#1

Jamie

Biel,Schweiz

"Im Hinduismus erscheint der Kosmos als Illusion und Spiel aus dem Absoluten und kehrt darin auch immer wieder zurück. Welten entstehen und vergehen. Die Welt, führt Krishna in der Bhagavad Gita aus, ist nur ein Spiel, das Gott mit sich selbst aufführt. Durch seine Zauberkraft (maya) lässt er alle Wesen herumwirbeln (wie Puppen) auf einer Puppenbühne. Im Hinduismus gewinnt die Seele in der Befreiung ihre Einheit mit dem Absoluten zurück."

 

Damit gehe ich absolut konform. Dass Menschen sich oft als Marionetten wahrnehmen (erkennen), kommt nicht von ungefähr. Gott will unterhalten werden. Dass Gott sich u.a. uns dafür ausgesucht hat, ist halt unser Pech. Ich will ihn nicht in die bösartige oder verrückte Ecke schieben, aber ganz normal ist diese Welt ja auch nicht, wie jeder täglich erfahren kann. Genie oder Wahnsinn? Ich denke, Genie und Wahnsinn schliessen sich hierbei nicht aus... 😃

#2

Dennis

Biere,Deutschland

Dass Menschen sich oft als Marionetten wahrnehmen (erkennen), kommt nicht von ungefähr. Gott will unterhalten werden. Dass Gott sich u.a. uns dafür ausgesucht hat, ist halt unser Pech. Ich will ihn nicht in die bösartige oder verrückte Ecke schieben, aber ganz normal ist diese Welt ja auch nicht, wie jeder täglich erfahren kann. 

 Gott will unterhalten werden? Ist das nicht sehr anthropozentrisch gedacht und ein trotziges Geraderücken der aufgesetzten Krone? Und was ist denn „normal“ für diese Welt? Es ist immer noch und nur der Mensch und seine Ansicht vom Großen Ganzen.

Heute haben wir erkannt, dass die gepredigten Götter nicht wirklich existieren und suchten im Kleinsten wie im Großen nach Antworten auf die Gottesfrage…fanden aber nur einen zufälligen Urknall und sprechen diesen jedwede Art von „Leben“ ab. Das da dann „nur“ Illusion oder ein Zufall herauskommt sollte nicht wundern, oder?

Das Leben wird zu negativ betrachtet und dazu auch noch in seine einzelnen Bausteine zerlegt, wodurch man eben das Gesamtbild aus den Augen verliert – ähnlich einem Mosaik, welches man nur in seiner Gänze erkennt, wenn man sich ein paar Schritte von den einzelnen Bausteinen entfernt und einfach mal wirken lässt…

#3

Jamie

Biel,Schweiz

 

 Gott will unterhalten werden? Ist das nicht sehr anthropozentrisch gedacht und ein trotziges Geraderücken der aufgesetzten Krone? Und was ist denn „normal“ für diese Welt? Es ist immer noch und nur der Mensch und seine Ansicht vom Großen Ganzen.

 

Heute haben wir erkannt, dass die gepredigten Götter nicht wirklich existieren und suchten im Kleinsten wie im Großen nach Antworten auf die Gottesfrage…fanden aber nur einen zufälligen Urknall und sprechen diesen jedwede Art von „Leben“ ab. Das da dann „nur“ Illusion oder ein Zufall herauskommt sollte nicht wundern, oder?

Das Leben wird zu negativ betrachtet und dazu auch noch in seine einzelnen Bausteine zerlegt, wodurch man eben das Gesamtbild aus den Augen verliert – ähnlich einem Mosaik, welches man nur in seiner Gänze erkennt, wenn man sich ein paar Schritte von den einzelnen Bausteinen entfernt und einfach mal wirken lässt…

 

Da habe ch mich etwas unklar ausgedrückt. Nicht nur die Spezies Mensch war gemeint, sondern ALLE Tierarten auf Erden. Zum letzten Satz: Nichts verläuft normal auf der Erde. Das ist ja die Tragik an sich. Eine Normalität gab es nie, darum auch mein Mitgefühl den Kindern gegenüber.

Nun, die Illusion wurde im Hinduismus erkannt, als man noch an die Götterwelt glaubte, also kein neuzeitliches Denken.

Das Leben hat keinen Nutzen, es ist unbedeutend wie das pfeifen eines Jungen in der Gasse. Viel Müh um Nichts. 😴

#4

Dennis

Biere,Deutschland

Was verstehst du unter Normalität für die Erde? 

