegeben diesem zu folgen. Wer nicht zu erkennen vermag, der kann auch nicht einen solch zielgerichteten Weg beschreiten. Viele Hinweise wurden gegeben. Viele dieser Hinweise wurden übergangen, übersehen, fehlgedeutet, missachtet. Viele Themen wurden hier neu angelegt, Threads zerredet und Diskussionen ins Leere geführt. 

Deshalb wurde bereits die Frage gestellt, die hier erforderlich war: Wo fangen wir an, den Weg neu zu definieren? Mit der Schöpfung, die nicht auf der Erde ihren Anfang nahm? Mit der Seele, die nicht wirklich fassbar und nur schwer begreifbar ist. Oder mit Gott - der EINE der Alles ist - und doch so unwirklich fern und verborgen den Bestrebungen des Menschen?


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »- admin -« (30.06.2017, 10:52)
#85
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Unbekannt

Gelöscht

Am besten beginnen wir mit Gott. Er ist der Ursprung, der Schöpfer. Heute herrscht noch immer der Glaube vor (auch in Fachkreisen), dass zuerst der Polytheismus war und erst sehr viel später der Monotheismus entstand.

Doch ist dieser Punkt aus meiner Sicht entscheidend. Und es stellt sich die Frage: Kann man mehrere Götter Gleichberechtigt verehren? Ist es nicht vielmehr so, dass in einer polytheistischen Götterhierarchie nur ein Gott der "Oberste" sein kann?

#86

Frá Ines

Paris, Frankreich

Wenn auf der Suche nach der Entstehung der Welt von Gott als dem Ursprung von allem die Rede ist, dann befinden wir uns schon tief in den Mythen der Menschheitsgeschichte. Es gibt gewiss keine Mythologie auf Erden, in der diese Frage nicht einen zentralen Rang einnähme. Schöpfungsmythen sind archaische Weltmodelle, welche ihrer Zeit entsprechend ausgeformt oder angepasst wurden. Die heutige moderne Wissenschaft tut eigentlich nichts anderes, sie produziert ebenfalls Weltmodelle, allerdings nicht mehr in der Form von Erzählungen, sondern von Begriffen und mathematischen Formeln. Die so, in vielfältigen Theorien erdachten Weltmodelle erheben den Anspruch, eine wesentlich größere Menge empirischer Daten zu integrieren als die mythischen Erzählungen, dies aber bedeutet nicht, dass nicht auch die Mythen empirische Daten integrieren und den Status von Weltmodellen zu Unrecht beanspruchen. In den Schöpfungsmythen der Vergangenheit verständigte sich der frühe Mensch über den Aufbau der Wirklichkeit und seinen eigenen Platz in ihr. Schöpfungsmythen artikulieren daher das Welt- und Menschenbild früher Gesellschaften. Sie haben einen explanatorischen Bezug zur Wirklichkeit und spiegeln im wesentlichen Konzepte menschlicher Kreativität. Der Begriff der künstlerischen Schöpfung kommt aus der romantischen Ästhetik, aus der Ästhetik des Genies. Allerdings müssen wir uns in der heutigen Zeit von der Vorstellung eines Schöpfers im wahrlich künstlerischen Sinne verabschieden – eine solche Sicht ist mehr als nur ein bisschen veraltet.


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Ines« (17.06.2017, 10:37)
#87

Dennis

Biere, Deutschland

Allerdings müssen wir uns in der heutigen Zeit von der Vorstellung eines Schöpfers im wahrlich künstlerischen Sinne verabschieden – eine solche Sicht ist mehr als nur ein bisschen veraltet.

 Wie soll man dann die Schöpfung verstehen? Als geplant? Wobei dann wieder die Frage des Zwecks hervorgerufen wird.

Ein neuer Weg oder ein neues Konzept müsste auf eine "Integration" hinauslaufen was das Thema Gott betrifft. So, das man den wissenschaftlichen Weg mit dem spirituellen/religiösen Weg kreuzt...zusammenführt...als Eines betrachtet.


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#88
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Unbekannt

Gelöscht

Ist die heutige wissenschaftliche Theorie zur Entstehung der Erde und des Mondes (wobei der Mond ja anders entstanden ist als die Erde) denn korrekt? Gott scheint bei den Experten nicht einmal mehr eine Lückenbüsser Position zu besetzen. Es sei alles erklärbar ohne das Wirken einer höheren göttlichen Macht...

#89
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Unbekannt

Gelöscht

Liebe Templer Beitrag Nr. 41 harrt seit langem auf eine kompetente Antwort. Wenn die Frage nicht zu beantworten ist, könnt ihr das ruhig sagen. Ich bin sicher niemand hier im Forum wäre euch deswegen böse. 🙂

#90

Dennis

Biere, Deutschland

Hallo Jamie...

worauf beziehst du eigentlich deine Fragestellung? Auf die Aussage Frá Sumedhas an sich oder auf das Wort "grundsätzlich"?

Hier im Thread findest du mehrere Sätze aus denen man eine Antwort herauslesen kann. Eine Antwort die es auf den Punkt bringt wirst du nicht wirklich bekommen, dazu hat Frá Maurice einen schönen Artikel eingestellt. Hier besonders die Aussage, Zitat:

"Gott ist immer zugegen. Warum also suchen? Es ist der Weg der Erkenntnis dem man folgen sollte."

...nur gehen solche Gedanken immer an die Grenzen des menschlichen Denkens und sind deshalb mit "Gefahren" verbunden, weswegen es Zeit braucht um die richtigen Worte für eine Antwort zu finden. Bedenke, das dies Forum "öffentlich" ist...somit auch jede Antwort des Tempels!
Und ich bin mir sicher, das hier nicht nur "Normalos" reinschauen...

...der SOL


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

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