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Unter der Rubrik News wurde dieser Beitrag veröffentlicht:

http://de.news.yahoo.com/34/20101028/tsc-fossilienfund-liegen-die-wurzeln-der-98fda55.html


Der Tempel schrieb "aber so unwichtig erachten wir derartige Forschungsergebnisse und Theorien nun wirklich nicht. Der Kreis beginnt sich zu schließen, auch wenn es viele Lücken gibt."


Laut bisheriger Meinung stammen die Wurzeln aus Afrika. Nun ist es Asien. Meine Frage diesbezüglich-werfen diese neuen Forschunserkenntnisse nicht mehr Fragen als Antworten auf? Inwiefern schliesst sich der Kreis wenn Zivilisationen wie die Ägypter als erste gelten?

Der Artikel ist ansprechend, denke es zu Thematisieren ist vonnöten.





Aufgrund des Interesses stellen wir hier mit freundlicher Genehmigung von Yahoo-Nachrichten die Originalmeldung ein:

Fossilienfund: Liegen die Wurzeln der Menschheit in Asien?

Donnerstag, 28. Oktober, 12:23 Uhr

Yahoo! Nachrichten / AFP

 Bisher waren sich Forscher auf der ganzen Welt einig, dass unsere Urahnen aus Afrika stammen. Doch es könnte sein, dass die Geschichte der Menschheit umgeschrieben werden muss. In Libyen wurden Versteinerungen von Lebewesen gefunden, deren Existenz offenbar viel weiter zurückliegt als die der bisherigen Funde in Afrika. Das könnte bedeuten, dass die menschlichen Wurzeln in Asien liegen.

Bis heute sind Wissenschaftler davon ausgegangen, dass die früheste Form menschlichen Lebens vor zwei bis drei Millionen Jahren in Afrika anzusiedeln ist. Doch nun hat ein internationales Forscherteam Überbleibsel von vier verschiedenen früheren Primatenarten in Dur At-Talah in der Sahara gefunden, die offenbar bereits vor 39 Millionen Jahren gelebt haben und zeitlich mit keinem der früheren Funde in Afrika in Einklang zu bringen sind. Diese Erkenntnis wurde in der aktuellen Ausgabe des US-Magazins "Nature" veröffentlicht. Wie es aussieht, haben bereits vor mehreren zehn Millionen Jahren Anthropoiden - also die gemeinsamen Vorläufer von Menschen, Menschenaffen und anderen höheren Primaten - in Asien gelebt.

Zwar haben die Forscher in der Dur At-Talah Formation in Zentral-Libyen ausschließlich versteinerte Zähne gefunden, doch sie konnten daraus auf ein ungefähres Gewicht von 120 bis 470 Gramm pro Lebewesen schließen, zitiert die britische Tageszeitung "Daily Mail" aus dem in "Nature" veröffentlichten Artikel. Die Geschöpfe waren also offenbar relativ klein - doch das Resultat ihrer Entdeckung ist groß. Die vier Fossilienfunde umfassen drei verschiedene Familien von anthropoiden Primaten, die alle zur gleichen Zeit im Intervall des mittleren Eozäns lebten, der vor 55,8 Millionen Jahren begann und vor etwa 33,9 Millionen Jahren endete.

Die Forscher schließen aus dem Fund, dass mehrere, bereits voll entwickelte Arten vom asiatischen Kontinent nach Afrika übergesiedelt sein müssen. "Wenn unsere Vorstellung stimmt, dann war die Besiedlung Afrikas durch Anthropoide ein wirklich entscheidendes Ereignis, einer der Schlüsselmomente unserer Evolutionsgeschichte", zitiert die "Daily Mail" den an den Ausgrabungen beteiligten Paläontologen Christopher Beard vom Carnegie Museum für Naturgeschichte in Pittsburgh. "Damals war Afrika ein Inselkontinent. Als diese Anthropoiden auftauchten, gab es auf dieser Insel nichts, was mit ihnen konkurrieren konnte."

