#1

commbot

,Deutschland

14.02.2010 09:52 Bruder Pio
Zuletzt geändert am 14.02.2010 11:35 von Pio
 Ich bin etwas verwundert. Gestern hat mir ein online Freund gekündigt.
Er gehört der röm katholoischen Kirche an.

Er hat mir deswegen gekündigt, weil ich zu ihm sagte, dass für mich die Kirche sekundär ist und ich sie für mein Weiterkommen nicht benötige.
Es geht mir alleine darum, dass ich es nicht gutheißen kann, dass er andere Kirchen als unnütz bezeichnet und nur die kath. Kirche als die wahre Kirche Christi bezeichnet.
Ich kenne Moslems, wo sich viele kath.Würdenträger verstecken können.
Es gibt einen Allherrn, das verneine ich nicht.


Hier noch zwei- drei  Sätze von ihm

Dein negatives, voreingenommenes Bild der Kirche schmerzt mich sehr. Ehrlich gesagt habe ich keine Lust, auf dieser Ebene mit dir zu kommunizieren...
Ein Priester, der mit seiner Freundin ins Bett gehen würde, er niemals würdig sein würde, die Hl.Messe zu feiern!

Ich sehe das anders.Die Worte würde Jesus,sofern er gelebt hat, nie aussprechen. War Jesus nicht verheiratet?
Die Kirche ist mir viel zu viel totalitär. Und genaus das spricht aus seinen Worten. Ich spüre da keine Liebe und Barmherzigkeit,sondern nur Kälte und Theorie.
Irgendwie erinnert mich das an eine Sekte. Wir sind die wahre  Kirche Christi. Man blickt andere von oben herab an.

ich wünsche einen schönen Tag

Gott zum Gruß

bruder pio

p.s.

konnte den Artikel bei den dafür vorgesehen Christen Feldern nicht öffnen. Das Thema existiert nicht, stand drauf.


http://www.betanien.de/Material/katholisches_Artikel/sind_sie_auch_katholisch.pdf


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#2

commbot

,Deutschland

14.02.2010 11:08 Bruder Pio
Zuletzt geändert am 14.02.2010 11:41 von admin

 http://forums.israelheute.com/Forums/tabid/36/forumid/3/threadid/7960/scope/posts/threadpage/1/language/de-DE/Default.aspx

finde diesen Eintrag gut.

Meines Erachtens befindet sich Dave Hunt in völliger Übereinstimmung mit der Schrift.

Bleiben wir eng bei dem, worum es ihm geht. Er redet nicht vom Leidender Gläubigen an sich, auch nicht vom täglichen Sterben, auch nicht vondern Mühen um die jetzt lebenden Verlorenen. Hunt thematisiert diekatholische Irrlehre vom "Fegfeuer", in dem fromme, gläubige,wiedergeborene Katholiken angeblich nach ihrem Tode schmachten. Dierömische Kirche lehrt, dass diese Unglücklichen zwar völlige Vergebungihrer Sünden haben, dass aber noch eine RESTSTRAFE abzubüßen bleibe.Das geschehe in einem zeitlich begrenzten "Reinigungsfeuer", das - sowar neulich im Forum zu lesen - noch viel qualvoller sei als dasHöllenfeuer. Das "Fegfeuer" hat also nichts mit der "Hölle" und der"ewigen Verdammnis" zu tun, in ihm sind nur (katholische?) Menschen,die "im Stande der Gnade" gestorben sind.
Das ist (in meinen Worten) die römische Irrlehre des "Fegfeuers".
Ich brauche nicht erwähnen, dass dies eine Erfindung der alten römischen Kirche ist.

Glücklicherweise hat Rom zu diesem Alptraum für die Sterbenden und Hinterbliebenen gleich drei Gegenmittel gefunden:

1. Die römische Kirche selbst hat - so sagt sie - durch ihre Saktramente und guten Werke einen Überschuss an Gnadenmitteln,die sie einsetzen kann, um diese schreckliche Qual ihrer Anhänger zuverkürzen, etwa durch das Lesen von Messen zum Gedenken an denVerstorbenen. Viel hilft hier viel. Je mehr Messen, desto besser. DieKlosterarchive oder ihre Rechtsnachfolger haben große Massen vonUrkunden über Stiftungen und Schenkungen an Klöster, damitOrdensbruderschaften regelmäßig für den Stifter beten, damit seinAufenthalt im Fegfeuer verkürzt wird.

