#1

- admin -

Sydney,Australien

115 Kardinäle aus vielen Ländern der Erde wählen einen neuen Papst und damit das 266. Oberhaupt der katholischen Kirche seit dem Heiligen Petrus.

Der erste Tag des Konklaves ist zu Ende gegangen und der erste Wahlgang für einen neuen Papst ist erfolglos geblieben. Dies ist so üblich und daher sollte es auch nicht weiter verwundern können. Dennoch sind bereits erste kritische Stimmen und auch Anfragen zu vernehmen. In der Öffentlichkeit wegen voreingenommener und ablehnender Haltung gegen die RKK, ihre Würdenträger und Riten im Allgemeinen und an den Tempel wegen dessen Stellung und Haltung zur römisch katholischen Kirche insgesamt und zu Vorstellungen um einen neuen Papst im Besonderen. Der Tempel hat keine feindseligen oder gar rachsüchtigen Ambitionen gegen die RKK oder gegen die Kurie  - solches ist völlig undenkbar und würde gegen alles verstoßen was den Tempel mit seinen Wertevorstellungen verbindet und ausmacht.

Der Tempel sieht die in den letzten Jahren gegen die RKK aufgelaufenen öffentlichen Anklagen sehr kritisch. Der hier zunehmend aggressiver vorgetragene öffentliche Angriff gegen die Kirche und ihre Vertreter und Angehörigen wird vom Tempel verurteilt. Es wird hier ein deutlich distanzierteres Vorgehen und Handeln insbesondere der Medien und seitens der Politik erwartet.

Aber kommen wird zum aktuellen Thema des derzeitigen öffentlichen Interesses zurück. Natürlich ist auch im Tempel derzeit niemand in der Lage den nächsten Papst zu „prophezeien“, dies ist nicht unseres Amtes und wegen der geringen Relevanz im „Kosmischen“ einfach zu unbedeutend daran Energie zu verschwenden. Aber der Tempel hat durchaus bestimmte Kanditen im Blick, welche seinen Interessen deutlich förderlicher wären als andere. Der Wunschkandidat unserer Führung wäre Kurienkardinal Marc Ouellet, Kardinal Timothy Dolan oder Kardinal Odilo Pedro Scherer. Für die Wahl eines afrikanischen Papstes ist es nach einmündiger Aussage des letzten Ordenskonzils zum Jahresende 2012 eindeutig zu früh, für die Wahl eines Italieners schlicht zu spät und aufgrund eines deutlichen Mangels an geeigneten Kandidaten und der politischen Gesamtsituation in Italien wenig opportun.

Frá Georg v. Hanstein

Kaplan des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

Flash: Der Papst ist gewählt. Der spannendste Kamin des Universums hat weiss geraucht.

#3

- admin -

Sydney,Australien

Man konnte sich doch auf eine Annäherung an zu bewältigende Probleme einigen!

Frá Sidonie de Chevreuse

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

Wieso? Wer wirds?

#5

- admin -

Sydney,Australien

Er ist ein Jesuit und er ist der erste Südamerikaner auf dem Stuhl Petri.


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

Jesuiten kenne ich als kluge Köpfe. Zumindest wird das immer wieder gesagt. Von dem her wohl keine schlechte Wahl.

#7

- admin -

Sydney,Australien

Wir sind dem neuen Oberhaupt der RKK durchaus wohlgesonnen, obwohl wir uns einen Jüngeren erhofft hatten, welcher etwas mehr Durchsetzungsvermögen in das Amt bringen könnte.


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

So sympatisch er erscheinen mag. Ich fürchte, er ist so etwas wie ein "Zwischenpapst" (mit 76 Jahren!), also einer, von dem man nicht viel erwartet, ausser dass er in nicht allzu ferner Zeit sterben möge und dann ein besserer Kandidat zur Verfügung steht. Für mich ist das nicht der Papst, den die römische Kirche für die Probleme dieser Zeit dringend braucht, die Wahl erscheint mir mehr wie das Aussitzen aller Probleme.

 

#9

- admin -

Sydney,Australien

Deine Einschätzung ist durchaus richtig. Man hat das zwingend zu Entscheidende in die Zukunft vertagt! Offensichtlich fehlt es der "alten Garde" noch immer an Offenheit und Realitätsbewusstsein zu wirklich erhellender Einsicht zu gelangen. Aber der argentinische Papst Franziskus I.ist ein Papa des Volkes und der gläubigen Christen - er ist ein Schritt auf dem langen Weg, den die RKK in wenigen Jahren zurücklegen muss.