#5

Jamie

Biel,Schweiz

Kein täglicher Überlebenskampf (betrifft alle Tierarten), keine Morde, Vergewaltigungen, Krieg. Würden wir noch direkt in der Natur leben wärs sogar noch schlimmer und unmenschlicher für die zivilisierte Welt. Früher war alles besser, sagen viele. Nein, es gab Aspekte und gewisse Dinge die tatsächlich besser waren. Das Paradies jedoch war erwiesenermassen nie auf der Erde existent. Wozu das ganze Affentheater jeden Tag? Schau dir die Politiker an-gestern in den Nachrichten der neue Kanzler...was für ein feiges Würstchen, äusserte sich nicht mal zum behaupteten 50-Fachen Holocaust. Einfach nur erbärmlich.

#6

Marcain

Himmelpforten,Deutschland

Kein täglicher Überlebenskampf (betrifft alle Tierarten), keine Morde, Vergewaltigungen, Krieg. Würden wir noch direkt in der Natur leben wärs sogar noch schlimmer und unmenschlicher für die zivilisierte Welt. Früher war alles besser, sagen viele. Nein, es gab Aspekte und gewisse Dinge die tatsächlich besser waren. Das Paradies jedoch war erwiesenermassen nie auf der Erde existent. Wozu das ganze Affentheater jeden Tag? Schau dir die Politiker an-gestern in den Nachrichten der neue Kanzler...was für ein feiges Würstchen, äusserte sich nicht mal zum behaupteten 50-Fachen Holocaust. Einfach nur erbärmlich.

Lieber Jammie,

fange ich mal an. Also ich denke, Tiere sind durchaus glücklicher als wir, geißeln sie sich selbst doch nicht mit dem Gedanken an Zeit und Geld. Das Einige, was ein Tier interessiert ist zu überleben und sich zu reproduzieren. Wir sind voller Angst. Angst unseren "Reichtum" zu verlieren, Angst zu sterben, Angst andere zu verlieren, Angst vor der Zukunft und manche haben auch Angst vor der Vergangenheit. Warum ist menschlich sein überhaupt besser als Tier sein? Welches "Tier" zerstört sein eigenen Lebensraum so sehr und mit so einer Gier wie wir es tun?

Du sprichst davon, dass die Welt zivilisiert ist. Schau dir die täglichen Anschläge, Morde und Vergewaltigungen an. Die Genozide, die Atomtests in der Vergangenheit oder die unnötigen Tierversuche. Wir sind alles andere als zivilisiert, wir sind lediglich so überheblich, dass wir uns mit lachen selbst zerstören.

Dann sagst du, dass Gott unterhalten werden will und uns dafür ausgesucht hat. Warum nimmst du alles und insbesondere uns so wichtig, dass du glaubst, Gott würde sich um so belanglose dinge scheren.

Lieber Jamie deine texte, sind teilweise für mich sehr konfus und widersprüchlich. Ich kann nicht verstehen, wieso dies so ist, da du doch schon eine lange Zeit hier im Forum verweilst. Aber gefühlt machst du dich und den Mensch immer wieder zu wichtig.

Eine Sache ist jedoch klar, die Menschheit ist genauso brutal und dumm wie in der Vergangenheit, uns stehen nur mittlerweile moderne Mittel zur Verfügung um dies auszuleben.

 

Liebe Grüße

#7

Jamie

Biel,Schweiz

Wozu existiert ein Gott? Auch diese Frage sollte man stellen dürfen, ohne Angst vor Blasphemie Vorwürfen oder negativer Kommentare dritter.

Dass ein Gott existiert ist eine Behauptung ohne jeglichen Beweis. Ich persönlich glaube an Gott. Aber das ist kein Beweis. Und nochmal-was ist der Sinn der Existenz Gottes? Ich glaube viele (meist gut gesinnte) Gläubige trauen sich nicht, mal aus fremder Perspektive Sinnfragen zu stellen.

Wir bewerten alles und jeden aus unserer persönlichen Perspektive. Das führt zu Fehlern und Fehldeutungen. Wenn ich als gläubiger Mensch aufgrund der Misslungenen Erde auch mal ins Zweifeln komme, ist das nur legitim und ein Hinweis, dass mein ehrliches Interesse an Tiefgreifenden Sinnfragen noch vorhanden ist.

Und ja, ich frage immer noch, auch in einem Forum der Templer mit hohem Wissensgrad. Wären wir hier in einem religiös fanatischen Islamistenforum würde ich das fragen sein lassen. Aber somit auch das selber denken. Blinder Glaube führt zu nichts, höchstens zu noch mehr menschlichen Behauptungen und Dogmen.