Weil sie durch nichts aufgehalten wurden, breiteten sich die Anthropoiden immer weiter aus und entwickelten sich in unterschiedliche Richtungen weiter. Und manche von ihnen resultierten in menschlichen Lebewesen. "Wären unsere Urahnen nicht erfolgreich von Asien nach Afrika übergesiedelt, würden wir heute nicht existieren", so Beard.


Wenn Wahrheit Menschen beleidigt, dann ist es unsere Aufgabe als Wissenschaftler sie zu beleidigen. [Satoshi Kanazawa]

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Jamie« (26.03.2011, 11:35)
#4
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Es ist nicht alles ins Wanken gekommen. Dass der Homo Sapiens eher aus Asien kommt als aus Afrika ist keine neue Vermutung. Allerdings kann ich mit dieser Streiterei, die es nun mehr seit Jahrzehnten gibt - Asien oder Afrika -  wenig anfangen. Es ist mir im Grunde egal.

#5
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Jamie« (24.02.2011, 17:24)
#6

Frá Konstantin

London, Großbritannien

Kaum hat man eine Neuigkeit über die Sapiensentwicklung verdaut, schon droht eine neue Sensation die gewonnen Erkenntnisse zu relativieren - oder vielleicht doch nicht?

400 000 Jahre alte Zähne in Israel gefunden  dpa (Tel Aviv) Meldung vom 28.12.2010

Forscher haben in Israel nach eigenen Angaben die bislang ältesten Zähne des modernen Menschen gefunden. Die Tel Aviver Universität teilte am Dienstag auf ihrer Webseite mit, bei Ausgrabungen in einer Höhle seien Forscher auf etwa 400 000 Jahre alte Zähne des Homo sapiens gestoßen.

Bislang seien nur etwa 200 000 Jahre alte Überreste des modernen Menschen in Afrika entdeckt worden. «Dies ist die bisher früheste Periode, aus der es Hinweise auf die Existenz des modernen Menschen auf der Welt gibt», hieß es in der Mitteilung der Universität zu dem neuen Fund. An der Studie waren unter anderem die Archäologen Professor Avi Gofer und Ron Barkai sowie Professor Israel Hershkovitz von der Abteilung für Anatomie und Anthropologie der medizinischen Fakultät beteiligt.

Die Zähne wurden den Angaben zufolge in der Kassem-Höhle gefunden, einer prähistorischen Stätte östlich von Tel Aviv. Acht Zähne seien gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam untersucht worden. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass sie in Größe und Form sehr jenen der bisher weltweit gefundenen Überreste des Homo sapiens ähnelten. In Israel seien in der Vergangenheit etwa 100 000 Jahre alte Überreste des Homo sapiens gefunden worden, in der Carmel-Gegend im Norden des Landes sowie in Kafzeh in der Nähe von Nazareth.

Die derzeit weitgehend akzeptierte «Out of Africa»-Theorie besagt, dass sich der moderne Mensch in Afrika entwickelte und von dort aus über den Rest der Welt ausbreitete. Diese Theorie könnte mit solchen  neuen Erkenntnissen zunehmend unter Druck geraten, aber auch eine gewisse Skepsis zu projizieren geeignet sein – irgendwie liegen die Fundorte zu sehr in der Nähe gewissen biblischer Größen. Nazareth dürfte jedem Christen ein genehmer Ort sein und der Carmel als Wirkstätte der „Großen Propheten“ Elia und Elias zumindest auch diesen ein Begriff…

 


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Wie unglücklich sind doch die Menschen in ihrer Unwissenheit, aber wie tief müssten sie sich selbst verachten, wäre es ihnen möglich, sie zu erkennen.


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Theodor« (29.12.2010, 12:39)
#7
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Jamie

Gast

Danke für den Bericht, Frá Konstantin. Diesen neuen Fund wollte ich eigentlich gestern reinstellen, habe es jedoch versäumt.
Interessant wie viel in letzter Zeit entdeckt wird. In relativ kurzen Abständen erfolgten diese Funde. Bin gespannt inwiefern es neuere Theorien hervorbringen wird.
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