Jorge Mario Bergoglio ist als bescheidenes Arbeiterkind aufgewachsen. Er lehnt Prunk noch immer ab und setzt sich für soziale Gerechtigkeit, für Arbeitslose und Kranke ein und er kritisiert Großspurigkeit und Selbstsucht. Zu den politisch Mächtigen hält er Abstand und vertritt öffentlich die These, dass die Armut in Argentinien Folge der marktwirtschaftlichen Politik ist. Er plädiert für staatliche Sozialprogramme und gerechtere Verteilung der Wertschöpfungen industrieller Errungenschaften.

Er ist des Amtes des Papa durchaus würdig, er wird dem Amt lange vermisste Menschlichkeit verleihen – Veränderungen in Richtung auf eine zukunftsfähige Kirchenpolitik erwartet der Tempel auch von diesem Bischof Roms auf dem Stuhl Petri  nicht.


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »- admin -« (13.03.2013, 22:08)
#10

- admin -

Sydney,Australien

Der 76-jährige Argentinier Jorge Mario Bergoglio ist als Papst Franziskus der erste Lateinamerikaner und der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri. Bereits in seiner ersten freien Rede zu seiner Antrittsmesse warnt er davor die Kirche zu verweltlichen und auf die Stufe einer barmherzigen NGO (Nichtregierungsorganisation) herabsinken zu lassen. Er fordert eine Rückbesinnung auf die Evangelien. "Wenn wir uns nicht zu Jesus Christus bekennen, bekennen wir uns zur Diesseitigkeit des Teufels und wir ohne das Kreuz voranschreiten, aufbauen und bekennen, dann sind wir keine Jünger des Herrn", sagte Franziskus in seiner wenige Minuten langen und frei gehaltenen Ansprache. Vor der Messe hatte er bereits deutlich gemacht, dass er die Beziehungen zwischen Katholiken und Juden verbessern will. Deshalb schrieb Franziskus einen entsprechenden Brief an die jüdische Gemeinde in Rom. "Ich hoffe sehr, zum Fortschritt in den Beziehungen zwischen Juden und Katholiken beitragen zu können", heißt es in dem auf den Internetseiten der jüdischen Gemeinde veröffentlichten Schreiben. Es müsse eine neue Atmosphäre der Kooperation geschaffen werden.

Diese Worte stimmen durchaus mit den Vorstellungen des Tempels zur zukünftigen Orientierung der RKK überein. Es ist an der Zeit, dass sich ein Papst konsequent und geradlinig zu den Werten der römisch katholischen Kirche bekennt und jeglichen Einfluss von außen, sei es durch Politik oder andere weltliche Kräfte, wie Atheisten, andere religiöse Gruppierungen oder Organisationen und auch die gerade besonders aktiven Schwulen- und Lesbenvereinigungen rigoros abwehrt. Zeitgeistliche Ausrichtungen und Einflüsse sollten nicht geeignet sein kulturellen und erst recht humanistischen, aufklärerisch eingefärbten Gutmenschengeist auf die Wertevorstellungen ganzer Teile der Welt auszubreiten. Wer Werte verändern will, der sollte sich zunächst einmal auf die Suche begeben - nach einem kritischen Gang durch die Geschichte der Wertphilosophie - von Friedrich Nietzsche und Karl Marx über Nikolai Hartmann bis zu Christian von Ehrenfels – ist man vielleicht in der Lage  die Abstrusitäten zu erfassen, die die Inflation der Werte in unserer Zeit produziert. Es herrscht eine verlogene Terminologie, die von Toleranz und Freiheit redet, aber auf Intoleranz und Unfreiheit abzielt. Nur wer sich frei macht von jeglichem Einfluss auch nur gedanklicher Beeinflussung, wird wirklich in der Lage sein Wertevorstellungen universell und zukunftsfähig auszurichten.  Die RKK hat sicher ihre Fehler, sie sollte aber nicht der Ort sein, Auswüchse des weltweiten Werteverfalls absorbieren zu müssen.

Frá Georg v. Hanstein

Kaplan des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »- admin -« (19.03.2013, 21:05)
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