Weshalb sollte Gott Schuld tragen ? Ist es nicht der Sapiens, der frei von Zwängen, Wertvorstellungen und Einschränkungen seines freien Willens, sich erhebt über die eigene Art? Die Evolution ist kein Kindergarten und die Entwicklung des Universums ist völlig unabhängig vom Streben und Weben des Sapiens. Hast du vergessen: Ein Schimmelbezug der zu denken begann, glaubt sich heute fähig zu allem was das Universum bietet und ist doch nicht in der Lage zu erkennen, dass seine Anhäufung von Wissen nur zum Schaden des Universums gereichte. Schau dich um - erkennst du nicht, dass der Sapiens eine neue Zeit der Cäsaren etabliert und seine eigene Art weltweit derart missbraucht, dass im Rückblick auf Vergangenes die Sklavenzeit einem Spa-Wochende gleicht? Welche Schuld sollte Gott tragen wenn sich Sapiens am Leiden der eigenen Art ergötzt?


Wenn Wahrheit Menschen beleidigt, dann ist es unsere Aufgabe als Wissenschaftler sie zu beleidigen. [Satoshi Kanazawa]

#32

Jamie

, Schweiz

Das bestreite ich ja alles nicht. Aber wäre es unter diesen Barbarischen Zuständen nicht besser und "humaner" der Bestie Mensch erst gar keine Zukünftigen Opfer zuzuführen und das Kinderkriegen endgültig sein zu lassen.

Ich vermisse die Bereitschaft heutiger Eltern Verantwortung bezüglich ihrer Kinder zu tragen und die Realität zu erkennen, nicht zu verleugnen und sich zu fragen-können Kinder in solch einer brutalen und kranken Welt sich wohlfühlen? Wer Kinder liebt...sollte den Egoismus zurückstellen und erst gar keine in diese Welt setzen. Alles ist hier Leid.

Es war mir auch immer ein Rätsel weswegen Gläubige der Wiedergeburtslehre sich vermehren wollen. Sie wissen doch was sie ihren Kindern konkret damit antun.


„Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern“ (Blaise Pascal)

Der Tempel will diese Welt nicht als schlechthin verworfen und verdorben, ja böse, schildern und den Menschen als Fremdling in einer bösen Welt deklarieren - der Tempel erkannte früh die Unselbständigkeit einzelner Glieder der Natur - der gesamten Schöpfung und der Zerbrechlichkeit der Ordnungen, die diese Welt bewohnbar machten und den Menschen neben allen anderen Tieren beheimaten. Eine andere Heimat hat er nicht. Eine andere Welt gibt es nicht. Der Mensch hat vergessen, dass er in der Welt Gottes lebt - eine Welt der Götter gibt es nicht. Wenn die Ordnungen dieser Welt aus ihr vertrieben sind wie die schwächeren Völker aus ihren Lebensräumen, wird der Mensch erkennen müssen, dass mit dem Untergang der Ma´at auch der Untergang der eigenen Art verbunden ist. 


Wenn Wahrheit Menschen beleidigt, dann ist es unsere Aufgabe als Wissenschaftler sie zu beleidigen. [Satoshi Kanazawa]

#34

Jamie

, Schweiz

Manchmal ist es fast unmöglich nicht der Verzweiflung endgültig zu erliegen. Ich weiss, dass die Welt an sich nicht böse wäre. Aber wenn unablässig Attacken erfolgen ergibt sich oft ein Gefühl des Ausgeliefertseins. An die Herrschaft der Dummen, brutalen und letztendlich gedeuteten bösen.

Mich würde interessieren, wie die Templer den Kannibalismus deuten, der leider heute von der Wissenschaft leider bestätigt, im Tierreich oft vorzufinden und keine Seltenheit ist. Es sind solche Veröffentlichungen die mich zweifeln machen. Das Böse siegt immer, habe ich früher nicht glauben können/wollen. Aber wenn ich Bilder sehe von einer Eisbären Mutter, die ihrem eigenen Jungen den Kopf abbeisst und den Kadaver anschliessend mitschleppt und frisst...

Dann erfüllt mich Angst. Angst dass von einem Gott einer solchen Welt auch nach dem Tod nichts gutes zu erwarten ist.

Bitte seht dies nicht als Gotteslästerung. Aber ich verspüre diese Angst mit zunehmenden Alter. Und es muss einmal ausgesprochen und diskutiert werden. Ansonsten sehe ich (für mich) keine Zukunft.


„Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern“ (Blaise Pascal)

#35

Marcain

Himmelpforten, Deutschland

In dieser Welt gibt es doch soviel schöne Dinge. Es wirkt fast so auf mich, als wenn du gerade nur auf das Schlechte blickst und die vielen, schöne Dinge ausblendest. Soviel gibt es zu sehen, zu bestaunen oder auch zu lieben.

"Dann erfüllt mich Angst. Angst, dass von einem Gott einer solchen Welt auch nach dem Tod nichts gutes zu erwarten ist"
Eventuell magst du deine Aussage etwas genauer erläutern, dies würde mich interessieren es klingt fast als, wenn du eine Wiedergeburt o.Ä. erwartest.

#36

Jamie

, Schweiz

Die Wiedergeburt wäre das schlimmste, das eintreten könnte. Aber daran glaube ich nicht. Früher schon, aber das ist lange her. Ich empfinde die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod je länger je mehr widersprüchlich.

Solange alle Lebewesen auf Erden leben (ich gehe jetzt mal vereinfacht nur auf die Erde ein), hilft uns niemand und Gott ist weit entfernt und zeigt an unserem Schicksal auch nicht wirklich Interesse oder Anteilnahme.

Und plötzlich...wie durch ein Wunder...soll sich das schlagartig ändern. Nachdem wir gestorben sind ist alles Leid und der Schmerz weg und Gott nimmt sich unser an. Warum nicht vorher? Ist ein vertrösten auf eine bessere Existenz nach dem Tod (wo niemand das Gegenteil beweisen kann, dass dies niemals stattfindet) nicht ein einfacher Trick um den Pöbel (also uns) zu beruhigen oder besser gesagt "ruhigzustellen"?

Man kann alles behaupten in Bereichen, wo ein nachforschen unmöglich ist. Vielleicht gibt es ein Leben nach dem Tod. Vielleicht ist es auch nur eine weitere Lüge von vielen. Auf mich wirken Heillehren je länger je mehr wie billige Ausreden. Erdacht von Menschen.

Ich würde gerne weiterhin an ein glückliches alles wird besser Jenseits glauben. Doch wo sind die Beweise?

Wissenschaften die seriös betrieben werden habe ich anders in Erinnerung. Dort müssen Theorien und Behauptungen belegt werden.


„Das ewige Schweigen dieser unendlichen Räume macht mich schaudern“ (Blaise Pascal)

1029 Aufrufe | 36 Beiträge