2. Aber auch jeder Katholik kann durch Erwerb von Ablässen dazubeitragen, dass ihre lieben Verstorbenen aus dem Fegfeuer entlassenwerden und in den Himmel zur Gottanschauung gelangen.

3. Was Dave Hunt beschreibt, ist eine darüber hinaus gehende Sache,dass nämlich einzelne Fromme (er nennt Katherina von Siena und PaterPio) in ihrem Leben ein Übermaß an Leiden erduldet haben, und dass Gottdiese Leiden den im Fegfeuer Schmachtenden anrechnen könne. Aktiviertwird diese Transaktion durch Anrufen der "Heiligen" und deren Fürbitteam Thron Gottes. So wird das Absitzen der "Reststrafe" verkürzt odererlassen. Aber - man weiß nie genau, ob es gereicht hat!

Hunt hat Recht, wenn er diese infame Irrlehre der röm. Kirche ans Licht zieht und brandmarkt. Ich stimme ihm völlig zu.
Röm 8,30:

Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen;
und die er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt;
die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.

Wenn Dave Hunt Recht hat, dann sitzen die Katholiken einer gezielten
Irrlehre auf.


gott zum Gruß pio

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#3

commbot

,Deutschland

06.03.2010 14:42 Frá Wito

Hallo Bruder Pio,

wir bitten die verspätete Beantwortung deines Beitrags zu entschuldigen. Aber die derzeit gehäuft eintretenden Notlagen vieler Menschen zwingen uns gewisse Prioritäten zu setzen.

Das dir ein Freund aufgrund abweichender Einstellungen zu Glaubensfragen kündigt, ist sehr bedauerlich. Aber hier solltest du leicht Ersatz oder besser wahre Freundschaft finden, dort wo man dir trotz und wegen anderer Auffassungen Freundschaft anbietet. Wer seinen Glauben so in den Vordergrund hebt, dass er dabei Freundschaft in Menschlichkeit riskiert, der ist ein Sektierer. Das sollte uns doch nicht verwundern. Sind nicht alle diese Bewegungen, die aus dem Judentum hervorgingen,  genau die Form von Sektiererei, vor der die RKK immer warnt? Ja ist diese RKK nicht genau die Sekte, die durch Unterdrückung, Macht- und Gewaltmissbrauch sich an die Spitze dieser aus den jüdischen Messias Bewegungen hervorgegangenen Häresien gesetzt hat? Man braucht nur die Internetbeiträge über Sekten genau zu überdenken – finden wir dort nicht eine genaue Beschreibung des nach außen getragenen Bildes der RKK?

Wir sehen alle christlichen Bewegungen als Sekten. Sie übernahmen die Religionsbilder der Zeitgeschichte, vermischten sie zu einem angeblich einmaligen Geschehnis und schufen doch nur einen melting Pot of Religion, der in kaum dagewesener Grausamkeit und Brutalität ins Weltgeschehen eingriff.  Sie schufen die Grundlage der Problematik, die in absehbarer Zeit zur Katastrophe für die Evolution wird. Sie hoben den Menschen auf ein Podest, auf dem er sich selbst als Gott sieht und verkannten die Wichtigkeit der wesentlichen Erkenntnis der Ur-Religionen, nämlich, dass auch der Mensch nichts ist als ein Tier, welches sich in seiner Umwelt einfügen muss. Der Verlust – wohl überwiegend durch Realitätsverleugnung entstanden – dieser Erkenntnis führte dazu, dass der Mensch sich jetzt auf der Erde verhält wie krankheitsauslösende Mikroorganismen oder neoplastische Krebszellen. Er wirkt durch seine hohe Zahl wie eine ernsthafte Krankheit, eine Seuche, die den Untergang der gesamten Evolution verursachen könnte. Die Erde leidet unter der Menschenplage, welche aus religiösen Überzeugungen ihren Ursprung hat, die allesamt im Judentum fußen. Sollte es nicht gelingen diese Sekten in ihren Machenschaften zu unterbinden, sind die daraus resultierenden und zu erwartenden Geschehnisse sicher von anderer Art als es diese Sekten ihren Anhängern für die Zukunft propagieren.