#8

Marcain

Himmelpforten,Deutschland

Wozu existiert ein Gott? Auch diese Frage sollte man stellen dürfen, ohne Angst vor Blasphemie Vorwürfen oder negativer Kommentare dritter.

Dass ein Gott existiert ist eine Behauptung ohne jeglichen Beweis. Ich persönlich glaube an Gott. Aber das ist kein Beweis. Und nochmal-was ist der Sinn der Existenz Gottes? Ich glaube viele (meist gut gesinnte) Gläubige trauen sich nicht, mal aus fremder Perspektive Sinnfragen zu stellen.

Wir bewerten alles und jeden aus unserer persönlichen Perspektive. Das führt zu Fehlern und Fehldeutungen. Wenn ich als gläubiger Mensch aufgrund der Misslungenen Erde auch mal ins Zweifeln komme, ist das nur legitim und ein Hinweis, dass mein ehrliches Interesse an Tiefgreifenden Sinnfragen noch vorhanden ist.

Und ja, ich frage immer noch, auch in einem Forum der Templer mit hohem Wissensgrad. Wären wir hier in einem religiös fanatischen Islamistenforum würde ich das fragen sein lassen. Aber somit auch das selber denken. Blinder Glaube führt zu nichts, höchstens zu noch mehr menschlichen Behauptungen und Dogmen.

Ich frage mal so. Was ist Religion für dich, Jamie? Oder was meinst du, wozu Religion da ist?

 

#9

Jamie

Biel,Schweiz

Gute Frage...Religion ist für mich eine Führung, wonach ich mein Leben ausrichten kann. Ordnung, Werte, Ziele und ein tieferer Sinn (Glaube an Gott). Dabei geht es nicht in erster Linie darum seine eigene Haut zu retten (Leben nach dem Tod) sondern darum ein guter Mensch zu bleiben und keine schädlichen Handlungen anderen gegenüber zu begehen.

Das ist für mich persönlich Sinn und Zweck der Religion. Und ich kann mir vorstellen, dass ohne Gott und die Religionen die Menschheit nicht mehr existieren würde. Die Moral in allen Lebensbereichen darf hierbei auch nicht ausser Acht gelassen werden. Glaube ich. 😉

#10

Marcain

Himmelpforten,Deutschland

Gute Frage...Religion ist für mich eine Führung, wonach ich mein Leben ausrichten kann. Ordnung, Werte, Ziele und ein tieferer Sinn (Glaube an Gott). Dabei geht es nicht in erster Linie darum seine eigene Haut zu retten (Leben nach dem Tod) sondern darum ein guter Mensch zu bleiben und keine schädlichen Handlungen anderen gegenüber zu begehen.

Das ist für mich persönlich Sinn und Zweck der Religion. Und ich kann mir vorstellen, dass ohne Gott und die Religionen die Menschheit nicht mehr existieren würde. Die Moral in allen Lebensbereichen darf hierbei auch nicht ausser Acht gelassen werden. Glaube ich. 😉

Danke Jamie für deine Worte.

Zunächst wenn wir uns das alte Testament betrachten, stellt man schnell fest, dass es sich zum Teil um ein „altertümliches“ Gesetzbuch handelt. Welche Strafe bekommt man, wenn man das Vieh des Nachbarn tötet. Darf man Leute aus der eigenen Gemeinde versklaven usw. Auch die Armee ist dort geregelt. Wer hat zur Armee zu gehen usw.

Ich glaube, die Flucht in die Religion ist häufig eine Lösung, um sich nicht vor dem Tod zu fürchten. Nach dem Tod wird man wiedergeboren, kommt in das Paradies oder zieht in Hallen ein. Auch eine Trauerbewältigung kommt dabei infrage. Man geht davon aus, man wird verlorene geliebte Menschen wiedersehen, dass sie über einen wachen oder auf einen warten. Also kann man festhalten Religion hilft den Menschen, mit Trauer, Schicksalsschlägen und oder Krankheiten umzugehen.

In der Vergangenheit ist die Religion jedoch immer und immer wieder ausgenutzt worden, um Taten zu rechtfertigen.

 

Ich denke, Religion ist für die Menschheit ein Fluch und gleichzeitig ein Segen. Aber man sollte sich die Frage stellen, wäre es ohne Religion besser? Ich denke dann würde man andere Rechtfertigungen für seine Taten finden. Solange Religion Menschen hilft, finde ich, ist der Grundgedanke des ganzen wirklich gut.

 

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