#11

Dennis

Biere, Deutschland

Zitat von: - admin -

Hier eine befriedigende Antwort zu geben, ist nicht in wenigen Worten zu machen. Wir werden einen Beitrag dazu schreiben und den Versuch einer Erläuterung.

Gut, da wart ich dann mal gespannt.

Was bedeutet dies alles? Hat nicht jeder schon einmal die Gedanken mit sich getragen, dass in Wirklichkeit eigentlich alles völlig egal ist, da wir in 100 Jahren alle tot sein werden?

Normalerweise...ja! Ich war zwar auf 200 Jahre aus, aber ok. Damit will ich mich aber nicht zufrieden geben. Ich würde schon gern wissen, was in ein paar tausend Jahren passiert ist. Ich würde den Nauaufbau gern betrachten können, wenn es denn einen gäbe.

Kann der einzelne sich aus dieser "Tretmühle" befreien und etwas aus seinem Leben machen, etwas was von ewiger Dauer ist?

Dazu müsste man "ewig" definieren. Eine Menschenewigkeit, ja...eine zeitliche Ewigkeit, nein. Ob sich der einzelne Mensch aus dieser "Tretmühle" befreinen kann? Genau da habe ich meine Suche angesetzt, aber die Informationen die es gibt...helfen da nicht weiter. Riesen Verwirrung entsteht.

Frá Sumedha Gupta

Komtur des Tempels

Um nochmal auf den obigen Text zurück zu kommen.

Was mir, in meinem ganzen Tun, aufgefallen ist, ist die Verallgemeinerung des Ganzen. Es wird sozusagen alles über einen Kamm gezogen, und daraus ein Durchschnitt genommen. Das das nicht funktioniert sieht man ja, anhand der ganzen Geschichte.

Aber geht es anders? Nein...leider nicht. Es sei denn man kann "aussieben".

Und dazu habe ich mir dann die Frage gestellt: Was würde ich tun, wie würde ich handeln, wenn ich alles Wissen hätte? Aber das würde den Rahmen sprengen!

#12

Dennis

Biere, Deutschland

Menschen sind wie andere Tiere – genau das bestreiten die modernen Humanisten. Sie beharren darauf, der Mensch könne durch sein Wissen auf die Umwelt mehr Einfluss nehmen als alle ihre Vorfahren und hätten nie dagewesene Möglichkeiten, sich zu entfalten. Sie greifen damit aber eines der fragwürdigsten Versprechen des Christentums auf, alle Menschen könnten erlöst werden.
Frá Pierre Lambert de Guise
Ritter des Tempels

Meine nachfolgende Frage passt eventuell nicht ins Zeitgeschehen, aber mich beschäftigt diese schon eine lange Weile.
Ich hörte vor kurzen einen Bericht im Radio, welcher mitteilte dass 2 Pandabären geboren wurden, beide wohlauf sind und das die Chance sehr hoch ist auch beide durchzubekommen. Eines dieser Panda Babys wog deutlich mehr als das andere. Der Reporter sagte dann folgendes:
In der Natur…würde die Panda Mutter das schwächere töten, weil sie weiß dass sie beide nicht ernähren kann.

Hier stellen sich natürlich mehrere Fragen. Wie steht der Orden zu „schwächeren Nachwuchs“ bei den Menschen?

Wir Menschen versuchen Alles und Jeden zu „retten“…doch ist es sinnvoll?


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#13

Frá Andreas

Córdoba, Argentinien

Es ist schwierig eine solche Frage zu beantworten. In wenigen Worten umreißt du die gesamte Evolution? Entspricht es dem realen Geschehen der Jetztzeit, dass der Mensch versucht "Alles" und "Jeden" zu retten? Was ist mit den Lebensgrundlagen der Spezies Sapiens selbst? Boden, Wasser, Luft? Wird hier versucht zu retten oder wird hier nur versucht durch das Verursachen von Angst relative Beruhigung zu erzeugen? Was ist mit dem Massenaussterben der Arten?

In Bezug auf das angesprochene „Schwächere“ könnten wir die Evolution ins Feld führen und die Naturgesetze – wir würden hier nicht falsch liegen und damit doch Erschrecken, Empörung, Ablehnung und selbst Aggressionen auslösen. Der Mensch hat sich so weit von der Natur entfernt, dass er deren grundlegende Regeln natürlich für sich selbst auszunehmen pflegt. Das kultivierte Tier Sapiens braucht feste Regeln – aber kann man mit naiven Moralvorstellungen die Evolution des Sapiens voranbringen?

#14

Dennis

Biere, Deutschland

Die Rettung war natürlich ironisch gemeint. Der Mensch rettet das, was ihm am nächsten steht…und viele sind noch nicht mal daran interessiert. Die Reportage ist ein Beispiel der Naivität des Menschen gewesen, so wie man viele andere aufführen könnte.