Frá Wito Graf Sittich v. Berlepsch


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#4

Schechina

Niedersachsen,Deutschland

Hallo Fra Wito,

Kann es sein, dass die Menschen sich so verhalten, weil die Bibel in der Genesis sagt, ihr sollt euch die Erde untertan machen?

Ein anderes Extrem habe ich in Indien gesehen, wo es Rattentempel und so was gibt, dort werden Tiere dann besser behandelt als kleine Kinder.

Widerlicher Weise stinkt es in diesen Tempeln, Menschen die selbst nichts zu essen haben opfern ihre Speisen den Ratten.

Sie speisen dann sozusagen mit ihren Ahnen den Ratten und züchten lustige Krankheiten in ihren Tempeln.

aegy.confused.gif


"wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher"!

Bertholt Brecht

#5

- admin -

Sydney,Australien

Sicher ist in der westlichen Welt die Bibel, also die Genesis in erheblichem Umfang für die menschliche Überhebung verantwortlich. Aber die wirklich existenzbedrohenden Angriffe auf die Evolution sind in einer Zeit erfolgt, als der säkulare Humanismus das Heft des Handelns übernahm. Die Religion der Humanität als Nachfolgeinstitution des christlichen Irrglaubens hatte die Vision einer universellen Zivilisation, die auf Wissenschaft gründet. Dieses Konzept entwickelte sich zu einer politischen Religion deren Weltanschauung sich in völliger Verirrung menschlichen Handelns verirrte. Schon der Denkansatz, das Ziel des menschlichen Lebens sei das Handeln, ist ein moderner Irrglaube, denn das Ziel des menschlichen Lebens ist allein die Welt richtig zu sehen. Sicher verweist diese Einsicht auf die Vergeblichkeit politischen Handelns und qualifiziert diese als unzulängliche Notlösungen. Gerade in der Jetztzeit ist die Welt übersät mit imposanten Ruinen gescheiterter politischer Utopien. Während die Linke im Dämmerschlaf geistiger  Umnachtung dahinsiecht, ist die Rechte die Welt der utopischen Einbildungskraft geworden. Auf die Projekte des weltumspannenden Kommunismus folgte der Versuch eines globalen Kapitalismus – zwei Visionen einer grauenerregenden Zukunft, welche glücklicherweise beide nur Chimären sind. Der Solipsismus der Sapienstiere wird diesen Planeten zu Grunde richten und kein Mensch ist in der Lage diese Welt zu retten. Aber das ist kein Grund zu verzweifeln – diese Welt muss nicht gerettet werden – der Mensch wird niemals in einer von ihm völlig kontrollierten und umgeformten Welt leben.

Der Tempel von Karni-Mata ist ein weltweiter Begriff, ist er doch geeignet sowohl leicht erschauerte Freunde als auch ekelbehaftete Feinde zu haben. Aber die Menschen in Deshok sind sehr gläubig und auch sehr friedfertige, freundliche und angenehme Sapiens. Man mag über ihren seltsamen Tierglauben  denken was man will, eines sollte man nicht tun, diese Menschen darüber zu verachten. Sie pflegen ihren Tempel und nehmen viele Strapazen auf sich, diesen Tempel sauber zu halten. Seuchen hat es in dieser Gegend noch nie gegeben. Diese Ratten sind gesünder als viele Haustiere in Deutschland. Wir konnten dort keinerlei Infektionen mit gefährlichen Keimen finden. Selbst der sehr bekannte Rattenfloh ist dort frei von TBC und Pest. Kinder die häufig im Tempel sind, haben deutlich weniger Kinderkrankheiten als solche aus der Umgebung, die niemals in diesem Tempel waren. Deshalb stehen wir auch hier auf dem Standpunkt: Möge eine jeder glücklich werden, ganz wie es ihm gefällt. Zudem haben wir auch in Deutschland schon Anwesen von Rattenfreunden gesehen, die ihren Bewohnern entglitten sind – hier war eine ernsthafte Seuchengefahr deutlich größer.

