#2

- admin -

Sydney, Australien

Danke für diesen interessanten Link. Solche Berichte muss man jedoch sehr kritisch betrachten und über dort gesagtes genau nachdenken, bevor man es als Tatsache oder Realität annimmt. Wir denken, dass die etwa zwei Millionen Koreaner, die ständig am Rande des Hungertodes leben und die weitern 35 % der 24 Millionen Bevölkerung, die sich mit kläglichem Gartenbau am Leben zu halten versuchen, hier zu wenig zu Wort kommen. Hilfe gibt es zwar auch durch EU Förderprojekte, die Hauptlast jedoch trägt China, welches zunehmend die Angst vor dem Zusammenbruch dieses Pseudostaates zu immer mehr Konzessionen treibt. Eine millionen Seelen starke Flüchtlingswelle, könnte die derzeit auch stark angeschlagene chinesische Wirtschaft erheblich in Schwierigkeiten bringen. Es gibt seit der Hungerperiode 2008 eine ständige Vertretung des Tempels in Nordkorea - von hier werden Direkthilfemassnahmen koordiniert und Beratungsprojekte für die Landwirtschaft getätigt - jedoch darf selbst der Legat des Tempels keinen einzigen Schritt ohne seine, von der Regierung zugeteilten "Begleiter" tun. Noch größer als die Angst vor der nächsten Hungerperiode ist in diesem Land die Angst vor politischer Unterwanderung.

Frá Thomas Viscount Coke

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

Klingt nicht nach einem Job, um den man den Legaten beneiden muss.

Dass die Reportage keine tiefen Einblicke liefern wird, ist schon klar.

Es ist allerdings schon eine Schande, dass es ein Land gibt, dass materiell wie geistig derart in Geiselhaft einer Herrscherfamilie ist. Gibt es eigentlich irgendwelche realistischen Hoffnungen, dass sich der Zustand ändern könnte? Die folgende Meldung zum Thema kam heute Morgen.

 

Nordkorea fürchtet offenbar Revolten

(AFP) – Vor 7 Stunden

Seoul — Nordkorea fürchtet nach Angaben aus Seoul offenbar ähnliche Proteste in der Bevölkerung wie in der arabischen Welt. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, errichtete die nordkoreanische Führung eine Spezialeinheit der Polizei und kaufte in den vergangenen Monaten in China allerlei Ausrüstung, die bei Demonstrationen benötigt wird. Darunter seien Helme, Schutzschilde und Tränengaspatronen gewesen, berichtete Yonhap. Dies sei ein Hinweis darauf, dass Pjöngjang Unruhen in der eigenen Bevölkerung nach dem Vorbild des arabischen Frühlings fürchte.

Generell gibt es in Nordkorea allerdings äußerst selten öffentliche Demonstrationen. Das kommunistische Land hat einen starken Polizeiapparat und geht harsch gegen Regierungsgegner vor.


#4

- admin -

Sydney, Australien

Es würde eine ähnliche Situation wie in Syrien entstehen. Dort ist es der Iran, der die Staatsmacht aufrecht erhält. In Nordkorea wäre es China. Zudem sieht sich China hier in einer Lage, die, egal wie sie entschieden würde, immer negative Auswirkungen auf China hätte. Dreht sich die politische Lage zur Seite Südkoreas, würde sich China direkt mit Amerika als faktischer Nachbar konfrontiert sehen, dreht sich die Lage nach China, würden Millionen Flüchtlinge in China eine kaum beherrschbare Lage hervorrufen. Hier hätte man viel früher angemessen und zukunftsweisend politisch klären müssen. Auch Südkorea würde wirtschaftlich überfordert werden, sollten hier in absehbarer Zeit gewisse Verpflichtungen auf den Staat zukommen. Die wirtschaftliche Gesamtlage der Welt könnte an einem derartigen Ereignis mehr als nur in Schwierigkeiten geraten. Man müsste die in Umlauf befindliche Menge an Falschgeld nochmals deutlich erhöhen und damit die wirtschaftlich besser stehenden Staaten zusätzlich schwächen. Hier sehen wir aber schon länger keinen Spielraum mehr. Nicht, dass sich die Lebensgewohnheiten in den Industrienationen nicht deutlich verändern könnten - diese müssten dies schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb längst in die Wege geleitet haben. Es geht jetzt auch darum, dass sobald die Bösewichter der Schurkenstaaten beseitigt werden und die Nationen der "Nachholbedarfsanmelder" tatsächlich auf den "Train of Nightmares", zu dem sich der politische Irrweg der Wirtschaftswachstumsfanatiker entwickelt hat, aufspringen wollen, feststellen müssen, dass es für diese dort nichts mehr zu holen gibt, wird sich eine neue Situation herauskristallisieren, deren Ausgang nicht mehr überschaubar und schon gar nicht beherrschbar sein wird. Im HInblick darauf, dass dies inzwischen auch dem dümmsten Politiker klar geworden sein dürfte, wären also Freiheitsbewegungen in "den Grenzstaaten politischer Interessengruppen" völlig allein gelassen, auf sich gestellt, oder - wie in Syrien - politischer Tyrannei ausgeliefert. Aber die Wege des Herrn sind unergründlich und manchmal werden Steine ins Rollen gebracht von solchen, die man eigentlich gar nicht mehr auf der politischen Spielwiese erwarten würde.wink

Frá Thomas Viscount Coke

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »- admin -« (21.06.2011, 15:01)

Monopoly: Ziehen Sie eine Ereigniskarte! aeg.esreicht.gif

#6

- admin -

Sydney, Australien

Welches Ereignis wäre denn so in deinem Sinne? Heile-Welt-Ideen sind heute nicht wirklich zur Hand. Das Ende dieses Jahrhunderts steht eindeutig fest - nur der Weg und das Ergebnis sind noch vage in der Dämmerung der Zukunft.Eines jedoch wird jeder schon bald zu begreifen haben: Die Tyrannei des positiven Denkens ist endgültig zum Sturze verdammt.

Frá Thomas Viscount Coke

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

Missverstehe mich nicht, Frá Thomas. Das war ein ironischer Kommentar auf deinen letzten Satz.

Ich weiss nicht, wie man die Katastrophen dieser Welt angehen kann. Der gordische Knoten konnte nur mit Gewalt gelöst werden. aegy.veryschocked.gif

#8

- admin -

Sydney, Australien

Zitat von: andreas

 Der gordische Knoten konnte nur mit Gewalt gelöst werden. aegy.veryschocked.gif

Der Tempel ist genau darauf vorbereitetwink

 

Frá Thomas Viscount Coke

Komtur des Tempels


 - Zwar hat die menschliche Unvernunft nicht zugenommen. Ruinös angestiegen ist jedoch die Zahl der Unvernünftigen -

Ich weiss! Aber bis dahin könnte man es manchen geknechteten Völkern das Leben doch deutlich erleichtern. Ist ja nur ein frommer Wunsch.

Von der Serie Teil zwei: Der Herrscher ist ein verdammter Säufer, deshalb muss das Volk jetzt Kartoffelschnapps brennen.

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