Ich schaute mir gestern einen Weltbevölkerungszähler an, ein statistisch rechnendes Programm was in Echtzeit Geburten-, Tod- und Gesamtzähler aufwies. Diese „ratternden Zahlen“ sind bei längerer Betrachtung beängstigend. Rund 370.000 Geburten pro Tag, rund 150.000 Tote. Und das ohne jegliche Kontrolle über den in Freiheit lebenden Menschen. Es gibt zwar Projekte die zur Aufklärung zur Überbevölkerung beitragen…meist in Afrika…doch erkennt man bei genauerer Betrachtung den doppelten Boden. Es erscheint sinnlos…

…eine Regel zur Geburtenkontrolle erscheint mir sinnvoll. Wie aber will man so einen gewaltigen Einschnitt global umsetzen (Vor allem in der kurzen Zeit bis zum Ende des Jahrhunderts)? Dafür muss man richtig gut Schach spielen können...oder "World of Warcraft"


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#15

Frá Andreas

Córdoba, Argentinien

Das mit den Spielen erschließt sich mir nicht wirklich. Das Zählen der Neugeborenen und der Wegsterbenden erscheint zumindest als Hinweis auf eine sich verselbständigende Katastrophe. Die Chinesen hatten hier einen radikalen und doch wirksamen Weg eingeschlagen - Geburtenkontrolle (Ein-Kind-Politik). Im Westen wurde das auf das Heftigste kritisiert und als unzumutbar angegriffen. Aber der Westen ist der Auslöser der Bevölkerungsexplosionen weltweit, allein durch das, was man als Segen für die Menschheit zu propagieren pflegt. Wachstum ohne Ende - hat man dabei etwa die Bevölkerungsexplosion als Nebenwirkung außer Acht gelassen? Man folgt der irrigen Meinung, dass wachsender Wohlstand zu Geburtenrückgang bei der Bevölkerung führt und verdrängt die eigene Geschichte in diesem Punkt völlig. Man eroberte vorgeblich leere Länder – rottete so nebenher die indigene Bevölkerung fast vollständig aus und löste dann erneut eine Bevölkerungsexplosion aus, die jetzt ihre Auswirkungen auf die Ursprungsländer zeigt. In Afrika zerstört man die Grundlagen für ausreichende Nahrungsvorsorge und Zukunftsentwicklungen – jedoch nicht ohne vorher die Bevölkerung in eine Bevölkerungskatastrophe zu treiben, die allein durch falsche Wirtschafts- und Bevölkerungspolitik ausgelöst und fortgeschrieben wird. In Bezug auf wachsenden Wohlstand und ein Übermaß an Nahrung reagiert eine menschliche Gesellschaft genau wie eine Rattenpopulation in einem Kornhaus – das hatten bereits die „Alten Ägypter“ begriffen und in Verhaltenshinweisen für den Pharao vor Schaden für die Gesellschaft und den Staat gewarnt, als dieser „Asiaten“ das Ansiedeln im Delta erlauben wollte. Der Tempel ist sich absolut sicher, dass mit dem Überschreiten der 9 Milliarden Grenze zum Ende dieses Jahrhunderts der endgültige Niedergang der Spezies Homo Sapiens eingeleitet wird – die Worte Thots lassen keinen anderen Schluss zu.


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Frá Andreas« (16.09.2019, 17:02)
#16

Dennis

Biere, Deutschland

Ich stimme voll und ganz zu.
Die Allegorie die sich hinter den „Spielen“ befindet, ist zu fragen ob überhaupt und wie eine „Wende“ aussehen könnte, einen Umbruch im Denken sowie Handeln bezüglich der Population herbeizuführen.
Eine Frage wäre auch, wie gut die Ein-Kind-Politik in China „fruchtet“ und ob die Erfolge in einer kurzen Zeitspanne beispielhaft werden können. Sie beschneiden ja die demokratische Freiheit des westlichen Denkens.


"Überall zeigt sich das Seiende in seiner Struktur von vollendeter Harmonie – das ist Maát."

#17

Frá Andreas

Córdoba, Argentinien

Ein Umdenken ist den Menschen wohl nur durch "Money" zu vermitteln. Eine noch dramatischere Fixierung auf Wohlstand. Das chinesische Modell wurde inzwischen in der Folge von westlichem Druck und massiver Einwirkung politischer Minderheiten abgeschwächt. Als Resultat können wir nach vorsichtigen Schätzungen 165 Millionen weniger Kinder finden. Durch die Kontrolle der Geburten wuchs der Anspruch der Familien einen "Erben" zu haben - also einen männlichen Nachkommen und einen dadurch ausgelösten Boom auf Abtreibungen weiblicher Föten. Jetzt hat man mit dem Problem zu kämpfen. dass es 65 Millionen Frauen dieser Jahrgänge zu wenig gibt und in der Folge viele Familien weibliche Kinder aus Nachbarstaaten kaufen bzw. stehlen, um eine Frau für den erzwungenen "Erben" zu finden. Auf jeden Fall genügt dieser massive Einschnitt die chinesische Bevölkerung innerhalb der nächsten 50 Jahre zunehmend zu verringern. Wünschenswert und tatsächlich zwingend erforderlich wäre eine Fortführung der Ein-Kind-Politik um eine deutlichere Bevölkerungsverringerung zu erreichen.

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