Frá Hermann Frhr. v. Eichendorff

Ritter des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

#6

Schechina

Niedersachsen,Deutschland

Wer nun aber die Welt "richtig" sieht ist und bleibt ein Diskussionspunkt. Den sogenannten Solipismus kann man auch nicht verallgemeinern und den Kapitalismus nicht verteufeln, denn ein Sozialstaat ist doch schon ein großer Fortschritt.

Vielleicht sollten sie lieber Strapazen auf sich nehmen, und sich um arme bedürftige Menschen kümmern als Ratten zu züchten und sie in Tempeln wohnen zu lassen.

Ich wollte hauptsächlich von dem einen Extrem, sich die Erde untertan zu machen, zu dem anderen Extrem Ratten zu vergöttern hinweisen.

Ich wäre ansonsten überhaupt dafür, dass man Tiere nicht einsperren sollte, eine Ratte als Haustier fühlt sich sicher nicht wirklich wohl.

 

 

 


"wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher"!

Bertholt Brecht

#7

PCMTH international

Brisbane,Australien

Der erste Satz ist geeignet hier ein wenig Belustigung hervorzurufen. Es dürfte eigentlich niemandem, der mit offenen Augen und wachem Verstand unsere Texte liest, entgangen sein, dass der Tempel nicht nach Wahrheiten sucht, die sich an menschlichen Sichtweisen orientiert, sondern die Wahrheit lebt, die in den Lehren des Djehuti überliefert ist.  Daher ist die Annahme ein Mensch könne darüber mit Gott diskutieren, wie er die Welt zu sehen habe wohl etwas mehr als nur naiv. Vielleicht sollte man, bevor man versucht die Welt mit offenen Augen und aus einer deutlichen Distanz zum menschlichen Denken und Handeln zu betrachten, zunächst ein einfacheres Ziel anpeilen. Es wäre sicher angeraten einmal darüber zu reflektieren, welche Illusionen kann man entbehren und welche vermag man niemals abzuschütteln. Sicher werden die Betreffenden danach immer noch Wahrheitssuchende sein, aber bei einem offenen und ehrlichen Umgang mit diesem Thema, wird sich niemand länger an die Hoffnung auf ein illusionsfreies Leben klammern. Das Ziel wird sein, sich über seine unüberwindbaren Illusionen klar zu werden und zu erkennen welche Unwahrheiten man lassen kann und welche für die eigene Vorstellung eines gangbaren Lebens unverzichtbar sind. Die „richtige“ Sicht auf die Welt muss man sich erarbeiten – sie ist nicht diskutierbar. Man könnte vieles erfahren, was ein normaler Mensch nicht wissen darf, nicht sehen darf, und wenn er es gesehen hat – sollte er besser sterben.

Versteht die Kritik des Tempels am Kapitalismus nicht falsch – wir kritisieren die Art von Kapitalismus die sich in den letzten hundert Jahren etablieren konnte. Nicht nachzuvollziehen ist Schechinas Satz im Zusammenhang mit dem Sozialstaat als Fortschritt. Nur der Kapitalismus überhaupt kann sich eine soziale Ausrichtung erlauben –alle sozialistischen Gesellschaftsformen sind schon aufgrund ihrer eigenen Doktrin zum Scheitern verurteilt.

Die Kritik am Rattentempel ist nicht neutral, sie wertet ohne Information. Die meisten Menschen, die dort ihren Glauben leben, zählen, nach westlichen Vorstellungen, selbst zu den wirklich Bedürftigen. Aber Schechinas Schlusssätze haben durchaus etwas sehr positives: Der Mensch lebt in extremen Gegensätzen zu dem was man eigentlich seiner angenommenen Vernunft entsprechend erwarten sollte.  Sein Umgang mit anderen Lebewesen ist sicher nicht das einzige Problem seiner Überhebung an welchem zwingend gearbeitet werden muss.

Frá John Freemont Stiller

Komtur des Tempels


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »PCMTH international« (30.08.2011, 23:26)
#8

Schechina

Niedersachsen,Deutschland

Dann muß wohl jeder Mystiker naiv sein, was wahrscheinlich auch des Öfteren zutrifft. aeg.lcheln.gif Aber es freut mich wenn ich euch ein Lächeln abringen konnte, ihr erscheint ja manchmal perdon "furztrocken",

Und ob die Lehre des Djehuti nun das einzige wahre Tor zum Geist ist, ist ebenfalls eine Doktrin, eine an die ihr glaubt, mich müßt ihr erst noch überzeugen.


Der Kapitalismus konnte eine soziale, demokratische Basis gründen, ich kenne keine bessere Staatsform, alles andere ist gescheitert, weil es Menschen pervers versklavt hat.

Mag aber sein das es noch besseres gibt, was ich nur noch nicht kenne, der Isis Kult war jedenfalls ein Gebilde des Matriarchat, also konnte die Pharonenwürde nur über die weibliche Linie weiter gegeben werden. Auch wenn es keine rein mutterrechtliche Kultur gewesen ist.

Der Mythos besagt dann ja auch, dass es Isis war, die Osiris wiederherstellte.


"wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher"!

Bertholt Brecht


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Schechina« (31.08.2011, 11:44)
#9

Sinclair

66687 Wadern,Deutschland

Ich finde in den Aussagen einiges, dass ich persönlich nur unterstützen kann: Was ist die Wahrheit und vor allem wer verfügt über Sie? Ist die  Wahrheit oder besser gesagt das, was wir dafür halten nicht recht individuell oder ist sie ein akademisches Konstrukt, das immer und überall im Kosmos für jeden und zu jedem Zeitpunkt gültig ist. Ich glaube nicht! Und dies betrifft auch die Ebene des Glaubens. Wenn wir uns die Gläubigen der verschiedenen Religionen betrachten, so scheint so manches ihrer Rituale von außen betrachtet lächerlich zu sein, aber es ist nun mal ihre Wahrheit und ihre Auffassung von Realität. Der menschliche Geist vermag so vieles zu bewerkstelligen, so daß er auch seine ureigenste Realität erschafft. Auch das ist Glaube und zwar mein ganz persönlicher. In den sechzigern etablierte sich in der Psychologie eine These, die sich "Erlanger Konstruktivismus" nennt. Diese Annahme geht davon aus, das wir die Interpretation unserer Umwelt individuell gestalten, d.h., alles was wir über unsere Sinnesorgane erahren, wird in unserem Gehirn "konstruiert" und entspricht nicht der äußeren Realität. Die alte Frage der Psychologie mag dies verdeutlichen: "wenn im Wald ein Baum umfällt und es ist niemand da, der hören kann - kracht es oder kracht es nicht?"

Es grüsst euch

Sinclair

#10

gyges

,Deutschland

Zitat von: Sinclair

Ich finde in den Aussagen einiges, dass ich persönlich nur unterstützen kann: Was ist die Wahrheit und vor allem wer verfügt über Sie? Ist die  Wahrheit oder besser gesagt das, was wir dafür halten nicht recht individuell oder ist sie ein akademisches Konstrukt, das immer und überall im Kosmos für jeden und zu jedem Zeitpunkt gültig ist. Ich glaube nicht! Und dies betrifft auch die Ebene des Glaubens. ...

 

Dem kann ich nur ein Zitat hinzufügen und mit meiner eigenen Erfahrung bestätigen:

 „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und hüte Dich vor denen, die behaupten sie gefunden haben.“
André Gide (1869-1951), frz. Schriftsteller, 1947 Nobelpr.

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